Chancengerechtigkeit

Die Stabsstelle Chancengerechtigkeit unterstützt das Rektorat und alle Bereiche der PH Luzern bei der Umsetzung des strategischen Ziels «Diversität: Chancengerechtigkeit und Inklusion fördern» sowie des gesetzlichen Auftrags, ihre Aufgaben nach dem Gebot der Chancengleichheit auszurichten und begleitet die Weiterentwicklung einer chancengerechten Hochschule. 

Aktuelles

Rassismus und rassistische Diskriminierung sind auch im Hochschulkontext Realität – sowohl offen als auch subtil, häufig übersehen und oft ignoriert. Wir wollen hinsehen, zuhören, uns austauschen und etwas verändern. Daher laden die Universität Luzern, die Hochschule Luzern und die Pädagogische Hochschule Luzern im November zu vier, von einer externen Expertin moderierten Austauschformaten zum Thema Rassismus und Antirassismus ein. Die 90-minütigen Austauschtreffen finden online via Zoom statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

Daten & Zielgruppen

09.11.2026 | 16.15 – 17.45 Uhr | für rassismusbetroffene* Studierende 
12.11.2026 | 09.15 – 10.45 Uhr | für rassismusbetroffene* Mitarbeitende 
23.11.2026 | 16.15 – 17.45 Uhr | für Studierende (alle)
24.11.2026 | 14.15 – 15.45 Uhr | für Mitarbeitende (alle)

 * Um einen geschützten Raum für Austausch und Empowerment zu bieten, richten sich diese Termine nur an Personen, die von Rassismus betroffen sein können. Dazu gehören anti-Schwarzer Rassismus, Antisemitismus, anti-muslimischer Rassismus, Anti-Balkanismus, anti-asiatischer Rassismus und Gadjé-Rassismus und Rassismus gegenüber indigenen Menschen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Formen von Rassismus stehen hier zur Verfügung: No to Racism.

 

Inhalt

Die Treffen bieten Raum, Erfahrungen zu teilen, Perspektiven auszutauschen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie ein diskriminierungssensibles Hochschulumfeld gestärkt werden kann. Je nach Zielgruppe stehen unterschiedliche Fragen im Mittelpunkt: Welche Erfahrungen machen wir mit Rassismus und rassistischer Diskriminierung? Wie können wir diese einordnen und uns gegenseitig stärken? Wie können auch von nicht betroffenen Personen Solidarität, Allyship und Verantwortung im Hochschulkontext gelebt werden? Welche Unterstützung wird benötigt und welche Veränderungen wünschen wir uns?

Neben dem Austausch informieren die Veranstaltungen über die bereits bestehende Antirassismusarbeit an den drei Hochschulen. Die eingebrachten Perspektiven, Bedürfnisse und Vorschläge sollen zudem dazu beitragen, bestehende Strukturen und Angebote zu verbessern, weiterzuentwickeln und zu ergänzen. Dies unterstützt zugleich den strategischen Schwerpunkt «Diversität: Chancengerechtigkeit und Inklusion fördern» und unterstreicht den Anspruch der PH Luzern, Diskriminierung aktiv entgegenzuwirken.

 

Moderation

Die Austauschtreffen werden von Bontu Guschke moderiert (www.bontu-guschke.com). 

 

Anmeldung

Über die folgenden vier Links können Sie sich direkt für das für Sie passende Austauschformat anmelden:

Zuhören. Austauschen. Verändern. 09.11.26 (für rassismusbetroffene Studierende)

Zuhören. Austauschen. Verändern. 12.11.26 (für rassismusbetroffene Mitarbeitende)

Zuhören. Austauschen. Verändern. 23.11.26 (für alle Studierenden)

Zuhören. Austauschen. Verändern. 24.11.26 (für alle Mitarbeitenden)

 

Fragen
Für organisatorische Fragen: Simona Schmid - simona.schmid@phlu.ch
Für inhaltliche Fragen: Bontu Guschke - contact@bontuguschke.com 

