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Am Freitagabend, 16. Oktober 2026, würdigte die Pädagogische Hochschule Luzern 11 neue Doktorate. Zu feiern gab es auch einen wichtigen Beitrag zur Qualität der Bildung.
Hinter jeder Promotion steht eine aussergewöhnliche wissenschaftliche Leistung. Diese Leistungen werden von den Betreuungspersonen, den Gutachterinnen und Gutachtern der Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften und der Dissertationsschrift sowie von den zuständigen Gremien der titelverleihenden Hochschulen eingehend geprüft. Darum ging Dorothee Brovelli, Prorektorin des Leistungsbereichs Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Luzern, in ihrer Ansprache zu Beginn der feierlichen Würdigung einen Schritt weiter: «Eine Promotion ist aber weit mehr als eine wissenschaftliche Leistung. Sie ist auch mit einer besonderen Lebensphase verbunden. Eine Zeit, in der eine Forschungsfrage über mehrere Jahre zur ständigen Begleiterin wird und einen immer wieder neu herausfordert, beschäftigt und fasziniert. Eine Zeit voller Neugier und Entdeckungen, aber meist auch voller Herausforderungen, Zweifel und den Momenten, in denen sich die Forschung nicht an die Pläne hält, die man im Exposé so sorgfältig entworfen hat.»
Zu Wort kam auch der englische Schriftsteller und Philosoph John Ruskin, der schreibt: «Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.» Auch diesen Ball spielte Dorothee Brovelli subtil weiter und wandte sich berührend direkt an alle erfolgreichen Absolvent*innen: «Gemeinsam scheint mir zu sein, dass ihr in dieser Zeit nicht nur eure Forschungsarbeit weiterentwickelt habt, sondern auch umgekehrt die Arbeit euch selbst, sowohl als Forscherinnen und Forscher als auch persönlich, weiterentwickelt hat.»
Gemäss Brovelli gab es darum auch einen wichtigen Beitrag zur Qualität unserer Bildung zu feiern, den die Doktorarbeiten verkörpern. Denn: «Mit der Tertiarisierung der Lehrpersonenbildung vor über 20 Jahren war der Gedanke verbunden, dass unsere Kinder und Jugendlichen, aber auch Erwachsene, es verdienen, auf der bestmöglichen wissenschaftlichen Grundlage unterrichtet zu werden, zu lernen und sich weiterzuentwickeln – und dass Forschung solche Grundlagen liefern soll. Die Erkenntnisse aus Doktorarbeiten mit ihrer Themenvielfalt sind wertvolle Bausteine, um unser Verständnis vom Lehren und Lernen weiterzubringen und für unser Berufsfeld, für Schule und Unterricht, nutzbar zu machen bzw. die Lehrpersonenbildung weiterzuentwickeln.»