Vorstellung Dissertationsprojekte

Claudia Wespi (PH Luzern) und Sanja Hersche Atanasova (PH St. Gallen) stellen in diesem F&E-Kolloquium ihre Dissertationsprojekte vor.

Wann:
Dienstag, 26. Mai 2026, 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr
Wo:
Uni/PH-Gebäude (UP)
Hörsaal 6

Auf dem Weg zur professionellen Konsumkompetenz

Eine empirische Untersuchung zu Lehramtsstudierenden und ihren biografisch erworbenen handlungsleitenden Prinzipien im Bereich Konsum und ihren Vorstellungen zur Konsumbildung bei Jugendlichen.

Konsumieren als zentraler Handlungsbereich der alltäglichen Lebensführung von Menschen ist zu einer Bildungsaufgabe geworden. Die diesbezügliche Auseinandersetzung wird im Fach Wirtschaft – Arbeit – Haushalt auf der Sekundarstufe l geführt und betrifft somit auch die Lehrpersonenbildung. 

Im Dissertationsprojekt wurde der Frage nachgegangen, welche Voraussetzungen von angehenden Lehrpersonen im Rahmen der Entwicklung einer professionellen – fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen – Konsumkompetenz zu berücksichtigen sind. Deshalb wurden in Teilstudie 1 Lehramtsstudierende mittels narrativer Interviews zu ihren biografisch erworbenen handlungsleitenden Prinzipien im Bereich Konsum befragt. Die Auswertung erfolgte im Stil der Grounded Theory. In Teilstudie 2 interessierten die Vorstellungen zur Gestaltung der Konsumbildung mit Jugendlichen. Mittels schriftlicher essayartiger Ausführungen wurden diese im Rahmen eines Leistungsnachweises erfasst und mit der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.

Referentin: lic. phil. Claudia Wespi, PH Luzern

Professionelle Unterrichtswahrnehmung von angehenden Lehrkräften im Kontext eines gendersensiblen Physikunterrichts

Was kennzeichnet gendersensiblen Physikunterricht und welche Anforderungen ergeben sich daraus für Lehrpersonen? Dieser Beitrag widmet sich der professionellen Unterrichtswahrnehmung (PU) als zentraler Fähigkeit, genderrelevante Aspekte differenziert wahrzunehmen, wissensbasiert zu interpretieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Trotz der zentralen Rolle von Lehrpersonen für einen gendersensiblen Physikunterricht ist bislang kaum empirisch geklärt, in welchem Ausmass angehende Lehrpersonen über diese Fähigkeit verfügen und welche Faktoren sie beeinflussen. Im Fokus stehen die Entwicklung eines Vignettentests zur Erfassung der PU sowie die Analyse zentraler Prädiktoren wie Interesse, Unterrichtserfahrung, Lerngelegenheiten und geschlechtsspezifische Überzeugungen. Untersucht wurden angehende Lehrpersonen (N=586) an fünf Pädagogischen Hochschulen in der Schweiz. Die Ergebnisse liefern Impulse für die evidenzbasierte Weiterentwicklung gendersensibler Physikdidaktik und die Professionalisierung von Lehrpersonen.

Referentin: MSc Sanja Hersche Atanasova, PH St. Gallen


Kontakt

Assistentin Geschäftsstelle F&E / Kommunikationsverantwortliche F&E
Priska Aregger
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