Die Pädagogische Hochschule Luzern beteiligt sich jährlich am nationalen Zukunftstag, an dem Schulkinder der 5.- 7. Klasse schweizweit Berufe jenseits von stereotypischen Rollenbildern kennen lernen: Sie erhalten praxisnah Einblicke in Berufe und Arbeitsbereiche, in denen ihr Geschlecht bisher untervertreten ist. Damit trägt der nationale Zukunftstag dazu bei, den geschlechtsstereotypisch geprägten Berufswahlhorizont von Kindern zu erweitern. Der nächste nationale Zukunftstag findet am 12. November 2026 statt.

Als Pädagogische Hochschule engagieren wir uns für mehr Diversität im Lehrberuf: Im Jahr 2025 zählten wir im Studiengang Kindergarten/Unterstufe nur 5% und für die Primarstufe 26% männliche PH-Studenten (Zahlen und Fakten PH Luzern). Mit unserem Spezialprogramm «Abenteuer Schule geben» motivieren wir Jungs für den Lehrberuf. 

Um auch den Berufswahlhorizont von Mädchen zu erweitern und mehr Vielfalt in technischen Berufsfeldern zu fördern, bieten wir das Spezialprogramm «RoboterRoberta®» an.


Überblick

Die Pädagogische Hochschule Luzern pflegt ein breites Diversitätsverständnis, versteht Verschiedenheit als Bereicherung und fördert die Chancengerechtigkeit in der Bildung aktiv (Strategie 2035)

Ein konstruktiver Umgang mit Diversität und Chancengerechtigkeit ist Vision und Auftrag der PH Luzern zugleich. Die Stabstelle Chancengerechtigkeit unterstützt die Hochschule beim Aufbau chancengerechter, diversitätssensibler und diskriminierungskritischer Haltungen, Praktiken und Strukturen. Gemeinsam mit der Diversitätsbeauftragtenkonferenz vernetzt und koordiniert sie entsprechende Aktivitäten in den Bereichen. Sie initiiert und begleitet Projekte und vertritt die PH Luzern in kantonalen und nationalen Gremien zu den Themenbereichen Diversität und Chancengerechtigkeit.


Aufgaben

Diversitätsbeauftragtenkonferenz

Die Diversitätsbeauftragtenkonferenz (DBK) begleitet die Hochschulleitung in ihrer Aufgabe, ihre Tätigkeiten nach dem Gebot der Chancengleichheit auszurichten (PH Gesetz §6 Abs 3) und den strategischen Schwerpunkt «Diversität: Chancengerechtigkeit und Inklusion fördern» umzusetzen. Sie fokussiert auf den Aktionsbereich der Gesamtorganisation und analysiert organisationsbezogene Fragestellungen. Mit dem leistungsbereichsübergreifenden Aktionsplan und Sensibilisierungsmassnahmen trägt das Koordinationsgremium zur Schaffung und Weiterentwicklung diversitätssensibler Strukturen und Prozesse sowie zur Förderung der Diversitätskultur und zur Stärkung der Diversitätskompetenzen der Mitarbeitenden bei. Sie unterstützt die Stabstelle Chancengerechtigkeit bei der nachhaltigen Verankerung der Themenfelder «Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit» in den Leistungsbereichen und bei der Erarbeitung von Massnahmen in den entsprechenden Themenfeldern und stellt die Kommunikation zu diesen in der Hochschule sicher. Die Leitung der DBK liegt bei der Stabstelle Chancengerechtigkeit. 

Mitglieder der Diversitätsbeauftragtenkonferenz

Diversitätsmonitoring

Die Stabstelle Chancengerechtigkeit unterstützt die PH Luzern beim Aufbau eines Diversitätsmonitorings. Dabei soll die Diversität der Studierenden und Mitarbeitenden erhoben und in einem regelmässigen Berichtswesen als Teil des Qualitätsmanagements offengelegt werden. Das Diversitätsmonitoring schafft die Grundlagen für die Entwicklung von Massnahmen zur Weiterentwicklung der Chancengerechtigkeit und Inklusion an der PH Luzern.

