21. März 2018

Vernissage des Geschichtslehrmittels «Zeitreise» 

Im Nationalmuseum in Zürich fand die Vernissage des 3. Bandes des Schulgeschichtsbuchs «Zeitreise», an dessen Umsetzung die PH Luzern massgeblich beteiligt war,  statt. Damit ist die neue Lehrmittelreihe, die den Lehrplan 21 schulpraktisch umsetzt, vollständig. In weiten Teilen der Deutschschweiz ist die Zeitreise bereits erfolgreich im Einsatz.

Im ersten Teil der Vernissage sprach Prof. Dr. Jakob Tanner. Er eröffnete seinen Beitrag mit einem Zitat von Timothy Snyder aus seinem neusten Buch «Über Tyrannei: 20 Lektionen für den Widerstand» und stellte fest: «Geschichte wiederholt sich nicht, aber wir können aus ihr lernen.» Tanner betonte in seiner kurzen Rede die Wichtigkeit von Geschichtslehrmitteln gerade in der heutigen Zeit.  

Prof. Dr. Peter Gautschi legte in seinem Beitrag den Akzent auf zentrale Prinzipien der Geschichtsvermittlung, die in der Zeitreise umgesetzt sind: Mittels Personalisierung werden im Lehrmittel eine Reihe von Menschen vorgestellt. Dank der Lebenswelt- und Gegenwartsorientierung werden die Lernenden dort abgeholt, wo sie stehen, und eingeladen, sich mit Geschichte zu beschäftigen. Natürlich orientiert sich auch die Zeitreise an der grossen Vielfalt von Quellen und präsentiert auf abwechslungsreiche Art Kulturgut. Viele Veranschaulichungen unterstützen das Vorstellungsvermögen der Schülerinnen und Schüler und ermöglichen Multiperspektivität. Als wichtigstes Prinzip bezeichnete Gautschi die Narrativität: Die Lernenden eignen sich dann am besten Geschichte an und beschäftigen sich kritisch mit ihr, wenn sie selber zum Erzählen kommen.  

Abschliessend dankten die Verlagsvertreterinnen den Autorinnen und Autoren für die grosse, kompetente Arbeit und der PH Luzern für die gute Zusammenarbeit, und sie kündigten weitere Kopiervorlagen für die Zeitreise an, zum Beispiel auch zur integrierten Förderung von Lernenden.

Hans Utz, Karin Fuchs und Peter Gautschi (v.l.)

Kontakt

Institutsleiter IGE
Peter Gautschi
Prof. Dr. phil.
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