Design und Technik 
(LP21: Textiles und Technisches Gestalten)
 

Die Ausbildung in Design und Technik umfasst Grundlagenwissen aus Technik, Textilgestaltung, Produktdesign und den Aufbau von gestalterischem wie handwerklichem Können in den verschiedenen Materialbereichen.

Übersicht

Der Unterricht in Design und Technik soll die Kinder und Jugendlichen dazu führen, ihre Ideen zu vergegenständlichen. Dazu werden sie im Unterricht befähigt, indem sie Ideen entwickeln, Materialien kennenlernen und zu deren Verarbeitung angeleitet werden. Sie lernen, Arbeitsschritte zu planen und diese selbständig umzusetzen.

Gestalten im textilen und technischen Bereich heisst, dass Aufgaben mit allen Materialien gelöst werden können: mit Textilien, Metall, Holz oder Kunststoff, mit flächigen, plastischen und linearen Materialien. Die Freude der Kinder und Jugendlichen, ihr Lernen im wahrsten Sinn des Wortes in die Hand zu nehmen, wird damit geweckt und gefördert. 


Studium

Das Studium in Design und Technik befähigt die Studierenden dazu, das Fach Textiles und Technisches Gestalten in der Volksschule zu unterrichten. Es umfasst Grundlagenwissen und den Aufbau von gestalterischen wie handwerklichen Kompetenzen. Über die persönliche Auseinandersetzung auf praktischer und theoretischer Ebene wird die Voraussetzung für die fachdidaktische Praxis gelegt und Interesse für interdisziplinäre Kontexte des Faches geweckt. 

Stufenausbildungen

Der Studiengang Kindergarten - Unterstufe bildet Lehrpersonen für den Kindergarten und die 1. bis 2. Klasse der Primarstufe aus. Design & Technik kann in diesem Studiengang nicht als separates Fach studiert werden. Zusammen mit Kunst & Bild wird das Fach unter der Bezeichnung Design & Kunst geführt und umfasst die Befähigung für alle Teilbereiche der beiden Fächer.

Einblicke ins Studium

kleine Welt

Kleine Welt – Grundjahr

Im Grundjahr werden breitgefächerte, handwerkliche Kompetenzen aufgebaut, dabei entstehen «Kleine Welten» und Wahrnehmungsspiele, die auf der Zielstufe eingesetzt werden können.

FüM

FüM Figurenspiel

Gemeinsam mit dem Fach Deutsch werden fächerübergreifend Figuren, Geschichten und Kulissen entwickelt. Anschliessend wird das Stück vor Kindern aufgeführt.

Unterrichtsmaterialien und Literatur

  • Antili, Karin. Streule, Beatrice (2018). Verflixt und zugenäht. Ringbuch für Schülerinnen und Schüler sowie Kommentar für Lehrpersonen. St. Gallen: Lehrmittelverlag.
    Ergänzend zu Print: Download Basic und Download Plus
  • Autorenteam (2002). Fadenflip 1. Textile Techniken und Textilkunde. Luzern: Kant. Lehrmittelverlag
  • Gaus, Elisabeth. Homberger, Ursula. Morawietz, Anja (2014). Himmelhoch & Türkisblau. Bern: Schulverlag Plus
  • Stuber, Thomas, Wyss Barbara et al (2020). Technik und Design. Zyklus 1. Bern: hep verlag
  • Weber, K. (2007). Werkweiser 1. Handbuch für technisches und textiles Gestalten. KG bis 2. Schuljahr.  Schulverlag plus

Das Studium im Fachbereich Design und Technik Primarstufe qualifiziert für das Unterrichten von Textilem und Technischem Gestalten von der 1. bis zur 6. Klasse.

Einblicke ins Studium

Filzfiguren fachübergreifend denken – Grundjahr

Ausgehend von einer Kinderzeichnung entwickeln PS Studierende eine Figur mit verschiedenen Zyklus 1 gerechten Verfahren. Ergänzend dazu wird exemplarisch ein Beispiel erarbeitet, wie die Figur fachübergreifend in den Unterricht eingebunden werden kann. Die Abbildungen zeigen fachübergreifende Ansätze zu Deutsch, Ethik und Religion, sowie zu Kunst und Bild. Es sind Steckbriefe, Kurzgeschichten und Bilder zu möglichen Lebensräumen entstanden. 

Technikphänomene untersuchen – 2. Studienjahr

Nach intensiver Auseinandersetzung mit technischen Phänomenen und neu aufgebauter fachwissenschaftlicher Kompetenzen wird ein individuelles technisch ausgerichtetes Produkt gestaltet.

