Mathematik

Mathematik ist die Wissenschaft von Mustern. Ausgangspunkt eines guten Mathematikunterrichts ist das individuelle Verstehen der Kinder und Jugendlichen, welche in angeleiteten Lernprozessen Gesetzmässigkeiten von Zahlen und Zahloperationen, Figuren und ihren Eigenschaften erkunden.

Übersicht

Um Mathematik kompetenzorientiert unterrichten zu können, ist eine fundierte Kenntnis des Fachs und seiner Inhalte und Methoden notwendig. Nur eine solide fachwissenschaftliche Verankerung schafft die Voraussetzungen für einen ebenso ansprechenden wie anspruchsvollen Unterricht.

Fachliche Kompetenz wirkt im Unterricht jedoch nicht aus sich alleine. Insbesondere dann nicht, wenn das Fachstudium nur kumulativ, als Abfolge unverbundener Themengebiete durchlaufen wird. Stattdessen ist Mathematik als Unterrichtsfach durch die Beobachtung und Erforschung spezifischer Lernprozesse zu studieren.

Die fachliche und fachdidaktische Ausbildung an der PH Luzern sind daher verzahnt. 


Studium

Das Studium leitet zum Erwerb grundlegender fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Kompetenzen an und zielt auf eine theoriegestützte und praxisnahe Ausbildung, die der Mehrschichtigkeit des Mathematiklehrens und -lernens umfassend Rechnung trägt.

Mathematikunterricht auf Kindergarten- und Unterstufe möchte Kindern einen Zugang zum Fach ermöglichen, in dem man vorhandenes Wissen mit neuen Erkenntnissen verknüpft und so für einen vernetzten kognitiven Aufbau sorgt. Mathematische Tätigkeiten wie Messen, Vergleichen, Sortieren, Ordnen und Beobachten oder Erforschen von Mustern und Gesetzmässigkeiten initiieren und unterstützen nachhaltige Lernprozesse.

Im Zentrum des Mathematikunterrichts der Primarstufe steht der Aufbau des Zahlenraums bis eine Million und seiner Grundoperationen. Das schliesst auch Bruchzahlen mit ein. Die Kinder lernen zudem mit geometrischen Objekten operieren und setzen sich mit Sachsituationen auseinander. Ihre Sprache in der Erforschung von Mustern und Gesetzmässigkeiten ist der Ausgangspunkt im Lernprozess. Diese wird im Laufe der Zeit immer weiter ausdifferenziert.

Im Mathematikunterricht auf der Sekundarstufe I (S1) steht die kompetenzorientierte Auseinandersetzung gemäss den Vorgaben des «Lehrplan 21» im Mittelpunkt. Das Bachelorstudium legt dazu die fachlichen und fachdidaktischen Grundlagen. Im Masterstudium liegt der Fokus auf dem Modellcharakter der Mathematik und der Analyse von Lehrmitteln und Unterricht.

Der gymnasiale Mathematikunterricht schafft die Grundlagen, Fertigkeiten und Haltungen für eine akademische Berufsbildung, in der mathematische Denkweisen und Werkzeuge unverzichtbar sind. Mit dem Lehrdiplom Mathematik für Maturitätsschulen erwerben angehende Lehrpersonen die Befähigung, ihre Schülerinnen und Schüler sach- und kompetenzorientiert zu unterrichten.

Spezialisierungsstudium

Mathematik ist ein integraler Bestandteil des Spezialisierungsstudiums «Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik» (MINT).

Vorbereitungskurs

Zugang zu den Studiengängen der PH Luzern für Personen ohne eidgenössischen Maturitätsabschluss. Je nach Vorbildung wird eine Eintrittsprüfung in Mathematik verlangt (Vorbereitungskurs). 


Forschung

Neben einzelnen, kleineren Forschungsprojekten stehen im Fach Mathematik die Organisation von und Teilnahme an nationalen und internationalen Tagungen, vor allem aber die Mitarbeit an Lehrmittelentwicklungen im Mittelpunkt. Dozierende im Fach Mathematik arbeiteten sowohl am «Schweizer Zahlenbuch» und dem «mathbuch» mit, zwei innovativen Lehrmitteln für den Mathematikunterricht auf der Primar- bzw. Sekundarstufe, als auch an der «mathwelt», einem Lehrmittel, das auf altersdurchmischtes Lernen setzt (erscheint in 2018).

Weiterbildung


Kontakt


spacer