Tea2C – Empowering Teachers Through Collaboration?

In einer zunehmend komplexen und sich stetig verändernden Gesellschaft stellt die Qualität der Bildung einen zentralen Wert dar. Lehrpersonen als wesentliche Gestalterinnen und Gestalter der Bildungsqualität bilden daher ein wichtiges Fundament. In den vergangenen Jahren sind die Erwartungen und Anforderungen an Lehrpersonen stetig gestiegen, und sie sehen sich einer Vielzahl unterschiedlicher Herausforderungen gegenüber.

Übersicht

Die Zusammenarbeit von Lehrpersonen sowie deren Bedingungen und Gestaltung sind von zentraler Bedeutung, damit Lehrpersonen gemeinsam die steigenden Anforderungen und komplexen Herausforderungen ihres Berufsalltags erfolgreich meistern können.

Bisherige Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Zusammenarbeit positive Effekte auf die Lehrpersonen, die Schülerinnen und Schüler sowie auf die Schule als Organisation haben kann. Kooperation kann aber auch negative Auswirkungen haben, die vor allem die Lehrpersonen betreffen, wie beispielsweise ein erhöhtes Stresserleben oder eine höhere Arbeitslast. Die Studie untersucht, inwiefern professionelle Zusammenarbeit Lehrpersonen stärken kann, mit erhöhten Anforderungen umzugehen, flexibel auf Herausforderungen zu reagieren, ihre berufliche Weiterentwicklung zu fördern und das erlebte Stressniveau zu senken. Dabei werden Bedingungen und Modalitäten der Zusammenarbeit identifiziert, die Lehrpersonen unterstützen, mit komplexen beruflichen Herausforderungen umzugehen und sich dabei zu professionalisieren.


Was untersuchen wir?

Wir untersuchen und identifizieren Bedingungen und die spezifische Gestaltung der Zusammenarbeit, die Lehrpersonen dabei unterstützen, mit erhöhten Anforderungen und komplexen beruflichen Herausforderungen umzugehen.

Im Zentrum stehen folgende Fragen:

  1. Unter welchen Bedingungen und mit welchen Modalitäten der Zusammenarbeit gelingt es Lehrpersonen, steigenden Anforderungen und komplexe Herausforderungen effektiv zu begegnen?
     
  2. Wie erklären Lehrpersonen, in welcher Weise Zusammenarbeit sie in ihrer Professionalisierung unterstützt oder behindert?


Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen lässt sich aufzeigen, welche Bedingungen und Modalitäten der Zusammenarbeit pädagogisches Fachpersonal befähigen, Herausforderungen im Schulalltag besser zu meistern und somit den Stress zu reduzieren. Zudem können wir die Rahmenbedingungen besser verstehen, unter denen während der Zusammenarbeit eine professionelle Weiterentwicklung stattfindet.


Wer nimmt teil?

An dieser Studie können drei bis vier mittlere bis grosse Schulgemeinden der Deutschschweiz mit ihren Primarschulen teilnehmen. Befragt wird das pädagogische Personal bestehend aus Schulleitungen, Klassenlehrpersonen, Fachlehrpersonen und Lehrpersonen für Sonderpädagogik vom Kindergarten bis zur 6. Klasse (Zyklus 1 und 2).


Wie gehen wir vor?

Das pädagogische Personal der teilnehmenden Schulgemeinden wird zu vier Zeitpunkten innerhalb der Schuljahre 2025/26 und 2026/27 eingeladen, einen Fragebogen auszufüllen und während jeweils 6 Tagen ihre Zusammenarbeit via App einzutragen. Basierend auf diesen Daten werden Interviews mit 9-12 ausgewählten Teilnehmenden der gesamten Studie durchgeführt, um vertiefte Informationen zu ihren individuellen Kooperationen zu erhalten. Wir nutzen damit soziale Netzwerk- und Eventsampling-Daten sowie standardisierte Befragungen und Interviews.

Zeitaufwand

Erhebung

Erhebung

Zeitaufwand

Zeitaufwand

4 x Online-Befragung zu Bedingungen und Wirkungen der Kooperation

4 x Online-Befragung zu Bedingungen und Wirkungen der Kooperation

20 Minuten pro Fragebogen

20 Minuten pro Fragebogen

4 x eine Woche Tagebucheinträge zur Häufigkeit und Gestaltung der Kooperation (App-basiert)

4 x eine Woche Tagebucheinträge zur Häufigkeit und Gestaltung der Kooperation (App-basiert)

0 – 10 Minuten pro Tag

0 – 10 Minuten pro Tag

Interviews mit 9-12 Teilnehmenden (freiwillig)

Interviews mit 9-12 Teilnehmenden (freiwillig)

45 Minuten

45 Minuten

Zeitplan

Schuljahr 2025/2026

Schuljahr 2026/2027


Weshalb lohnt sich eine Teilnahme?

Aus den Analysen der unterschiedlichen Daten wird ein professionelles Rahmenmodell entwickelt. Das Modell kann Lehrpersonen als wichtiger Bezugspunkt für die Gestaltung ihrer Kooperation dienen und sie in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen. Es kann auch Schulleitenden in ihren Bestrebungen helfen, die Bedingungen für die Zusammenarbeit zu verbessern und dadurch das Stresslevel von Lehrpersonen zu reduzieren.

Alle teilnehmenden Schulgemeinden werden, nach Abschluss der Datenerhebung und -analyse, eine auf ihre Daten zugeschnittene Beratung erhalten. Diese Beratung zielt darauf ab, die Bedingungen und Modalitäten der Zusammenarbeit zu stärken, sodass sich die Lehrpersonen professionalisieren und die Herausforderungen im Schulalltag besser meistern können.


Unser Team

Das Projektteam stellt sich aus Expert*innen der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz, der Universität Zürich, der University of California, der University of Birmingham und der PH Heidelberg zusammen.

Projektleitung

Projektmitarbeit


Kontakt

Sie erreichen uns am besten via E-Mail:


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