F&E-Kolloquium vom 12. Oktober 2026

Dr. Stephan Gingelmaier von der PH Ludwigsburg hält am 12. Oktober 2026 im F&E-Kolloquium ein Referat zum Thema «Das Subjektive objektivieren – Forschungsperspektiven auf Alltags- und Beziehungsdiagnostik». Im Fokus stehen aktuelle theoretische und empirische Perspektiven.

Wann:
Montag, 12. Oktober 2026, 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr
Wo:
Uni/PH-Gebäude (UP)
Hörsaal 6

Das Subjektive objektivieren – Forschungsperspektiven auf Alltags- und Beziehungsdiagnostik

Definitorisch fasst Alltagsdiagnostik informelle Formen der Diagnostik ohne den Einsatz expliziter Verfahren, weder standardisiert noch nicht standardisiert, zusammen. Über das subjektive Erfassen, Wahrnehmen, Hinterfragen, Reflektieren und Überprüfen der pädagogischen Fachkraft werden relevante alltägliche Informationsquellen wie Interaktionen, Informationen und Resonanzen mit und über Schüler:innen genutzt.

Grundlegend kann in der Beziehungsdiagnostik unterschieden werden, ob Beziehungen in Qualität und Quantität formell erfasst oder ob sie stärker in ihren (Träger-)Funktionen verstanden werden. Als formelle Beziehungsdiagnostika, ein Standard, der versucht, Beziehungen explizit psychometrisch zu operationalisieren, werden von Leidig et al. (2021) für den deutschsprachigen Raum 28 Verfahren identifiziert. Im Zusammenhang von Alltags- und Beziehungsdiagnostik geht es, wie vor allem theoretisch gezeigt wird, aber stärker um das informelle Verstehen der (Träger-)Funktion von alltäglichen Beziehungen. Im Weiteren wird argumentiert, dass die institutionalisierte Pädagogik dies aufgrund der quantitativen Bedeutung von Schule als Alltagsphänomen stärker systematisch nutzen soll


Kontakt

Assistentin Geschäftsstelle F&E / Kommunikationsverantwortliche F&E
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Sentimatt 1
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