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Das ist ein freiwilliges Angebot im Rahmen des Entwicklungsvorhabens «Schulen für alle» für den Kanton Luzern. |
Das ist ein freiwilliges Angebot im Rahmen des Entwicklungsvorhabens «Schulen für alle» für den Kanton Luzern. |
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Dauer
5 x 3h |
5 x 3h |
| Hinweis Es handelt sich um einen reinen Holkurs | Es handelt sich um einen reinen Holkurs |
| Kommentar zu Holkurs Schulen Kanton Luzern: CHF 150.00/h bis 24 TN mit 1 Kursleitung
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Ausserkantonale Schulen: CHF 390.00/h bis 24 TN mit 1 Kursleitung (exkl. Spesen) | Schulen Kanton Luzern: CHF 150.00/h bis 24 TN mit 1 Kursleitung / Ausserkantonale Schulen: CHF 390.00/h bis 24 TN mit 1 Kursleitung (exkl. Spesen) |
Der Holkurs Handlungsrepertoire im Umgang mit herausforderndem Verhalten besteht aus fünf Veranstaltungen à 3 Kursstunden. Je nach Vorwissen und Bedarf der einzelnen Teams können Anlässe weggelassen werden.
Teil 1: Tragfähige Beziehungen zwischen LP und SuS gestalten
Diese Veranstaltung fokussiert auf die Gestaltung tragfähiger und sicherer Beziehungen zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen als zentrale Grundlage für Lernen, Verhalten und Entwicklung.
Ziele
Die Teilnehmenden können…
- zentrale Merkmale gelingender pädagogischer Beziehungen und die Grundlagen der Bindungstheorie erläutern sowie aktuelle Forschungsergebnisse zur Bedeutung von Bindung und Beziehung im Schulalltag auf pädagogische Situationen beziehen.
- Zusammenhänge zwischen Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung, emotionaler Sicherheit, Verhaltensregulation und Lernen beschreiben sowie Beziehungsgestaltung gezielt zur Förderung von Sicherheit und Lernbereitschaft einsetzen.
- das eigene Beziehungs- und Bindungsverhalten sowie die pädagogische Haltung reflektieren und förderliche sowie belastende Beziehungsmuster im Schulalltag erkennen, analysieren und bewusst gestalten.
- verschiedene Instrumente und Methoden zur Förderung tragfähiger Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehungen im Unterricht begründet anwenden und reflektieren.
Teil 2: Beziehungen auf Ebene Peers und Klassenklima fördern
In dieser Veranstaltung wird auf Peer-Beziehungen und das Klassenklima als zentrale Faktoren für gelingende Integration und soziale Teilhabe im Schulalltag fokussiert.
In diesem Kontext wird auch das Thema Mobbing aufgegriffen und im Hinblick auf Prävention, Früherkennung und pädagogisches Handeln reflektiert.
Ziele
Die Teilnehmenden können…
- den Einfluss von Peer-Beziehungen auf Lernen, Verhalten, emotionales Wohlbefinden und soziale Teilhabe von Schüler*innen – insbesondere in der Adoleszenz – analysieren und Erkenntnisse der Peer-Forschung auf den schulischen Alltag beziehen.
- Peer-Dynamiken, Risikofaktoren für Ausgrenzung/soziale Isolation und problematische Gruppendynamiken identifizieren, deren Einfluss auf Klassenklima und Integration erläutern und Handlungsmöglichkeiten umsetzen.
- präventive Massnahmen zur Förderung eines positiven Klassenklimas, sozialer Integration und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen planen, umsetzen und im Kontext der Schulkultur reflektieren und verankern.
- Merkmale, Formen und Anzeichen von Mobbing im schulischen Kontext erkennen, fachlich einordnen und in Mobbingsituationen pädagogisch angemessen sowie deeskalierend handeln.
- den eigenen Einfluss bei der Gestaltung eines wertschätzenden und integrativen Klassenklimas erkennen und reflektieren.
Teil 3: Unterricht gestalten, statt Störungen verwalten
Schwerpunkt dieser Veranstaltung ist professionelles Classroom Management als zentrale Voraussetzung für störungsarmen und lernwirksamen Unterricht. Ausgehend von wissenschaftlichen Befunden, wonach ein grosser Teil von Unterrichtsstörungen durch wirksames Classroom Management vermieden werden kann, wird das Phänomen der Unterrichtsstörung in den Fokus gerückt.
