Forschungs- und Entwicklungsprojekt: Achtsamkeitsbasiertes Training zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz von Lehrpersonen

Mit einer empirischen Studie wird die Wirksamkeit eines an der PH Luzern entwickelten achtsamkeitsbasierten Trainings für Lehrer-Studierende zur Förderung ihrer sozio-emotionalen Kompetenz und Selbstfürsorge überprüft.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Schule und Heterogenität
  • Sozio-emotionales Lernen
  • Schule und Heterogenität
  • Sozio-emotionales Lernen
Status
abgeschlossen
abgeschlossen
Zeitraum
01.10.2015 - 30.12.2016
01.10.2015 - 30.12.2016

Beschreibung

Die sozial-emotionale Kompetenz von Lehrpersonen gilt als wesentliche Voraussetzung zur Schaffung eines positiven Lernklimas und für den Umgang mit auffälligem Verhalten von Schülerinnen und Schülern. Wie lässt sich diese Professionskompetenz in Aus- und Weiterbildung aufbauen? Im Rahmen des Projektes wird ein wissenschaftlich fundiertes Konzept entwickelt und erprobt.

Als Grundlage für das Konzept dient der Ansatz der Achtsamkeit. Dieser Ansatz hat sich in Medizin und Psychologie seit den 1990er Jahren etabliert. Mehrere Metastudien belegen z.T. erhebliche Effekte von achtsamkeitsbasierten Interventionen. Das Konzept fokussiert auf die Stärkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung und fördert eine nicht-urteilende, empathische Haltung, die Relativierung der eigenen Perspektive sowie eine nicht-reaktive Orientierung (Emotionsregulation). Ergänzend zum Ansatz der Achtsamkeit wird im Konzept die videogestützte Situationsanalyse berücksichtigt. Diese Form der Analyse ermöglicht die fallbezogene und konkrete Reflexion von relevanten schwierigen Situationen im Unterricht. 

Da besonders Situationen im Zusammenhang mit Klassenführung und Umgang mit auffälligem Verhalten für Lehrpersonen eine oft stark emotionale Seite haben, bildet die auf der Gestaltberatung basierende selbstexplorativ-imaginative Situationsanalyse die dritte Säule des Trainingskonzeptes. Diese ermöglicht den Lehrpersonen, erlebte problematische Unterrichtssituationen imaginativ zu aktualisieren und dabei die eigene emotionale und sich häufig körperlich ausdrückende Perspektive wahrzunehmen. Die Kombination der drei Elemente soll eine Reflexion von Haltungen ebenso wie von praktischem Handeln der Lehrperson in Unterrichtssituationen ermöglichen. 

Die zwei Teilprojekte:

  • Pilotstudie zu Nutzen und Umsetzbarkeit des Trainings für den Unterricht aus Sicht der teilnehmenden Studierenden und Erstellung eines Trainingsmanuals.
    • Gefördert durch den Forschungsfonds der PH Luzern
    • Laufzeit: Januar 2013 bis September 2015
  • Quantitative Untersuchung der Wirksamkeit des Trainings bei angehenden Lehrpersonen mittels eines Vergleichs- und Kontrollgruppendesigns.
    • Gefördert durch die Stiftung Hans und Suzanne Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie
    • Laufzeit: Oktober 2015 bis September 2016

Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Schule und Heterogenität
Institut für Schule und Heterogenität
Finanzierungstyp
Private / Stiftungen
Private / Stiftungen
Externe Projektfinanzierer

Beteiligte Personen

Intern


Publikationen & Vorträge

Vogel, D. (2019). Achtsamkeit in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung? Ein Überblick zum Forschungsstand und Ergebnisse eigener Forschung. In D. Vogel & U. Frischknecht-Tobler (Hrsg.), Achtsamkeit in Schule und Bildung. (S. 225-243). Bern: hep Verlag.

Vogel, D. (2016). Achtsamkeit in Kindergarten und Schule. Pädagogische Beziehungen achtsam gestalten. 4-8 Fachzeitschrift für Kindergarten und Unterstufe.(3), 38-39.

Vogel, D., Bächler, H. & Zschaber Conrad, T. (2016). Gesundheit im Lehrberuf. Luzern: Pädagogische Hochschule Luzern.

Vogel, D. (2016). In der Ruhe liegt die Kraft. Achtsamkeit im täglichen Umgang mit Kindern. Kindergarten heute.(1), 18-22.

Vogel, D. (2016). Achtsamkeit in der Schule? Pädagogische Beziehungen gestalten und zur mir Sorge tragen. Die neue Schulpraxis.(6/7), 4-7.


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