 Unterrichtsmaterialien und Literatur

  • Antili, Karin. Streule, Beatrice (2018). Verflixt und zugenäht. Ringbuch für Schülerinnen und Schüler sowie Kommentar für Lehrpersonen. St. Gallen: Lehrmittelverlag.
    Ergänzend zu Print: Download Basic und Download Plus
  • Autorenteam (2002). Fadenflip 1. Textile Techniken und Textilkunde. Luzern: Kant. Lehrmittelverlag
  • Fachzeitschrift Werkspuren: www.werken.ch
  • Stuber, T (2015). Werkweiser 2. Handbuch für technisches und textiles Gestalten. 3.bis 6. Schuljahr. Schulverlag plus
  • Stuber, Thomas. et al (2016+ ). Technik und Design. Bern: hep verlag
    Ergänzend zu Print: tud.ch und tud-App
  • Weber, K. (2007). Werkweiser 1. Handbuch für technisches und textiles Gestalten. KG bis 2. Schuljahr.  Schulverlag plus

Das Studium im Fachbereich Design und Technik Sekundarstufe I qualifiziert für das Unterrichten von Textilem und Technischem Gestalten von der 1. bis zur 3. Sekundarstufe I.

Einblicke ins Studium

Projekte DT 07.02 S1 H21 Masterabschluss

Im Studiengang Design und Technik entwickelten Studierende interdisziplinäre Unterrichtskonzepte und führten diese an schulischen oder ausserschulischen Orten als Workshops durch. Zielsetzung war es, die spezifischen Qualitäten im Unterrichtsfach Textiles und Technisches Gestalten (TTG) zu verstehen und druch den bewussten Einsatz von interdisziplinären Bezügen das professionelle Handeln im Unterricht weiterzuentwickeln.

Upcycling alte Trachten. Dieses interdisziplinäre Projekt verbindet die Geschichte der Trachten Eurasiens mit dem textilen Verfahren ‘Sticken’. Historische Stickereien auf Trachten wurden untersucht auf ihre Bedeutung, Positionierung, Motive und regionale Traditionen. Vom historischen Wissen der Literaturrecherche inspiriert, entstanden im Rahmen von Upcycling moderne Stickereien auf alten Kleidern, sowie eine originelle, bestickte Veste, die aus einer ungarischen und einer sibirischen Tracht adaptiert wurde. Textile Geschichte konnte dadurch sichtbar und lebendig gemacht werden.

Thomas Wild 

Fliegenfischen – Die Natur verstehen. In einem interdisziplinären Projekt wird die komplexe Thematik des Fliegenfischens entdeckt, erfahren, erforscht, ertastet – erlebt. Der Lebensraum der einheimischen Fischarten und deren Bedingungen, damit sie existieren können, wird untersucht. Wichtige naturwissenschaftliche Erkenntnisse fliessen in die Produktplanung mit ein und es entstehen Insektenimitationen in verschiedensten Farben, Formen und Grössen. Egal ob Maifliege, Köcherfliege, Steinfliege, Zuckmücke, Bachflohkrebs und viele weitere - alles ist möglich zu imitieren. Umso detaillierter und realistischer eine Insektenimitation entsteht, desto grösser ist die Chance für einen Fangerfolg. Tauche ein in die Faszination des Fliegenfischens und binde deine eigenen Fliegen. - Petri Heil!

Dominik Stocker

Alte Textilien zu neuem Leben erwecken. Eine mögliche Reaktion auf Fast Fashion. Die Textilindustrie boomt: Kleider werden billiger, Kleider geben Identität und Shoppen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Doch der Textilkonsum hat viele negative Auswirkungen, sowohl auf Menschen als auch auf die Umwelt. Im Workshop ging es darum, herauszufinden, welche Probleme die Textilindustrie mit sich bringt und was man dagegen tun kann. Die Teilnehmerinnen konnten die Methode des Upcyclings, als eine mögliche Reaktion auf Fast Fashion, praktisch anwenden.

Larissa Schmid

Altes Handwerk - Flechten. Nach einem Rückblick in die Geschichte der Verpackungs- und Transporthülsen sowie des alten Handwerkes, wurden die Lernenden der 3./4. Primar aktiv und formten selbst Fantasieobjekte aus Modellierballons und umwickelten sie mit Leimschnur. Die Umwickelung ist eine sehr einfache Form eines Geflechts. Als Vertiefung des Handwerks flochten die Lernenden Zeitungsröllchen zu einem Korb. Zum Abschluss wurde das Handwerk Flechten in der Gegenwart und Zukunft betrachtet.

