29. September 2026

Bunte Eindrücke aus Mexiko: Zu Gast an der Universidad Benito Juárez de Oaxaca

Edina Krompák hat im Rahmen des Swiss-European Mobility Programmes (SEMP) die Universidad Benito Juárez de Oaxaca in Mexiko besucht. Sie berichtet von der wertvollen Erfahrung.

Im Sommer 2026 durfte ich auf Einladung von Professorin Lorena Córdova Hernández die Universidad Benito Juárez de Oaxaca, Mexiko besuchen. Ich bot einen Workshop zum Thema «Multimodal and arts-based research methods» an, der von Dozierenden, Forschenden und Studierenden der Universität besucht wurde. Im Rahmen des Workshops visualisierten die Teilnehmenden ihre digitale Kommunikation mithilfe von Mediagrammen, fotografierten und dokumentierten ihre Beziehung zur Natur in Form von visuellen Essays und Gedichten während einer Walking Tour über den Campus. Beeindruckt hat mich das grosse Engagement und die Begeisterung der Teilnehmenden für die Thematik. Während meines Rundgangs habe ich einen Baum auf dem Campus fotografiert. Besonders schön fand ich, wie der riesige Stamm einen integrativen Teil des Gebäudes bildete und die Baumkrone einen freien Ausgang zum Himmel durch das Dach hatte. 

Gegenüber dem Campus fand ich auf einer Wand eine Street-Art-Darstellung des Wortes «Oaxaca» in mehreren Indigenen Sprachen. Obwohl Spanisch im Alltag Mexikos dominiert, gibt es dort 68 offiziell anerkannte Indigene Sprachen und 364 Dialekte. Ebenso beeindruckte mich die Walking Tour durch die Linguistic Landscape des Quartiers Jalatlaco mit einer ehemaligen Studentin der Universität. Während der Tour erfuhr ich spannende Geschichten hinter den Zeichen und konnte Daten für meine Forschungsarbeit über Linguistic Landscape sammeln. Spannend war für mich auch, die Schwerpunkte der Forschungsgruppe Sprache kennenzulernen. Insbesondere wertvoll fand ich den Community-Based-Ansatz, bei dem die Forschenden partizipative Forschungsmethoden einsetzen und Forschungsoutputs erzielen, die für die Community von Bedeutung sind. 

Anhand dieses Ansatzes publizierten die Forschenden in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten beispielsweise ein Bilderbuch, in dem Teile der Forschungsergebnisse künstlerisch dargestellt wurden. Mein Mobilitätsaufenthalt in Oaxaca war so bunt wie die farbenfrohen Häuser im Zentrum und so vielfältig wie der Geschmack von Mole, einer Sosse, die aus mehr als 50 Gewürzen und Schokolade zubereitet wird. Vielen Dank an Movetia, die diesen Aufenthalt ermöglicht hat. 


Kontakt

Institutsleiterin ISB
Edina Krompák
Prof. Dr. phil.
Frohburgstrasse 3
6002 Luzern
edina.krompak@phlu.ch
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