13. Juni 2018

Spurensuche in der Lernwerkstatt: Theaterästhetische Expeditionen

Ästhetische Expeditionen verfolgen das Ziel, die forschende Spurensuche und die künstlerischen Prozesse, insbesondere mit Spiel- und Gestaltungsformen des Theaters, miteinander zu kombinieren. Das besondere Jubiläum «30 Jahre Luzerner Schultheatertage» legt nahe, theaterästhetische Expeditionen für einmal auch in der Lernwerkstatt zu erproben.
Schulzimmer für die Einführung
Schulzimmer für die Einführung

Von 30(!) verschiedenen «Expeditionen» zum Rahmenthema «Spuren», die Ursula Ullrich mit ihrem Team im Jubiläumsjahr verwirklichte, führten sechs Angebote in die Lernwerkstatt. Zwei Fragen standen zu Beginn der Theaterpädagogik-Lernwerkstatt-Kooperation: Welche Möglichkeiten bietet der Schulalltag, um Bildungsräume bewusst zu gestalten und zu reflektieren? Und: Inwiefern evozieren Lernsettings Vorstellungen von Bildungsräumen?

22 Klassen der verschiedenen Volksschulstufen, eine Gruppe von Absolventinnen und Absolventen der PH Luzern, die das Spezialisierungsstudium Theaterpädagogik gewählt hatten, sowie drei Gruppen von Lehrpersonen und interessierten Theaterfans sollten es sich zur Aufgabe machen, die beiden Fragen an den als halb- oder ganztägig organisierten (Weiter-) Bildungsangeboten auf ihre Weise zu beantworten. 

Installationsstation am Ende eines Tages
Installationsstation am Ende eines Tages

Die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, die Lernwerkstatt als theaterästhetischen Spiel- und Experimentierraum zu erproben und zu entdecken und neue Formate von Theater im pädagogischen Umfeld zu entwickeln. Im Fokus standen Zugänge und Arbeitsweisen, die im Grenz- und Überlappungsbereich schulischen und künstlerischen Arbeitens angesiedelt sind.

Es wurde beobachtet, gesammelt, dokumentiert, befragt, experimentiert, entdeckt, konstruiert, installiert, gestaltet, kombiniert, komponiert. Zentral war dabei ein lustvoller Entdeckergeist, der ganz bewusst das Unplanbare zur Ausgangslage nimmt und dabei Neues schafft – mal lauter, mal leise konzentriert. Wer morgens einen Blick in die Lernwerkstatt warf, fand ein besonders enges Schulzimmer und ein davon abgetrenntes, grosses Materiallager vor. Wer abends kam, sah als Spuren der Arbeit des Tages im gemeinsam gestalteten Raum die Installation.

Installation im Zwischenstadium

Kontakt

Dozentin
Susanne Wildhirt
Prof. Dr. phil.
Frohburgstrasse 3
6002 Luzern
susanne.wildhirt@phlu.ch
Portrait
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