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Die PH Luzern und das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (SEPOS) haben das hybride Bildungsmedium «Wie sicher sind wir?» zum neuen Schuljahr überarbeitet und in einer Neuauflage veröffentlicht. Das Lehrmittel thematisiert Fragen rund um die Sicherheit, die in letzter Zeit wegen der Krisen und Kriege noch wichtiger und aktueller geworden sind.
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis von Menschen und damit eine zentrale Aufgabe von Bildung und Politik. Wie die neue Schweizer Studie «Sicherheit 2026» zeigt, beurteilten Schweizerinnen und Schweizer die weltpolitische Lage seit 2015 noch nie so pessimistisch wie heute. Viele fühlen sich unsicher. Bedrohungen und Gefahren wie Cyberangriffe, Desinformation, Extremismus oder bewaffnete Konflikte verunsichern und machen Angst. Gerade für Jugendliche ist dies ungünstig, weil dadurch ihr Handlungswille zur Gestaltung ihrer und unserer Zukunft beeinträchtigt wird.
Vor diesem Hintergrund haben das SEPOS und die PH Luzern das 2024 erstmals veröffentlichte Lehrmittel zur Schweizer Sicherheitspolitik überarbeitet. Beibehalten wurde insbesondere die hybride Grundstruktur des Bildungsmediums, die einen abwechslungsreichen und interaktiven Unterricht ermöglicht: Während die Lernenden in der gedruckten Broschüre die grundlegenden Informationen finden, bietet die Website audiovisuelle Lerninhalte sowie Zusatzmaterialien zur Differenzierung an. Beide Lehrmittelteile wurden aktualisiert und ausgebaut.
Auch die Modulstruktur des Bildungsmediums «Wie sicher sind wir?» hat sich bewährt: Im interdisziplinären Grundmodul befassen sich die Lernenden mit den gegenwärtigen Herausforderungen der Sicherheitspolitik der Schweiz. Im historischen Modul lernen die Jugendlichen verschiedene Personen aus der Vergangenheit kennen, die in sicherheitspolitisch relevante Ereignisse involviert waren, und erfahren so die Sicherheitspolitik im Wandel der Zeit. Das politische Modul erfordert die Auseinandersetzung mit Fragen der künftigen Schweizer Sicherheitspolitik, die in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden.
Für Prof. Dr. Peter Gautschi, langjähriger Institutsleiter an der PH Luzern und Co-Leiter des Projekts, ist das Erstellen des Sicherheitsspiders ein Kernelement des Bildungsmediums. «Der Sicherheitsspider hilft Lernenden, ihre eigenen Einschätzungen zu aktuellen Bedrohungen zu erfassen, zu visualisieren sowie mit anderen Meinungen und aktuellen Sachinformationen abzugleichen. Auf diese Weise gehen sie kompetent und kritisch mit Geschichte und Politik um, beschäftigen sich verantwortungsvoll mit Gesellschaft und reflektiert mit sich selbst. So werden sie historisch-politisch gebildet.»
Die Überarbeitung und Aktualisierung des Bildungsmediums «Wie sicher sind wir?» wurde durch Stiftungsgelder finanziert. Das Lehrmittel kann deshalb entweder auf der eigens für das Bildungsmedium erstellten Website kostenlos heruntergeladen oder gratis bestellt werden, auf Deutsch beim hep Verlag, auf Französisch bei den Éditions Loisirs et Pédagogie und auf Italienisch bei der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana.