26. Januar 2024

Stimmungsvolle Buchvernissage

Am 24. Januar 2024 fand an der PH Luzern die Vernissage zur Publikation «Formatives Assessment» statt. Der Sammelband mit 11 Beiträgen steht Interessierten auch als frei zugängliches E-Book zur Verfügung. Die Herausgebenden Prof. Dr. Alois Buholzer und Prof. Dr. Dorothee Brovelli wie auch die Autorinnen und Autoren verbinden aktuelle Studienergebnisse mit Ausführungen zur Unterrichtspraxis und machen Anregungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Prof. Dr. Claudia Schreiner von der Universität Innsbruck brachte in ihrer Würdigung der Publikation «Formatives Assessment – Perspektiven für Unterricht und Lehrerinnen- und Lehrerbildung» exemplarisch auf den Punkt, wie wichtig die diagnostische Bestimmung des (Lern-)Standorts für den weiteren Lernprozess ist. Sie nahm die rund 50 Gäste der Vernissage (in Form einer Geschichte) mit auf eine Busfahrt, die für ihren Sohn nicht zu Hause endete, sondern an einem ihm unbekannten Ort. Dank Anwendung von «formativen» Schlüsselstrategien wie die Klärung des Ziels und die Feststellung des aktuellen Lernstands fand die Geschichte ein Happy End. «Interaktiv, praxisbezogen und lösungsorientiert», wie die Referentin erleichtert anmerkte.

Auch Kathrin Krammer, Rektorin der PH Luzern, nahm in ihrer Ansprache Bezug auf die im Buch dargestellten Schlüsselstrategien des formativen Assessments und empfahl zur Anregung des selbstständigen Lernens, ebenfalls mit einem Augenzwinkern, den Erwerb und die Lektüre des Buches. Dieses eröffnet Perspektiven für die Unterrichtsgestaltung und für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen hinsichtlich der Umsetzung von formativem Assessment.

Formatives Assessment gilt als wesentlicher Indikator für Unterrichtsqualität und ist Teil einer lernförderlichen Beurteilungskultur. Das Konzept des formativen Assessments geht davon aus, dass Beurteilungen als Teil eines Lernprozesses verstanden werden, mit dem Ziel, diesen zu erfassen und zu fördern. Der Sammelband vermittelt im ersten Teil anhand von sieben Beiträgen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich einen Einblick in aktuelle Studien zur Umsetzung von formativen Beurteilungsprozessen in der Unterrichtspraxis. Der zweite Teil beinhaltet vier Beiträge, wie angehende Lehrpersonen für diese Thematik qualifiziert werden können.

Alois Buholzer und Dorothee Brovelli, die Herausgebenden der Publikation, schilderten zwischen musikalischen Darbietungen des Trios Karin Hebeisen, Andrea Isenegger und Lynn Wermelinger anschaulich, wissenschaftsbasiert und mit einer Prise Humor, die Entstehungsgeschichte der Publikation. Diese zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die erwähnten 11 Beiträge aus 14 Einsendungen entstanden. Alle Beiträge wurden selbstverständlich auch einem formativen Assessment mit Peer-Feedbacks durch die Mitautorinnen und -autoren unterzogen.


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