Masterstudium Schulische Heilpädagogik

Der erfolgreiche Abschluss des Masterstudiums Schulische Heilpädagogik befähigt dazu, Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen in Regel- oder Sonderschulen in Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen zu unterstützen und zu fördern.

Übersicht

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik befähigt ausgebildete Lehrpersonen dazu, in integrativen und separativen Settings Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und/oder Behinderungen zu unterrichten, zu begleiten und zu fördern. Der dreijährige Studiengang an der PH Luzern legt grosses Gewicht auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis, eine persönliche Begleitung sowie die Möglichkeit der individuellen Profilbildung. Dank der hohen Selbsttätigkeit (nur 1 Präsenztag pro Woche) und der Möglichkeit, das Studium zu verlängern, kann das Studium mit Familie und Beruf vereinbart werden. 

Der Studiengang stellt sich vor:

Mehr Informationen zum Quereinstieg Schulische Heilpädagogik erfahren Sie am Informationsanlass am Mittwochabend, 24. Januar 2018.

Die Informationsveranstaltungen zum Masterstudium Schulische Heilpädagogik mit Start im Herbst 2018 haben bereits stattgefunden. Weitere Informationsveranstaltungen sind im Herbst 2018 geplant. 


Studiengang

Im Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik wird der Aufbau von spezifischen Kompetenzen zur Schulung von Kindern und Jugendlichen mit erschwerten Lern- und Entwicklungsbedingungen angestrebt. Hierbei wird auf die umfangreichen Kompetenzen aufgebaut, welche die Studierenden im Rahmen ihres Erststudiums und ihrer Praxistätigkeit als Lehrperson erworben haben.

Ein sehr hohes Gewicht erhält die Theorie-Praxis-Verzahnung: Die Berufspraktische Tätigkeit während der Ausbildung bietet die Möglichkeit, Studieninhalte direkt in der Praxis umzusetzen und praktische Erfahrungen mit Fachleuten im Ausbildungskontext zu besprechen.

Die Ausbildung ist thematisch breit konzipiert, um die berufliche Mobilität zu begünstigen. Gleichzeitig besteht jedoch auch die Gelegenheit, individuelle Schwerpunkte zu setzen. Zeitlich kann das Studium individuell gestaltet werden: Dies wird durch eine geringe Präsenzzeit und einen hohen Selbststudiumsanteil sowie die Möglichkeit zur Verlängerung des Studiums gewährleistet. Studium, Beruf und Familie können so  miteinander vereinbart werden. 