Aktionsplan – Chancengerechtigkeit und Hochschulentwicklung

Die Stabstelle Chancengerechtigkeit erarbeitet einen rollierenden Aktionsplan zur Umsetzung des strategischen Schwerpunkts «Diversität: Chancengerechtigkeit und Inklusion fördern».

Projekte im Rahmen des Campus Luzern

Als Teil des Netzwerks Campus Luzern setzt die Stabstelle Chancengerechtigkeit gemeinsam mit den verantwortlichen Stellen der Hochschule Luzern und der Universität Luzern Projekte und Programme um: 

Nationaler Zukunftstag an der PH Luzern 

Der nationale Zukunftstag fördert den Seitenwechsel von Schüler und Schülerinnen: Sie erhalten praxisnah Einblicke in Berufe und Arbeitsbereiche, in denen ihr Geschlecht bisher untervertreten ist. Die PH Luzern engagiert sich am nationalen Zukunftstag mit zwei Spezialprogrammen: «Abenteuer Schule geben» für Knaben und «RoboterRoberta®» für Mädchen. Während die Knaben von Studierenden der PH Luzern darauf vorbereitet werden, am Nachmittag selbst in einer Primarschule zu unterrichten, programmieren die Mädchen ihren Roboter und tauchen in die Welt der Technik ein.


Vertretung der Hochschule in kantonalen und nationalen Gremien

Die Stabsstelle Chancengerechtigkeit vertritt die PH Luzern in den folgenden Gremien:

Swissuniversities Kammer PH, AG Gender und Chancengleichheit

Campus Luzern Gremium «Grenzen setzen»


Abgeschlossene Projekte

Erstmals seit der Existenz der Bundesprogramme im Bereich der Chancengleichheit standen die Projektgebundenen Beiträge von Swissuniversities zum Themenfeld «Chancengleichheit und Hochschulentwicklung 2017 – 2020» (PG7) auch den Pädagogischen Hochschulen offen. Die PH Luzern hat im Rahmen des Programms einen Aktionsplan erarbeitet, der folgende drei Schwerpunkte der Arbeit für die Stabstelle Chancengerechtigkeit für die Programmlaufzeit skizziert:

  • Vom Nachteilsausgleich (NTA) zur «inklusiven Hochschule»
  • Diversitätsmonitoring
  • Aufbau einer Kultur der Chancengerechtigkeit – im Kontext von Diversität und Inklusion

Die Laufzeit des Programms wurde bis Ende 2021 verlängert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Hochschulleitung der PH Luzern hat  im Rahmen des Nachfolgeprogramms «Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit in der Hochschulentwicklung (2021-2024)» die nachhaltige Verankerung und  Weiterführung des Aktionsplans beschlossen.

Der Grundsatz der Lohngleichheit für Frau und Mann ist in der Bundesverfassung und im Gleichstellungsgesetz verankert. Die PH Luzern hat 2014 im Rahmen des Lohngleichheitsdialogs des Bundes und der Sozialpartner die Besoldung der weiblichen und männlichen Mitarbeitenden erstmals überprüft. Die erste Durchführung stand unter der Leitung der Stabsstelle Chancengerechtigkeit und erfolgte in Zusammenarbeit mit der Stabsabteilung Personal. Seit der zweiten Durchführung im Jahr 2021 liegt die Leitung des Projekts «Lohngleichheitsdialog» bei der Stabsabteilung Personal. Eine erneute Durchführung der Lohngleichheitsanalyse erfolgt 2027.


Kontakt

Leiterin Stabsstelle Chancengerechtigkeit
Simona Schmid
M. A.
Pfistergasse 20
6003 Luzern
simona.schmid@phlu.ch
Portrait
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