18. September 2026

PH Luzern am Schweizer Heilpädagogik-Kongress

Mit zahlreichen Beiträgen aus Forschung, Lehre und Praxis war die PH Luzern am 14. Schweizer Heilpädagogik-Kongress vertreten. Die präsentierten Projekte zeigten, wie Kooperation, Inklusion und Diversität die Entwicklung einer Schule für alle voranbringen.

Am 1. und 2. September 2026 fand der 14. Schweizer Heilpädagogik-Kongress zum Thema «Zusammenarbeit als Kernauftrag – gemeinsam auf dem Weg zu einer Schule für alle» statt. Der diesjährige Kongress wurde vom Schweizerischen Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik (SZH) in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz organisiert. Im Mittelpunkt stand die zentrale Bedeutung von Zusammenarbeit für eine inklusive Schule; in verschiedenen Themenfeldern wurden aktuelle Fragen und Entwicklungen aus Forschung, Lehre und Praxis diskutiert.

Die Pädagogische Hochschule Luzern war am 14. Schweizer Heilpädagogik-Kongress mit mehreren Beiträgen aus Forschung, Lehre und Praxisentwicklung vertreten. Die Beiträge zeigten die thematische Breite der PH Luzern und setzten zugleich deutliche Schwerpunkte auf Inklusion, Kooperation, Diversität, schulische Teilhabe sowie die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht.

Besonders präsent war die PH Luzern mit folgenden Beiträgen:

  • «Inklusion trifft Digitalität: Multiprofessionelle Teams gestalten gemeinsam digital-inklusiven Unterricht (DigInTeach)» – Federica Hofer, Stefanie Wyss, Nadin Ming und Daria Venzin stellten im Rahmen eines Posters das Projekt und dessen Ansatz zur gemeinsamen Gestaltung eines digital-inklusiven Unterrichts durch multiprofessionelle Teams vor.
  • «Die Reintegration als Prüfstein für ein inklusives Bildungssystem» – Federica Hofer und Alois Buholzer diskutierten gemeinsam mit Partner:innen aus Praxis und Forschung die Bedeutung der Reintegration für die Weiterentwicklung eines inklusiven Bildungssystems und stellten das neue Buch «Teil- und Reintegration als Einzelfall» vor.
  • «Kooperative Entwicklung des inklusiven Unterrichts mit Videoclubs» – Alexandra Roggensinger (PHSG), Robbert Smit (PHSG), Alois Buholzer und Thomas Müller präsentierten einen kooperativen Ansatz, bei dem Videoclubs zur gemeinsamen Reflexion und Weiterentwicklung inklusiven Unterrichts eingesetzt werden.
  • «Mehr als Teamteaching: Diversitätssensibler Gemeinsamer Unterricht als Motor einer Schule für alle» – Fabienne Hubmann, Robert Langnickel und weitere Kolleg:innen widmeten sich der Frage, wie gemeinsamer Unterricht über ein klassisches Verständnis von Teamteaching hinaus diversitätssensibel gestaltet und als Motor für eine Schule für alle genutzt werden kann.
  • «Kooperativ hoch 3 an der PH Luzern – Kooperation horizontal, vertikal, innen, aussen und zwischendrin»– Annemarie Kummer Wyss und Aldina Hartmann stellten Erfahrungen und Perspektiven zur vielfältigen Gestaltung von Kooperation an der PH Luzern vor und zeigten auf, wie Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen innerhalb und ausserhalb der Hochschule gestaltet werden kann.
  • Projekt «BRÜCKEN» – Robert Langnickel und weitere Kolleg:innen präsentierten das Projekt, das Ansätze für eine kooperative Gestaltung krankheitsbedingter Übergänge zwischen Herkunftsschule, Spitalschule und Hausunterricht entwickelt.
  • «‹Endlich läuft es wie von Zauberhand›: Rechtschreiben durch automatisiertes Handschreiben?» – Sibylle Hurschler Lichtsteiner, Sabina Sennhauser Frei, Glena Iten, Stefanie Wyss, Roland Künzle und Alois Buholzer sowie Fabio Sticca (HfH Zürich) untersuchen, ob ein gezieltes Training zur Automatisierung der Handschrift bei Kindern der 3.–6. Klasse mit kombinierten Handschrift- und Rechtschreibschwierigkeiten auch die Rechtschreibleistung verbessert. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Kinder neben deutlichen Fortschritten in der Handschrift auch ihre Rechtschreibleistungen verbesserten, obwohl die Rechtschreibung nicht gezielt trainiert wurde.

Insgesamt unterstreicht die breite Präsenz der PH Luzern am Kongress die Bedeutung ihrer Beiträge zur Weiterentwicklung einer inklusiven Schule. Die verschiedenen Projekte und Forschungsarbeiten verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung und machen deutlich, dass Kooperation ein zentraler Schlüssel für inklusive Bildung ist – sei es in der Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Fachpersonen, in multiprofessionellen Teams, zwischen Institutionen oder in der gemeinsamen Entwicklung von Unterricht.


Kontakt

Institutsleiter IDB
Alois Buholzer
Prof. Dr. phil.
Sentimatt 1
6003 Luzern
alois.buholzer@phlu.ch
Portrait
spacer