Steckbrief

Abschluss
  • Master of Arts PH Luzern in Special Needs Education
  • «Diplomierte Sonderpädagogin/diplomierter Sonderpädagoge (EDK) Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik»
  • Der Abschluss berechtigt und befähigt dazu, als IF-Lehrperson, in der integrierten Sonderschulung oder in der separativen Sonderschulung tätig zu sein.
  • Master of Arts PH Luzern in Special Needs Education
  • «Diplomierte Sonderpädagogin/diplomierter Sonderpädagoge (EDK) Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik»
  • Der Abschluss berechtigt und befähigt dazu, als IF-Lehrperson, in der integrierten Sonderschulung oder in der separativen Sonderschulung tätig zu sein.
Voraussetzung
  • Anerkanntes Lehrdiplom und 2 Jahre Berufserfahrung à je mindestens 50% 
  • Für Studieninteressierte ohne Lehrdiplom, aber mit Abschluss in eine studienverwandten Bereich, gibt es die Möglichkeit eines Quereinstiegs
  • Anerkanntes Lehrdiplom und 2 Jahre Berufserfahrung à je mindestens 50% 
  • Für Studieninteressierte ohne Lehrdiplom, aber mit Abschluss in eine studienverwandten Bereich, gibt es die Möglichkeit eines Quereinstiegs
Schulstufe
Alle Schulstufen, Regel- und Sonderschulen
Alle Schulstufen, Regel- und Sonderschulen
Studiendauer
  • 3 Jahre berufsbegleitend (Studienaufwand ca. 50% eines Arbeitspensums)
  • Verlängerung des Studiums mit Reduktion des Arbeitsumfangs pro Jahr möglich
  • 3 Jahre berufsbegleitend (Studienaufwand ca. 50% eines Arbeitspensums)
  • Verlängerung des Studiums mit Reduktion des Arbeitsumfangs pro Jahr möglich
Studienumfang
  • Je nach erbrachter Vorleistung 90 bis 108 Creditpunkte (CP) 
  • Davon entfallen 20 CP auf die eigene Berufstätigkeit als SHP: Während der Ausbildung müssen mindestens 600 Stunden Arbeitszeit im heilpädagogischen Arbeitsfeld geleistet werden. Vor- und Nachbereitung der gehaltenen Lektionen werden  hierbei angerechnet.
  • Je nach erbrachter Vorleistung 90 bis 108 Creditpunkte (CP) 
  • Davon entfallen 20 CP auf die eigene Berufstätigkeit als SHP: Während der Ausbildung müssen mindestens 600 Stunden Arbeitszeit im heilpädagogischen Arbeitsfeld geleistet werden. Vor- und Nachbereitung der gehaltenen Lektionen werden  hierbei angerechnet.
Strukturierung
  • 1 Tag Kontaktstudium während des Semesters: Im Studienjahrgang 2018 – 2021 ist der Präsenztag in Luzern wahlweise am Donnerstag oder Freitag.
  • 1,5 Tage angeleitetes Studium, E-Learning, Selbststudium, Vor- und Nachbereitung der Präsenzveranstaltungen (während 48 Wochen pro Jahr)
  • 2 Blockwochen pro Semester (davon 1 Woche mit Präsenzpflicht)
  • Im Rahmen des angeleiteten Studiums sind vom 2. bis 6. Semester 600 Stunden (20 CP) für die Masterarbeit aufzuwenden
  • 1 Tag Kontaktstudium während des Semesters: Im Studienjahrgang 2018 – 2021 ist der Präsenztag in Luzern wahlweise am Donnerstag oder Freitag.
  • 1,5 Tage angeleitetes Studium, E-Learning, Selbststudium, Vor- und Nachbereitung der Präsenzveranstaltungen (während 48 Wochen pro Jahr)
  • 2 Blockwochen pro Semester (davon 1 Woche mit Präsenzpflicht)
  • Im Rahmen des angeleiteten Studiums sind vom 2. bis 6. Semester 600 Stunden (20 CP) für die Masterarbeit aufzuwenden
Anmeldung
  • Für den Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik mit Start im Herbst 2018 (HL18) ist eine Anmeldung zwischen dem 1. September 2017 und dem 31. Januar 2018 möglich.
  • Für den Quereinstieg Heilpädagogik mit Start im Herbst 2018 ist eine Anmeldung  zwischen dem 1. September 2017 und dem 31. Januar 2018 hier möglich.
  • Für den Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik mit Start im Herbst 2018 (HL18) ist eine Anmeldung zwischen dem 1. September 2017 und dem 31. Januar 2018 möglich.
  • Für den Quereinstieg Heilpädagogik mit Start im Herbst 2018 ist eine Anmeldung  zwischen dem 1. September 2017 und dem 31. Januar 2018 hier möglich.

Einen guten Überblick über das gesamte Studium bietet auch unser Flyer:

Detailliertere Informationen sind auf dieser Website sowie im Studienplan zu finden:


Das Studium im Detail

Fünf besondere Kennzeichen des Studiengangs Schulische Heilpädagogik an der PH Luzern

Der Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik wird an verschiedenen Hochschulen der Schweiz angeboten. Das Studienprogramm an der PH Luzern zeichnet sich durch die fünf folgenden Besonderheiten aus:

Die Praxisorientierung wird primär geprägt durch die berufspraktische Situation der Studierenden. Damit verbunden ist nicht nur der Anspruch, dass vermittelte Inhalte sich für die je eigene Praxis der Studierenden als umsetzbar erweisen. Ganz wichtig ist auch die Möglichkeit, eigene gelungene und weniger gelungene Erfahrungen wieder in den Ausbildungskontext einzubringen und mit den Mitstudierenden und Dozierenden zu reflektieren.

Durch die geringe Präsenzzeit in Luzern (1 Tag pro Woche und 1 Blockwoche pro Semester) kann die Arbeits-, Lern- und Familienzeit sehr flexibel eingeteilt werden. Da alle Termine schon zu Beginn des Studiums bekannt sind, kann die Ausbildungszeit detailliert geplant werden. Die Möglichkeit zur Verlängerung des Studiums ermöglicht es, während des Studiums ein höheres Arbeitspensum in einer Schule zu belegen.

Der Studiengang ist grundsätzlich thematisch breit konzipiert, um eine spätere berufliche Mobilität zu begünstigen. Gleichzeitig werden aber auch individuelle Schwerpunktsetzungen ermöglicht (z.B. Wahl zwischen Schwerpunkt «Geistige Behinderung und Autismus» oder «Lern- und Verhaltensschwierigkeiten», Wahl von Prüfungsthemen, Wahlmodule, …).

Der Studiengang ist trotz stets steigender Studierendenzahlen geprägt durch eine persönliche Atmosphäre. Durch die hohe Konstanz in der Betreuung der Studierenden lernen sich Lehrende und Lernende kennen und erhalten so die Möglichkeit wertschätzende persönliche Beziehungen zu pflegen.

Die Lernformen des Masterstudiengangs Schulische Heilpädagogik orientieren sich methodisch an einer möglichst hohen Selbsttätigkeit und Lernintensität der Studierenden.

Organisation des Studiums

Der Studiengang dauert in der Regel 3 Jahre (6 Semester). Er kann bei Bedarf auch verlängert werden, um die Studienbelastung pro Studienjahr zu reduzieren. Generell ist davon auszugehen, dass das Studium (bei einer Normalstudiendauer von 3 Jahren) ungefähr 2,5 Tage pro Woche in Anspruch nimmt. Sofern möglich, empfehlen wir deshalb während des Studiums ein Arbeitspensum an einer Schule von höchstens 50% anzunehmen.

Die stärkste finanzielle Belastung macht das reduzierte Pensum während des Studiums aus. Studiengebühren (derzeit CHF 695.– pro Semester unabhängig von Wohn- und Arbeitskanton), Materialkosten für Kopien sowie Ausgaben für die Anschaffung von Fachliteratur und allenfalls eines neuen Laptops spielen so gesehen nur eine «untergeordnete» Rolle.

Einige Kantone unterstützen Studierende finanzielle und ideell. Der Kanton Luzern empfiehlt den Gemeinden beispielsweise, den Studierenden gegen Schluss der Ausbildung einen zweiwöchigen, bezahlten Urlaub zu gewähren (vgl. Empfehlung DVS Luzern unten). Es lohnt sich auf jeden Fall, die Schulleitung und/oder die kantonale Dienststelle für Volksschulbildung anzufragen.

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik ist modular aufgebaut und besteht aus 14 Hauptmodulen in fünf Studienbereichen, welche sich zu grossen Teilen über die gesamte Studiendauer erstrecken. Diese Hauptmodule werden jeweils mit einem Leistungsnachweis oder einer Masterprüfung abgeschlossen. Auf Leistungsnachweise oder Prüfungen für einzelne Teil-Module wird hingegen verzichtet. Einen detaillierten Einblick gewährt der Studienplan (Link unten), einen guten Überblick über den Aufbau des Studiums gibt der Modulplan (im Studienplan auf S. 20 zu finden).

Die Präsenzzeit in der Sentimatt in Luzern fällt vergleichsweise gering aus. Das Kontaktstudium setzt sich aus den beiden folgenden Elementen zusammen:

  • Während des Semesters findet jeweils 1 Präsenztag pro Woche in der Sentimatt in Luzern statt. Dieser Präsenztag (Montag, Dienstag oder Donnerstag) bleibt während des gesamten Studiums konstant. Das Semester beinhaltet immer 12 Präsenztage. Fallen einzelne dieser Präsenztage auf einen Feiertag, wird das Semester entsprechend verlängert (oder früher begonnen).
  • Pro Semester findet während 3 bis 8 Tagen Blockunterricht in der Sentimatt in Luzern statt (verteilt auf 1 bis 2 Blockwochen) . Die Blockwochen finden in der Regel während der Herbst- und Osterferien der Stadt Luzern statt.

Für das Selbststudium ist genügend Zeit einzurechnen. Bei einer Studiendauer von 3 Jahren ist davon auszugehen, dass während des Semesters 1,5 Tage und ausserhalb des Semesters 2,5 Tage für angeleitetes Studium, E-Learning, Selbststudium, Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen, Erstellen der Masterarbeit und Vorbereitung von Masterprüfungen aufgewendet werden müssen. Zusätzlich sollten pro Studienjahr zwei Ferienwochen reserviert werden, um längerfristig an einem Thema (z.B. Masterarbeit) arbeiten zu können.

Viele Studierende leisten während der Ausbildung ein Arbeitspensum von 40 bis 60 Prozent. Als Mindestvoraussetzung müssen während des Studiums (und vor Absolvierung der Diplomlektion) insgesamt «600 Stunden Praxis» (20 CP) in einem heilpädagogischen Feld geleistet und nachgewiesen werden. Dazu zählen integrative Förderung oder Sonderschulung, die Tätigkeit an einer Kleinklasse oder Sonderschule, nicht aber Unterricht in Form von «Deutsch als Zweitsprache» oder «Begabungsförderung». Hierbei werden auch Zusammenarbeit, Schulentwicklung sowie Vor- und Nachbereitung zu einem Anteil von 50% angerechnet. Damit müssen rund 300 Stunden in Form von Unterricht geleistet werden, was einem Umfang von 375 Lektionen zu 45 Minuten entspricht.

Wie dieses Pensum über die drei Jahre verteilt wird, ist den Studierenden freigestellt. Selbst eine Studienzeitverlängerung in diesem Bereich ist möglich. Weil sich der berufsbegleitende Studiengang in verschiedenen Modulen direkt auf die Ergebnisse der heilpädagogischen Praxis abstützt, ist es sinnvoll, über die ganze Studiendauer mindestens 1 bis 2 Wochenlektionen im heilpädagogischen Feld tätig zu sein.

Alle wichtigen Daten zum Studiengang HL.18 mit Start im Herbst 2018 sind im untenstehenden Dokument zu finden.

Schulische Heilpädagogik - Datenübersicht HL.18 (PDF, 47.5K)                         


Zulassung und Anmeldung

Direkter Zugang

Für den direkten Einstieg in den Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik gibt es drei Aufnahmevoraussetzungen:

  1. Anerkanntes Diplom für den Unterricht an Regelklassen der Vor- oder Volksschulstufe: Ein Lehrdiplom einer pädagogischen Hochschule oder eines Lehrerseminars für Kindergarten, Primar- oder Sekundarstufe berechtig zum direkten Einstieg in den Masterstudiengang in Schulischer Heilpädagogik (SHP). Dies gilt auch für Inhaber/innen eines früheren Fachlehrdiploms für Textiles Gestalten bzw. Handarbeit, Hauswirtschaft oder Technisches Gestalten sowie eines früheren Lehrdiploms für Kindergärtnerinnen - soweit diese Diplome nachweislich als seminaristische Lehrdiplome durch die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz EDK anerkannt sind. Bescheinigungen zur Anerkennung solcher Diplome können gegen Gebühr bei der EDK beantragt werden.
  2. Mindestens zwei Jahre unterrichtspraktische Erfahrung im Umfang von jährlich mindestens 50 Prozent an Regelklassen der Vor- oder Volksschulstufe: Nebst der Tätigkeit als Klassen- oder Fachlehrperson kann auch ein Pensum als IF-Lehrperson angerechnet werden. Grundsätzlich ist es für eine künftige Ausbildung in SHP empfehlenswert, zumindest einen Teil der geforderten unterrichtspraktischen Tätigkeit als Klassenlehrperson oder Fachlehrperson an einer Regelklasse auszuüben. Eine ausschliessliche Tätigkeit an einer heilpädagogischen Schule bzw. an einer Sonderschule wird in der Regel nicht anerkannt. Eine Tätigkeit an einer Kleinklasse (z.B. einer Kleinklasse mit verhaltensauffälligen Schülern) muss sur Dossier beurteilt werden. Nach der Aufnahme in den Studiengang ist selbstverständlich eine heilpädagogische Tätigkeit in allen Feldern möglich und wird als geforderte studienbegleitende Praxis anerkannt (also auch eine Tätigkeit an heilpädagogischen Schulen bzw. Sonderschulen und in Kleinklassen).
  3. Bestätigung über ein bereits bestehendes Anstellungsverhältnis oder eine Absichtserklärung über ein ab Studienbeginn geplantes Anstellungsverhältnis im heilpädagogischen Bereich.

Quereinstieg Schulische Heilpädagogik

Der Quereinstieg Schulische Heilpädagogik richtet sich an studieninteressierte Personen ohne Lehrdiplom, welche die beiden folgenden Bedingungen erfüllen:

  1. Abschluss in verwandtem Studienbereich: Die studieninteressierte Person muss über einen Abschluss in einem verwandten Studienbereich verfügen, welcher mindestens der Bachelorstufe entspricht oder durch kantonale Behörden als gleichwertig beurteilt wird. Als studienverwandte Abschlüsse gelten insbesondere:
    • Bachelordiplome Sekundarstufe I
    • Ergotherapie
    • Erziehungswissenschaften
    • Klinische Heilpädagogik
    • Logopädie
    • Psychologie
    • Psychomotorik-Therapie
    • Sozialpädagogik
    • Sonderpädagogik
    • Soziale Arbeit oder soziokulturelle Animation (Bachelor), sofern ein sozialpädagogischer Schwerpunkt gelegt wurde. Dies gilt auf jeden Fall für diejenigen Bachelor-Studiengänge, die explizit eine «Studienrichtung Sozialpädagogik» erlauben.
  2. Praktische Erfahrung: Studieninteressierte Personen müssen mindestens zwei Jahre praktische Erfahrung im verwandten Studienbereich und/oder praktische Unterrichtserfahrung im Umfang von jährlich mindestens 50 Prozent Beschäftigungsgrad vorweisen können.

Voraussetzung für den regulären Einstieg ins Masterstudium Schulische Heilpädagogik (Studiengang HL) sind ein Lehrdiplom sowie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Entsprechend verfügen HL-Studierende schon bei ihrem Studieneinstieg über eine Vielzahl an Kompetenzen, die sie sich im Rahmen des Lehrer-/ Lehrerinnen-Studiums wie auch im Rahmen ihrer Berufstätigkeit angeeignet haben.

HQ-Studierende sollen während des Quereinstiegs möglichst umfassende Kompetenzen im Bereich des Regelschulunterrichts aufbauen, damit ihnen der Einstieg ins HL-Studium möglichst reibungslos gelingt. Das Studienprogramm bietet dazu auch Individualisierungsmöglichkeiten, je nach Kompetenzprofil der Studierenden zu Studienbeginn.

Der eigentliche Quereinstieg umfasst 30 – 32 Creditpunkte (CP), dauert in der Regel ein Jahr und beansprucht während dieser Zeit ein Pensum von ungefähr 60%: Montag, Mittwoch und Donnerstag sind für das Studium zu reservieren, der Dienstag und der Freitag stehen für eine berufliche Tätigkeit oder familiäre Verpflichtungen zur Verfügung. Im Unterschied zum Masterstudiengang ist keine begleitende Berufstätigkeit vorgeschrieben.

Der Quereinstieg kann bei Bedarf auch auf 2 Jahre verlängert werden, wodurch sich die Belastung pro Studienjahr verringert. Im Anschluss an den Quereinstieg kann der Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik in Angriff genommen werden.

