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Dieser Tage nehmen rund 800 Studierende ihr Studium an der PH Luzern auf. Damit wird der Anmelderekord vom Mai dieses Jahres durch die effektiv eintretenden Studierenden sogar noch übertroffen.
Im September 2026 starten rund 800 Studierende an der Pädagogischen Hochschule Luzern ihre Ausbildung zur Lehrperson in einem von sechs Studiengängen. Weil die Arbeitsmarktsituation in vielen Zentralschweizer Schulen nach wie vor angespannt ist, können die Absolventinnen und Absolventen damit rechnen, nach ihrer Diplomierung in der Berufswelt gefragte Fachkräfte zu sein.
Die Studierendenschaft ist mittlerweile vielfältig geworden, und dies nicht nur, weil sich die neu Eintretenden für unterschiedliche Zielstufen und Fächer qualifizieren. Gut die Hälfte studiert zwar nach wie vor im Anschluss an einen schulischen Abschluss der Sekundarstufe II in einem regulären Vollzeitprogramm. Der Anteil an Studierenden, die auf dem zweiten Bildungsweg unterwegs sind, ist jedoch in den letzten Jahren angestiegen. Einige verfügen bereits über ein Lehrdiplom und erweitern ihre Qualifikation um ein weiteres Fach oder für eine andere Zielstufe: Aufbauend auf einem Lehrdiplom für die Primarstufe bilden sie sich zusätzlich zur Sekundarlehrperson aus. Auch die 180 neu eintretenden Studierenden des Masters Schulische Heilpädagogik bauen fast alle auf einem Lehrdiplom auf.
Eine beträchtliche Anzahl von Studierenden startete ihre Laufbahn ursprünglich mit einer Berufslehre. Sie gelangen auf dem Weg über die Berufsmatura und eine Zusatzprüfung in einen der Studiengänge an der PH Luzern. Eine weitere grosse Gruppen tritt ein verkürztes Studium für die Primar- oder Sekundarstufe mit Anrechnungen von Vorleistungen aus einem bereits früher abgeschlossenen Studium an. «Diese Veränderung ist erfreulich», sagt Annelies Kreis, Prorektorin Ausbildung an der PH Luzern, und ergänzt: «Diese Studierenden bringen wertvolle Erfahrungen aus ihren früheren Berufsfeldern mit, sie sind älter und verfügen über mehr Lebenserfahrung. Für die anforderungsreichen Aufgaben, denen sie als Lehrpersonen begegnen werden, kann das in Ergänzung zum Studium ein Vorteil sein.»
Die Verschiebungen in der Zusammensetzung der Studierendenschaft gehen auch mit anderen Bedürfnissen einher. Vor allem wer auf dem zweiten Bildungsweg studiert, steht häufig finanziell schon länger auf eigenen Beinen und kann weder auf die Familie noch auf Stipendien zurückgreifen zur Finanzierung des Lebensunterhalts. In allen Studiengängen ist es daher möglich, auch berufsbegleitend zu studieren, sei dies durch eine Erstreckung des Studienprogramms und damit durch eine Reduktion der zeitlichen Belastung oder in Programmen, die explizit auf einen integrierten Berufseinstieg ausgerichtet sind. Mit einer derzeit anlaufenden Studienplanreform soll die Planbarkeit des Studiums zudem weiter verbessert werden.