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Movetia unterstützt die PH Luzern in der Weiterführung ihrer erfolgreichen Kooperationen im In- und Ausland und fördert dabei die internationalen Projekte «CLIL LAB: Learning through Authentic Materials and Best Practice» sowie «Politische Bildung als transversaler Unterrichtsbereich an Gymnasien» mit je CHF 100'000.
Das Projekt «CLIL LAB: Learning through Authentic materials and Best practice» entwickelt und erprobt sprachsensible CLIL-Unterrichtseinheiten für den Fremdsprachenunterricht auf der Primarstufe in den Zielsprachen Deutsch, Französisch und Englisch. Mit CLIL ist bilingualer Unterricht gemeint, das sind im Wesentlichen Lernsequenzen, in denen die Lernenden sowohl fremdsprachliche als auch sachfachinhaltliche Kompetenzen erwerben.
Lehrpersonen aus der Deutsch- und Westschweiz sowie aus England arbeiten in diesem Projekt eng zusammen: Sie sammeln authentische Lehr- und Lernmaterialien, entwickeln daraus praxistaugliche CLIL-Unterrichtseinheiten und evaluieren diese gemeinsam. Die Materialien werden in Schulen erprobt, optimiert und anschliessend über zebis.ch kostenlos zugänglich gemacht. Ziel ist, die Umsetzung von bilingualem Unterricht nachhaltig in den verschiedenen Sprachregionen zu fördern und «Best Practice»-Umsetzungsbeispiele auch für die Ausbildung von Lehrpersonen videografisch zu dokumentieren. Neben den zwei Projektleiterinnen der PH Luzern, Mirjam Schnyder und Silvia Frank, unterstützt auch Katja Schwemmer, Junior Professorin der PH Heidelberg, das Projekt mit ihrem Fachwissen.
Das Projekt «Politische Bildung als transversaler Unterrichtsbereich an Gymnasien» untersucht, welchen Beitrag Fachlehrpersonen zur Umsetzung politischer Bildung an Gymnasien leisten können. Im Zentrum steht der neue Rahmenlehrplan für gymnasiale Maturitätsschulen, der politische Bildung als transversalen Unterrichtsbereich vorsieht.
Dozierende und Lehrpersonen der PH Luzern, der Ecole normale supérieure (ENS) de l'Université de Yaoundé I, des Lycée de Ngoa Ekelle in Kamerun sowie der Kantonsschulen Schüpfheim / Gymnasium Plus und Obwalden entwickeln, erproben und implementieren gemeinsam eine Toolbox für die Aus- und Weiterbildung von Gymnasiallehrpersonen.
Dabei werden Synergien mit bestehenden Projekten genutzt. Erste Erkenntnisse stammen aus dem Innovationspoolprojekt zu politischer Bildung auf der Sekundarstufe II. Ergänzend fliessen Ergebnisse eines explorativen Forschungsprojekts ein, das gemeinsam mit der ENS in Yaoundé durchgeführt und vom Leading House Africa mit CHF 37'100 unterstützt wird.
Das Projekt ist angesiedelt im Umfeld des UNESCO-Lehrstuhls für Didaktik der Nachhaltigkeitswissenschaft und politische Bildung und wird von Stefanie Rinaldi, Jeannette Wick und Regula Grob geleitet. Fachlich unterstützt wird das Projektteam durch Sonia Castro (SUPSI, La Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana) und Nadine Fink (HEP Vaud).