Heilpädagogik

Schulklassen sind vielfältig: Lernende unterscheiden sich in ihren sozialen und sprachlichen Hintergründen sowie ihren Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen. Die Heilpädagogik beschäftigt sich mit den daraus entstehenden Herausforderungen, insbesondere mit Lernschwierigkeiten, Behinderungen und herausforderndem Verhalten. Die PH Luzern fördert mit Angeboten in Aus- und Weiterbildung sowie in Forschung und Entwicklung einen diversitätssensiblen und inklusiven Unterricht. 

Übersicht

Schulklassen sind vielfältig zusammengesetzt: Lehrpersonen unterrichten Lernende mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen, Bildungserfahrungen, Erstsprachen, Stärken und Schwächen sowie je nach Klassenzusammensetzung auch Lernende mit unterschiedlichen Behinderungen. Diese Vielfalt gilt es beim Unterrichten zu berücksichtigen.

Die Heilpädagogik beschäftigt sich mit einem solchen diversitätssensiblen Unterricht. Sie befasst sich insbesondere mit unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen sowie mit den Herausforderungen, die sich daraus für den Unterricht ergeben können. Dazu gehören beispielsweise Lernschwierigkeiten, Behinderungen und herausforderndem Verhalten.

Die PH Luzern bietet in Aus- und Weiterbildung verschiedene, aufeinander abgestimmte Studienangebote. Sie ermöglichen es, auf unterschiedlichen Wegen Kompetenzen für einen diversitätssensiblen und inklusiven Unterricht aufzubauen. Auch in Forschung und Entwicklung leistet die Heilpädagogik einen wichtigen Beitrag.


Studium

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik befähigt ausgebildete Lehrpersonen dazu, in integrativen und separativen Settings Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und/oder Behinderungen zu unterrichten, zu begleiten und zu fördern.

Der dreijährige Studiengang an der PH Luzern legt grosses Gewicht auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis, eine persönliche Begleitung sowie die Möglichkeit der individuellen Profilbildung. Online-gestützte Lernangebote unterstützen den Wissensaufbau im Selbststudium, die Präsenzzeit (nur 1 Tag pro Woche) wird genutzt, um das Wissen in Kooperation mit Studierenden und Dozierenden zu verarbeiten und auf die eigene Praxissituation anzuwenden. Kleine, konstant bleibende Mentoratsgruppen mit praxiserprobten Mentoratspersonen unterstützen diesen Prozess.

Dabei haben die Studierenden auch viel Flexibilität, was die Ausgestaltung ihres Studiums betrifft: Die insgesamt 96 Präsenztage sind von Beginn weg transparent, das Selbststudium kann beliebig auf die Woche verteilt werden, und bei Bedarf kann das Studium auch verlängert werden, um Studium, Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können.

Kontakt

Von Sekundarlehrpersonen werden zunehmend heilpädagogische Kompetenzen verbunden mit einer vertiefteren fachdidaktischen Auseinandersetzung gefordert. Das Profil Heilpädagogik zielt auf den Kompetenzerwerb der Studierenden für das Tätigkeitsfeld Integrative Förderung bzw. das sonderpädagogische Grundangebot in der Volksschule ab. Das Studium mit Profil Heilpädagogik befähigt Bildungs- und Erziehungsprozesse von Jugendlichen mit besonderen Lernausgangsbedingungen zu gestalten und unterrichtsbezogene Aufgaben in Regelklassen der Sekundarstufe I zu übernehmen.

Nebst dem Studium von drei Unterrichtsfächern der Sekundarstufe I findet eine Vertiefung in Schulischer Heilpädagogik statt:

  • Auseinandersetzung mit psychologischen, pädagogischen, fachdidaktischen und behinderungsspezifischen Aspekten
  • Absolvieren von Praxiseinsätzen in der Integrativen Förderung
  • Kennenlernen von heilpädagogischen, unterrichtsbezogenen Handlungsfeldern in einem erweiterten Kontext

Kontakt


Heilpädagogik: flexibler Studienweg

Der Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik, der Regelstudiengang SEK I mit Profil Heilpädagogik und die Weiterbildung Master of Advanced Studies in Integrativer Förderung ermöglichen untereinander flexible Übergänge. Grundlage dafür bietet ein gemeinsames Kerncurriculum.


Weiterbildungsangebote

Die gesellschaftliche Bedeutung der schulischen Integration ist enorm und die damit einhergehenden Fragen komplex. Im Weiterbildungsmaster Integrative Förderung (MAS IF) setzen Sie sich intensiv damit auseinander, wie echte Integration von Schüler*innen mit unterschiedlichen Bedürfnissen erfolgreich umgesetzt werden kann. Der MAS qualifiziert Sie als IF-Lehrperson und ermöglicht Ihnen, einen professionellen Beitrag zur Gestaltung einer integrativen Schule zu leisten.


Forschung und Entwicklung

Neben seiner Forschungstätigkeit unterstützt und begleitet das IDB Schulen und kantonale Bildungsbehörden bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Konzepten und Massnahmen im sonderpädagogischen Bereich. Dabei verfügt es über ausgewiesene Expertise in unterschiedlichen Themenfeldern, beispielsweise bei der Gestaltung und Implementierung förderdiagnostischer Prozesse, der Anwendung der ICF sowie der konkreten Unterstützung von Schulteams bei der Gestaltung inklusiver Bildungsprozesse. Gerne bringt das IDB seine fachlichen Kompetenzen auch bei weiteren Fragestellungen rund um Sonderpädagogik, schulische Integration und inklusive Bildung ein. Es ist offen für den fachlichen Austausch und die gemeinsame Entwicklung bedarfsgerechter Lösungen.

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