Zentrum für Hochschuldidaktik (ZHD)

Das Zentrum für Hochschuldidaktik blickt auf ein anspruchsvolles Jahr zurück – mit einem deutlichen Anstieg an (oftmals auch kurzfristigen) Supportanfragen, einer erhöhten Erwartung auf Unterstützung der Lehrentwicklung und mit vielen Absagen von Veranstaltungen und Tagungen sowie Verschiebungen von geplanten Vorhaben.

Rückblick

Das Zentrum für Hochschuldidaktik – mit Marija Stanisavljevic (seit 1. März 2020) und Maaike Kuurstra (seit 1. August 2020) sind zwei neue Kolleginnen dazu gestossen – hat in diesem Jahr unter dem Titel «Studium digital» vielfältige Hilfestellungen und Hinweise gebündelt, um die Umstellung von Studium und Lehre auf Fernmodus zu unterstützen. Wie können die zur Verfügung stehenden Tools genutzt und didaktisch geschickt eingesetzt werden? Insbesondere wurden dabei auch Fragen zur Gestaltung von Prüfungen und Leistungsnachweisen aufgegriffen. Ergänzend wurde in sogenannten «Werkstätten» gezeigt, wie der Einsatz dieser Tools aussehen kann, angeboten wurden auch Beratungen und Weiterbildungen für spezifische Gruppen von Dozierenden. Die Expertise des Zentrums für Hochschuldidaktik wurde zudem genutzt für die Konzipierung und Auswertung einer Befragung von Studierenden und Lehrenden unserer Hochschule, welche die Erfahrungen des veränderten Studien- und Lehralltags aufgreift.


 Digitalisierung im Hochschulalltag

Eine der zentralen Frage der aktuellen Lehr- und Studiensituation betrifft die Präsenz und damit einhergehend die unmittelbare leibliche Anwesenheit. Was im Hochschulalltag als selbstverständlich galt, wird nun technisch und medial überformt, vermittelt und übermittelt. Eine Publikation des Zentrums für Hochschuldidaktik («(Digitale) Präsenz – Ein Rundumblick auf das soziale Phänomen Lehre») geht der Frage nach, was diese Präsenz in Lehrveranstaltungen und Studium ausmacht, welche wesentlichen Merkmale, Bedingungen und Funktionen ihr zukommen und welche Formen sie im digitalen Miteinander annimmt. Versammelt sind hier essayistische Beiträge aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die anhand theoriegeleiteter Reflexionen, empirischer Beobachtungen oder systematischer Fallvergleiche den Stellenwert der Präsenz unter den Bedingungen zunehmender Digitalisierung im Hochschulalltag erörtern.


Erfolgreiche Projekteinwerbung bei swissuniversities

Schliesslich wurden auch Themen und Projekte weiterverfolgt, welche unabhängig von der durch die Covid19-Pandemie auferlegten Fragen initiiert wurden. Weitergeführt wurde beispielsweise das Projekt «Digital Skills powered by OER» (Kooperationsprojekt mit der Hochschule Luzern, finanziell unterstützt durch swissuniversities). Hier wurde u.a. eine Webinar-Reihe angeboten, was bei der Erstellung und Nutzung von «Open Educational Resources» beachtet werden soll.

Für die neue Förderperiode von swissuniversities wurde das Projekt «Diversitätssensible Studiengangsentwicklung – Personalisierung des Studiums» eingereicht und eingeworben (Kooperation mit der ETH Zürich, Förderlinie P7 «Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit in der Hochschulentwicklung 2021-2024»).

Realisiert wurde im Berichtsjahr auch eine Befragung aller Träger*innen des «Credit Suisse Award for Best Teaching», des wohl renommiertesten Lehrpreises in der Schweiz. Eine erste Auswertung konnte in der Zeitschrift für Hochschulentwicklung publiziert werden.


Kontakt

Leiter Zentrum Hochschuldidaktik
Peter Tremp
Prof. Dr.
Sentimatt 1
6003 Luzern
peter.tremp@phlu.ch
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