Damit Integration gelingt braucht es ein sozial-integratives Klassenklima, welches die Haltung «es ist normal, verschieden zu sein» mitträgt. Im Kurs werden Ideen aufgezeigt, wie ein solches Klima entstehen kann. Diese werden erprobt und anschliessend reflektiert.
Ziele
Die Teilnehmenden können…
- Classroom-Management-Massnahmen zur Prävention von Störungen planen und umsetzen sowie Unterrichtssettings so gestalten, dass Orientierung, Sicherheit und Beteiligung der Schüler*innen gefördert werden.
- verschiedene Formen von Grenzverletzungen/Störungen im Unterricht erkennen und beschreiben sowie frühzeitig, situationsangemessen und professionell mit deeskalierenden und beziehungsförderlichen Handlungsweisen reagieren.
- Verschiedene Konzepte (bspw. Belohnen, Bestrafen, Wiedergutmachen und Konsequenzen) und eigene Reaktionsmuster kritisch reflektieren und deren Wirkung erläutern.
- konkrete Methoden und Interventionen zur Förderung eines Klassenklimas erarbeiten, das Vielfalt als Normalität anerkennt und diese hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Klassengemeinschaft reflektieren.
- Möglichkeiten der kollegialen Zusammenarbeit und Weiterentwicklung des eigenen Classroom-Managements einsetzen und Massnahmen zur Förderung eines konsistenten und gemeinsamen pädagogischen Handelns im Team entwickeln.
Teil 4: Kompetenzdefizite in der sozio-emotionalen Entwicklung erkennen und fördern
Ausgehend vom Ansatz nach Ross W. Greene, der davon ausgeht, dass herausforderndes Verhalten stets mit zugrunde liegenden Kompetenzdefiziten einhergeht, wird ein entwicklungsorientiertes Verständnis von Verhalten vermittelt. Darauf aufbauend werden passende, alltagsnahe Massnahmen abgeleitet und anhand eigener Fallbeispiele konkretisiert. Ziel ist es, Verhalten nicht primär als Regelverstoss, sondern als Kommunikation oder als Ausdruck fehlender oder noch nicht ausreichend entwickelter Kompetenzen zu verstehen.
Ziele
Die Teilnehmenden können…
- die eigene Haltung gegenüber Unterrichts- und Verhaltensstörungen reflektieren und Unterrichts- sowie Beziehungsgestaltung an die individuellen Unterstützungsbedürfnisse von Kindern anpassen.
- beobachtbares Verhalten begründet möglichen Kompetenzdefiziten zuordnen und erklärende Förderhypothesen zu Unterrichts- und Verhaltensstörungen formulieren.
- anhand eigener Fallbeispiele Kompetenzdefizite erkennen, Massnahmen zum gezielten Kompetenzaufbau bei SuS entwickeln und die Wirkung pädagogischer Massnahmen im Hinblick auf Verhaltensentwicklung und Teilhabe reflektieren.
Teil 5: Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten und im multi-professionellen Team
Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die professionelle Gestaltung der Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten sowie mit multiprofessionellen Teams im schulischen Kontext. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf herausfordernden Gesprächssituationen, etwa bei Widerständen, Vorwürfen oder Uneinigkeiten.
Dabei werden Aspekte der Fallführung in interdisziplinären Settings thematisiert sowie unterschiedliche Rollen, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten innerhalb multiprofessioneller Teams beleuchtet.
Ergänzend wird aufgezeigt, wie eine klare Strukturierung von Zusammenarbeit, Kommunikation und Entscheidungsprozessen zur Entlastung aller Beteiligten beitragen kann.
Ziele
Die Teilnehmenden können…
- die Zusammenarbeit im Umgang mit verstärkten Auffälligkeiten sowie herausforderndem und grenzverletzendem Verhalten im schulischen Alltag professionell gestalten.
- Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Fachpersonen, Erziehungsberechtigen und Klassenassistenzen im Umgang mit herausforderndem Verhalten kennen und nutzen.
- zentrale Elemente der systemischen und lösungsorientierten Gesprächsführung erläutern und in schulischen Gesprächssituationen anwenden.
- herausfordernde Gesprächssituationen, insbesondere bei Widerständen, Vorwürfen und Uneinigkeiten, analysieren und geeignete Gesprächsstrategien einsetzen.
- praxistaugliche Gesprächswerkzeuge anhand von Fallbeispielen, eigenen Praxissituationen und Rollenspielen erproben und reflektieren.