29. Juni 2020

Quereinstieg Heilpädagogik: Rekordzahl und Herausforderung

Die Anmeldezahlen für den Studienbeginn im Herbst 2020 sind in allen Studiengängen hoch. Beim Quereinstieg Heilpädagogik ist die Teilnehmerzahl gar siebenmal höher als noch vor vier Jahren. Das hat Folgen, wie Beat Muff, Co-Leiter Stabsabteilung Praktika und Praxisschulen an der PH Luzern, sie bisher nicht gekannt hat: «Wir sind fast schon verzweifelt auf der Suche nach Praxislehrpersonen, welche die Studierenden aus dem Quereinstieg Heilpädagogik in die Regelschulpraxis begleiten.»

Symbolbild Heilpädagogik

3 Teilnehmende im Jahr 2016, 8 Personen im Jahr 2018 und jetzt, 2020, nicht weniger als 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Die Gründe für dieses hohe Interesse sind vielseitig. Thomas Müller, der verantwortliche Studiengangsmanager der Masterausbildung Schulische Heilpädagogik (SHP), nennt die wichtigsten Aspekte: «Einerseits ist die Ausgestaltung des Studiums attraktiv: Durch die Beschränkung der Präsenzpflicht auf drei Tage kann das Studium berufsbegleitend absolviert werden. Zudem bietet das Studium viel Raum für Individualisierung. Andererseits ist es sicherlich die sehr gute Perspektive bezüglich Stellenmarkt, welche sich positiv auf die Studierendenzahlen auswirkt.»

Tatsächlich sind an vielen Schulen die entsprechenden Stellen derzeit noch mit «Überbrückern» besetzt. Die wachsende Zahl an Quereinsteigenden ist eine Möglichkeit, diese Problematik zu lösen oder zumindest einen Teil zur Lösung dieses Problems beizutragen. Solche Quereinsteigende haben allerdings kein EDK-anerkanntes Lehrdiplom, sondern einen Bachelor-Abschluss in einem studienverwandten Bereich. «Deshalb ist es eminent wichtig, dass sie im Rahmen des Quereinstiegs entsprechende Praxiserfahrungen im Regelschulbereich sammeln können, ehe sie dann ins eigentliche Masterstudium in Schulischer Heilpädagogik einsteigen können», erklärt Thomas Müller.

Intensive Suche…

Zusammen mit Beat Muff ist er deshalb intensiv auf der Suche nach Praxislehrpersonen, welche diesen Quereinsteigenden die entsprechenden Erfahrungen ermöglichen und sie so in die Regelschulpraxis einführen. Davon können die entsprechenden Praxislehrpersonen auch selber profitieren. Michelle Niedermann, eine ehemalige HQ-Praxislehrperson, berichtet: «Ich habe die Zusammenarbeit mit einer HQ-Studentin als sehr bereichernd erlebt. In unseren Gesprächen konnte sie auch immer wieder aus ihrem Erfahrungsschatz erzählen, was mich persönlich als Lehrperson weitergebracht hat.»

…und grosse Hoffnung

Vor diesem Hintergrund hoffen Beat Muff und Thomas Müller, dass sie bis zum Ende der Sommerferien doch noch genügend Praxislehrpersonen für diese zugleich anspruchsvolle und bereichernde Aufgabe finden. «Interessierte sind herzlich willkommen, sich ganz unverbindlich bei uns zu melden, sei es per Mail oder per Telefon!», meinen sie beide unisono.


Kontakt

Leiter Stabsabteilung Kommunikation und Marketing
Marco von Ah
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marco.vonah@phlu.ch
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