Petra Müller & Eliane Niederberger

PET-Schmuck. PET-Flaschen können durch unterschiedliche Werkzeuge, wie dem Heissluftföhn oder dem Lötkolben, thermisch verformt werden. Dabei entstehen organische Formen, welche sich mithilfe von Split-Ringen und Ohrsteckern zu Schmuckanhängern verarbeiten lassen. Am Aspekt der thermischen Verformung lassen sich Themen aus dem NT-Bereich, wie die Eigenschaften von Stoffen und das Teilchenmodell, anknüpfen. Zudem bietet es sich an, den PET-Kreislauf zu thematisieren und Aspekte von nachhaltiger Produktion zu reflektieren.

Michel von Känel

Schule (mit-)gestalten. Es ist eine Herausforderung, zeitgemässe und zukunftsgewandte Pädagogik in einem historischen Schulhaus umzusetzen. Umso mehr lohnt sich der Blick auf die Elemente, die in unserem Handlungsspielraum liegen. Im Fall meiner Schule waren es die Beschilderung und das Willkommen-heissen. Wir näherten uns dem Raum auf forschende Weise und entwickelten sowohl schriftliche wie auch bildliche Orientierungshilfen. Diese sind auch ein Mittel, um über Sprachgrenzen kommunizieren zu können und offene Schulhauskultur sichtbar zu machen. 

Magdalena Kästner

Natürlich gefärbt. Kleider sind heutzutage kein Luxusgut mehr. Fast Fashion ist schnell erhältlich. Was kann man dagegen unternehmen? Alte Kleider sammeln und neu einfärben? Wieso nicht.  - Natürlich färben heisst, auf chemische Mittel zu verzichten. Mit Rotkohl, Curry und Avocado wurden je ein Farbbad erstellt. Nun hiess es, die T-Shirts mit Schnur bereit machen zum Färben. Im zweiten Teil wurden die T-Shirts zu einem Raumtrenner verarbeitet. Die T-Shirts wurden in einzelne Teile zerschnitten und dann von Hand zusammengenäht. So ergab es ein grosses Mosaikbild. Nun noch die Stoffe über die Holzrähme spannen und mit Bostitchen fixieren.  

Robson Zoë & Häfliger Mirjam

Das Windrad - es dreht und dreht! Am 28.10.2021 weht ein frischer Wind in der 3B der MPS Unteriberg: Zwei PHLU-Studierende führen einen Workshop zum Thema Windrad durch. Dabei werden die Lernenden für vier Lektionen selbst zu Konstrukteur*innen von Windrädern und messen sich danach vor dem Ventilator. In den letzten beiden Lektionen, welche eine Woche später stattfinden, werden sie zu Expert*innen und beurteilen die Vor- und Nachteile von Windrädern zur Energiegewinnung.

Fabian Bircher & Christiane Haeffner

Wirkungsvolle Flächengestaltung

Im Modul Fläche und Hülle entwickelten die Studierenden im Themenfeld  Bau-/ Wohnbereich eine wirkungsvolle Fläche zu einem selber definierten Thema. Sie gehen dabei folgenden Fragen nach: Was inspiriert mich? Welche Motive sprechen mich an? Wie entstehen Muster? Wie wirken unterschiedliche Farbkombinationen?

Interdisziplinäre Workshops

In ihren Abschlussprojekten haben Masterstudierende interdisziplinäre Aktionen konzeptioniert, durchgeführt und evaluiert. Die Projekte zeigten Schnittstellen zu verschiedenen Fächern auf (u.a. MINT, MI, NT, RZG, WAH) und wurden an selbstgewählten Orten und mit verschiedenen Zielgruppen durchgeführt. Die Prozesse wurden im Rahmen des Forschungsprojektes Designprozess+ reflektiert.

 Unterrichtsmaterialien und Literatur

  • Autorenteam (2002) Fadenflip 1 und 2.Textile Techniken und Textilkunde. Luzern: Kant. Lehrmittelverlag
  • Autorenteam (2013). Textilart. Textiles Gestalten für die Oberstufe. St. Gallen: Lehrmittelverlag. Ergänzend zu Print: Download Basic und Download Plus (2021+)
  • Autorenteam (2014). Werkweiser 3 Handbuch für technisches und textiles Gestalten. 7.bis 9. Schuljahr Schulverlag plus
  • Antili, Karin. Streule, Beatrice (2018). Verflixt und zugenäht. Ringbuch für Schülerinnen und Schüler sowie Kommentar für Lehrpersonen. St. Gallen: Lehrmittelverlag.
    Ergänzend zu den Papierausgaben: Download Basic und Download Plus
  • Fachzeitschrift Werkspuren: www.werken.ch
  • Stuber, Thomas. et al (2016+ ). Technik und Design. Bern: hep verlag
    Ergänzend zu Print: tud.ch und tud-App

Spezialisierungsstudium 

Das zum grössten Teil in Blockwochen organisierte Spezialisierungsstudium Design und Technik ermöglicht eine vielseitige und fachwissenschaftlich ausgerichtete Vertiefung in die Welt der Produktegestaltung.