Das Studium ist sowohl für Personen, welche schon längere Zeit als Regelschullehrperson tätig waren, als auch für Personen ohne Regelschulerfahrung geeignet. Diesen unterschiedlichen Voraussetzungen soll mit zwei unterschiedlichen Studienprogrammen Rechnung getragen werden:

  • Studienprogramm «HQ ohne Regelschulerfahrung» (32 CP): Dieses Studienprogramm richtet sich an Studierende mit weniger als zwei Jahren Unterrichtspraxis in der Regelschule.
  • Studienprogramm «HQ mit Regelschulerfahrung» (30 CP): Studierende mit mindestens 2 Jahren (à je mindestens 50%) Unterrichtserfahrung in der Regelschule können auf eigenen Wunsch hin das Studienprogramm «HQ mit Regelschulerfahrung» absolvieren. Dieses bietet die Möglichkeit, einen Teil der Praktika im Rahmen der eigenen Regelschul-Anstellung zu absolvieren, ist etwas weniger umfangreich als das Studienprogramm ohne Regelschulerfahrung (30 statt 32 CP) und bietet noch mehr Flexibilisierungsmöglichkeiten in Bezug auf die Auswahl von Studieninhalten sowie die zeitliche Gestaltung des Studiums

Die Studiengangsleitung entscheidet über die Zuteilung.

Detaillierte Informationen zum Quereinstieg sind in der untenstehenden Publikation zu finden.

Detaillierte Informationen sind in folgedem Papier zu finden:


Anerkennung von Vorleistungen

Wie im PH-Ausbildungsreglement (Artikel 20) festgehalten, können einzelne Module erlassen werden, wenn sie gleichwertig zu erforderlichen Studienleistungen an der PH Luzern sind.

Hierfür gibt es zwei unterschiedliche Formulare:

  • Vorleistungen, die im Rahmen des Regelstudiums (Erwerb Lehrdiplom) erbracht wurden, werden im Regelfall nicht anerkannt. Diese Vorbildung wird in unserem Studiengang vorausgesetzt. Entsprechend wird darauf aufgebaut. Eine Ausnahme bildet hierbei einerseits ein allfälliges Spezialisierungsstudium im heilpädagogischen Bereich und andererseits das Modul «Wissenschaftlichen Arbeiten», welches bei ehemaligen PH-Studierenden in der Regel anerkannt wird.
  • Unsere Leistungsnachweise und Prüfungen beziehen sich auf ganze Hauptmodule. Prüfungen können nicht erlassen werden, Leistungsnachweise werden nur dann erlassen, wenn bei sämtlichen Teilmodulen, die mit dem Leistungsnachweis überprüft werden, aufgrund schon bestehender Kompetenzen die Präsenzpflicht erlassen wird. 
  • Liegen die erbrachten Vorleistungen mehr als 5 Jahre zurück, wird überprüft, ob die damals vermittelten Kenntnisse noch aktuell sind und/oder durch die Studierende / den Studierenden (z.B. durch entsprechende Weiterbildungen) aktualisiert worden sind.
  • Es gibt die Möglichkeit, ein Anerkennungsgesuch für einzelne Module (für die Anerkennung von 1 bis 2 Modulen) oder ein Gesuch um Anerkennung von umfangreichen Vorleistungen (für die Anerkennung von 3 oder mehr Modulen) zu stellen.
  • Für einige besonders häufige Vorbildungen unserer Studierenden wurde festgelegt, welche Vorleistungen anerkannt werden. Zu diesen Vorleistungen gehören Bachelor- und Masterarbeiten an einer Pädagogischen Hochschule oder Universität, das Spezialisierungsstudium «Heilpädagogik im Schulalltag» der PH Luzern, der CAS Integratives Lehren und Lernen der PH Luzern, das Bachelor-Studium «Sonderpädagogik» an der Universität Fribourg sowie eine zertifizierte Schulleiterausbildung. Detailinformationen hierzu finden sie auf dem Gesuch um Anerkennung von umfangreichen Vorleistungen.

Leider ist es uns nicht möglich, Unterlagen bereits vor einer Anmeldung zu sichten und genau anzugeben, welche Vorleistungen anerkannt werden. Ein Gesuch um Anerkennung von Vorleistungen kann erst eingereicht werden, wenn die definitive Aufnahme in den Studiengang erfolgt ist.

Das Gesuch ist wenn immer möglich 3 Wochen vor Semesterbeginn einzureichen. Ist dies nicht möglich, gilt der Termin vom 10. Oktober (für das Herbstsemester) beziehungsweise vom 10. April (für das Frühlingssemester).

