27. Dezember 2022

Selina Haas – auf ins Abenteuer 

Die 20-jährige PH-Studentin und Langläuferin gehört zur Schweizer Delegation an den World Winter University Games in Lake Placid. Überraschend – für sie...

Am 9. Januar 2023 geht die Reise los, und sie hat für Selina Haas (Bild oben) durchaus etwas Abenteuerliches. Sie führt mit dem Flugzeug von Zürich nach New York und von dort weiter mit dem Bus nach Lake Placid (Austragungsort der Olympischen Spiele 1980). Haas wird mit der Schweizer Delegation lange unterwegs sein, um dorthin zu gelangen, wo ab dem 12. Januar 2023 für zehn Tage die World Winter University Games stattfinden. Und: Die 20-jährige Langläuferin wird erstmals überhaupt in ihrem Leben in einem Flieger sitzen.

Haas steht also ein aufregender Start ins neue Jahr bevor, mit dem sie so nicht unbedingt gerechnet hat. Überrascht war sie, als sie ein paar Tage vor Weihnachten auf einmal ein Aufgebot für die Wettkämpfe erhielt, die als «kleine Schwester» von Olympia gelten. «In der vergangenen Saison lief es mir nicht so gut», sagt sie, «umso erfreuter war ich, dass ich selektioniert worden bin.»

Semesterferien und spezielles Grundjahr an der PH Luzern

Die junge Studentin aus dem Entlebuch hat den Vorteil, dass sie den Januar nicht komplett neu planen musste. Gegenwärtig und bis am 27. Februar 2023 hat sie Semesterferien: Das heisst, sie kann sich verstärkt dem Sport widmen, der für sie neben der Ausbildung an der PH Luzern einen hohen Stellenwert geniesst. Selina Haas hat das Grundjahr des Studiums auf zwei Jahre ausgedehnt und einen entsprechend angepassten Stundenplan. Folglich wird sie nicht nach drei, sondern nach vier Jahren abschliessen.

Sie ist dankbar dafür, dass sie die Möglichkeit dazu bekommen hat. Weil sie Wert darauflegt, das Studium zu Ende zu bringen. Und weil sie eben den Ehrgeiz mitbringt, als Sportlerin ihre Grenzen auszuloten. Oder noch besser: kontinuierlich zu verschieben.

«Keine falschen Hoffnungen»

Wenn sich die Gelegenheit ergäbe, eines Tages noch ganz auf die Karte Sport zu setzen und sich als Profi-Langläuferin zu versuchen, würde sie nicht ablehnen. Aber Selina Haas beschreibt sich selbst als Realistin: «Ich mache mir keine falschen Hoffnungen. Einfluss nehmen kann ich nur mit Leistungen - sollte es reichen, dass ich aus meinem zeitintensiven Hobby mehr machen kann, würde ich es natürlich nehmen. Wenn nicht, ist das für mich kein Weltuntergang.»

Zuerst ist jetzt einmal der Grossanlass in den USA, auf den sie sich an einem Teamtag in Bern eingestimmt hat. Die über 50 Athletinnen und Athleten wurden zum einen mit allen wichtigen Informationen versorgt, zum anderen auch eingekleidet. Und als Abrundung wagte sich die Gruppe aufs Glatteis - zum Curling.

Noch ist offen, über welche Distanzen Selina Haas zum Einsatz kommen wird. Was immer es sein wird: Sie ist dankbar, diese Chance zu erhalten. «Ich möchte das Vertrauen mit guten Resultaten rechtfertigen», sagt sie. Am 23. Januar 2023 reist sie mit dem Team zurück. Mit wertvollen Erfahrungen, die sie auf prominenter Bühne hat sammeln dürfen. 


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