21. April 2026

Transition gemeinsam gestalten

Am jährlichen Fachaustausch zwischen der Pädagogischen Hochschule Luzern, der Höheren Fachschule für Kindheitspädagogik Zug und ARTISET Bildung wurden Themen rund um die Begleitung von Kindern und den Übergang (Transition) zwischen vorschulischen, schulergänzenden und schulischen Angeboten diskutiert.

«Übergänge sollten so gestaltet werden, dass Kinder damit positive Erfahrungen machen und mit Veränderungen umgehen lernen.» Mit diesem Zitat aus dem Orientierungsrahmen für Bildung und Betreuung von Kindern (Alliance Enfance, 2025) wurde der Fachaustausch vom 30. März 2026 eröffnet. Der jährlich stattfindende Anlass bringt Studierende des Studiengangs Kindergarten/Unterstufe der PH Luzern mit angehenden Kindheitspädagog*innen zusammen. Nebst der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses für die Begleitung von Kindern und der Diskussion verschiedener Transitionsmodelle ging es auch um die Erkennung von Potenzialen der Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen.

Welche Bedeutung ein gelungener Übergang für Kinder und Familien haben kann und was es dabei von den beteiligten Fachpersonen zu beachten gilt, wurde im Impulsreferat von Fabienne Feldmann, Kindergartenlehrperson und Dozentin in den Berufsstudien der PH Luzern und Kathrin Blum, Fachmitarbeiterin frühkindliche Bildung und Betreuung der Stadt Luzern und operative Leiterin des Projekts «Übergänge von der Vorschule in die Volksschule», aufgezeigt. Eine von ihnen präsentierte Kernbotschaft lautete, dass Übergänge das ganze System betreffen und der Einbezug anderer Perspektiven neue Inputs und eine ganzheitliche Sichtweise schafft. Dieses Verständnis lässt sich gut mit dem Ziel der Veranstaltung verbinden und kann als leitendes Motto für die angestrebte Vernetzung mitgenommen werden.

An diesen Gedanken knüpfte auch die anschliessende Podiumsdiskussion an. Im Zentrum standen Fragen wie: «Was hat sich in den letzten Jahren beim Übergang in den Kindergarten oder in die Basisstufe verändert?», «Welche Möglichkeiten gibt es, um Kinder und ihre Familien im Übergang optimal zu unterstützen?», «Wie kann professionell mit Fragen zur Kindergartenbereitschaft umgegangen werden?». Diese und weitere Aspekte wurden gemeinsam mit den beiden Referentinnen sowie Judith Limacher, Schulpsychologin der Stadt Luzern, besprochen.

Austausch zu gemeinsamen Anliegen

Angeregt durch die Diskussion im Plenum wurde der Austausch in durchmischten Kleingruppen weitergeführt. Dabei standen gemeinsame Anliegen im Fokus, gegenseitige Erwartungen wurden thematisiert, Erfahrungen geteilt und konkrete Ideen für die Zusammenarbeit entwickelt. Zentrale Erkenntnisse waren, dass ein proaktives Aufeinander-Zugehen, eine offene Willkommenskultur, ein flexibler Umgang mit individuellen Situationen aber auch ausreichend Zeit für den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen wesentlich dazu beitragen, den Übergang in den Kindergarten für Kinder und Familien positiv zu gestalten. 

Transitionsmodelle, wie sie in Kitas bereits umgesetzt werden, können dabei eine wertvolle Orientierung bieten. Bereichernd war zudem der Austausch über die spannenden Einblicke, welche die Studierenden vorgängig an die Veranstaltung, im Rahmen von Hospitationen in den Kitas, schulergänzenden Betreuungen, Kindergärten und Basisstufen, erhalten haben. Diese gegenseitigen Besuche trugen dazu bei, das Verständnis für das jeweils andere Berufsfeld weiter zu vertiefen und zu stärken.


Kontakt

Patrik Widmer
Dr. phil
Sentimatt 1
6003 Luzern
patrik.widmer@phlu.ch
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