Material erforschen: Blockwoche Herbst 2019

Recherchierend, erforschend, entdeckend, praktisch arbeitend und dokumentierend  gingen die Studierenden einem gewählten Werkstoff auf den Grund und gewannen spannende Kenntnisse über Materialgruppe, Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten. Auch der Besuch und die Führung im Materialarchiv des Gewerbemuseums in Winterthur und im Atelier der Materialdesignerin Cornelia Gassler an der HSLU – D&K  wurde als wertvolle Ergänzung geschätzt.


Forschung und Innovation

Designprozess + entwickelt interdisziplinäre Lehrveranstaltungen des Fachbereichs Design & Technik und erforscht dessen Mehrwert.

Eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Volksschule ist eine wesentliche Gelingensbedingung für eine gute Lehrpersonenbildung. Die Impulsgruppen dienen dem Aufbau von Netzwerken zwischen den beiden Feldern und tragen zur Unterrichtsentwicklung bei, indem praktisches Erfahrungswissen und wissenschaftliche Expertise zusammengeführt werden.

Learning Environment Applikations (LEA) ist ein internationals Projekt, das eine kooperative und partizipative Lernraumentwicklung auf der Ebene der Hochschule, der Ausbildung und in der beruflichen Praxis verfolgt. Das Projekt wird von der Stiftung Movetia gefördert.

Im Fach Design und Technik werden Lehrveranstaltungskonzepte mit Videovignetten zum Umgang mit Schülerinnen- und Schülervorstellungen im Textilen Gestalten entwickelt. Die Stiftung Movetia unterstützt diese Beteiligung am Erasmus+ - Projekt VidNuT


Weiterbildung


Treffpunkte

Im Modul «Idee - Wirkung» des PHLU Studienganges «Design und Technik» sind Dachlatten-Objekte entstanden, die Bezug auf die Raumsituation des Sentimatt-Innenhofes nehmen. Die Studierenden entwickelten ihre Objekte entlang des Designprozesses und klärten, mittels technischer Experimente und Erprobungen, konstruktive, statische und gestalterische Fragen.

Die Studierenden beleben durch ihre Objekte die brachliegenden Flächen und verweisen dadurch auf deren Potential. Ebenso zeigen die Projekte, wie wichtig ungeplanter, ungestalteter oder eben brachliegender Raum ist, damit dieser Raum zum «eigenen Raum» werden und Identifikation schaffen kann. Die Dachlatten-Konstruktionen stellen Forderungen auf und dokumentieren parallel, ob die Architektur und die Umgebung zeitgleich einen gestalterischen Spielraum anbieten, um verschiedenen Bereichen ein Gesicht zu geben, oder ob eine aktive Mitgestaltung im Sinne einer stetigen Partizipation möglich ist*. Die Dachlatten-Objekte sind Ausdruck vom Bedürfnis zu gestalten und zu verändern**. Ein Bedürfnis, das auch am Barcamp I «Aussenräume Campus Horw» vom 10.06.2021 wiederholt genannt wurde.

* Adrian Scheidegger in: Gaus, E. / Kurz, D. et al (Hrsg.): Schulhausbau - Der Stand der Dinge. Basel: Birkhäuser 2004.

** Zwölf Grundbedürfnisse des Menschen nach OTTO HERZ, Die dritte Haut - Vom Umgang mit (Schul-) Landschaften und Räumen. In: Zeitschrift Umwelt und Erziehung 2/97, S. 7ft.

Hinweis: Am 10. Juni hat das Barcamp I, ein partizipativer Workshop zum Thema «Campus Horw Aussenräume», stattgefunden. Wie beim bevorstehenden Barcamp II am 27. November, haben auch im Juni Studierende, Lehrende und Verantwortliche miteinander Szenarien entwickelt, wie der Aussenraum des zukünftigen Campus gestaltet sein könnte. Die Ergebnisse sind bereits dokumentiert und unter folgendem Link einsehbar: https://www.phlu.ch/ueber-uns/campus-horw.html


Kontakt


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