 


Ziele

Schulische Heilpädagogen und Heilpädagoginnen müssen erworbenes Wissen und Können mit Blick auf besonderen Bildungsbedarf zielgerichtet, sach- und situationsgerecht umsetzen können und für die Anliegen ihrer Schüler/innen einstehen.

Um Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs in Schulischer Heilpädagogik (MA SHP) optimal auf ihr heilpädagogischesBerufsfeld vorzubereiten – insbesondere als IF-/IS-Lehrperson oder an einer heilpädagogischen Schule – wurden die Professionskompetenzen aus dem Referenzrahmen der PH Luzern mit Blick auf die Situation von Schulischen Heilpädagogen und Heilpädagoginnen konkretisiert.


Studienbereiche

Im Zentrum der Ausbildung stehen die Lernangebote. Sie finden in den Studienbereichen und Fächern des Studiengangs Schulische Heilpädagogik statt und tragen zum Aufbau der angezielten Professionskompetenzen bei.


Abschluss und Weiterbildung

Der Studienabschluss lautet: «Master of Arts PH Luzern in Special Needs Education». Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des Studiums erhalten zusätzlich den Titel: «Diplomierte Sonderpädagogin/diplomierter Sonderpädagoge (EDK) Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik».

Tätigkeitsfelder und Stufen

Abgängerinnen und Abgänger können in folgenden Arbeitsfeldern tätig sein:

  • Integrative Förderung in Regelklassen (IF-Lehrperson)
  • Integrierte Sonderschulung in Regelklassen (IS-Lehrperson)
  • Heilpädagogische Zentren/Heilpädagogische Schulen
  • Kleinklassen

Grundsätzlich können Abgängerinnen und Abgänger auf allen Stufen unterrichten. Weder das aktuell gültige PH-Ausbildungsreglement noch die einschlägigen EDK-Anerkennungsreglemente für die Masterausbildung in SHP unterscheiden nach verschiedenen Zielstufen. Diese Sachlage schliesst aber selbstverständlich nicht aus, dass kantonale Rechtserlasse oder Schulbehörden bei der Anstellung von SHP für die Sekundarstufe I, den Kindergarten oder die Primarstufe, zusätzlich eine Grundausbildung als entsprechende Lehrkraft voraussetzen.

Auch eine Tätigkeit im Bereich der Legasthenie-Therapie oder von «Deutsch als Zweitsprache» ist möglich:

Die Legasthenie-Therapie gehört zum Kerngeschäft von Schulischen Heilpädagoginnen/ Heilpädagogen. Die Thematik wird in vielen Modulen im MA SHP behandelt und Abgängerinnen und Abgänger bringen gute Kompetenzen mit, um in diesem Bereich erfolgreich zu unterrichten.

Das Thema «Deutsch als Zweitsprache» wird im Rahmen des Hauptmoduls «Heilpädagogische Förderbereiche» (Teilmodule «Mathematik und Sprache A-C» sowie «Deutsch als Zweitsprache») behandelt. Zusammen mit den übrigen Inhalten der SHP-Ausbildung stellt dies nach unserer Beurteilung eine gute Grundlage für eine DaZ-Tätigkeit dar.

Weiterbildung

Eine sinnvolle Weiterbildung muss individuell geplant werden. In erster Linie besteht das umfangreiche Weiterbildungsangebot der PH Luzern oder das Bildungsangebot anderer Institutionen. Eine gute Zusammenstellung bietet hierfür beispielsweise die entsprechende Website des Schweizer Zentrums für Heil- und Sonderpädagogik SZH.


Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Assistentin des Studiengangs.

Emil Lischer
Prof. Dr. phil.
Stv. Leiter Studiengang HP
Sentimatt 1
6003 Luzern
041 228 70 57
emil.lischer@phlu.ch
Portrait
Ersilia Marucci
Assistentin HP
Sentimatt 1
6003 Luzern
041 228 46 25
ersilia.marucci@phlu.ch
Portrait
Thomas Müller
MA
Studiengangsmanager HP
Sentimatt 1
6003 Luzern
041 228 53 89
thomas.mueller@phlu.ch
Portrait

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