25. Januar 2020

PH Luzern diplomiert 164 neue Lehrpersonen

Am Samstag, 25. Januar 2020, haben 164 Absolventinnen und Absolventen der Pädagogischen Hochschule Luzern (PH Luzern) ihre Bachelor- und Masterdiplome erhalten. Damit sind sie schweizweit berechtigt, auf ihrer jeweiligen Stufe zu unterrichten.
Absolventinnen mit Diplom

Die PH Luzern hat am Samstag, 25. Januar 2020, im Grand Casino Luzern 164 «neuen» Lehrpersonen ihre Fähigkeitszeugnisse überreicht. Die Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II sowie Schulische Heilpädagogik haben ihre eidgenössisch anerkannten Diplome im feierlichen Ambiente des Panoramasaals entgegengenommen – auch im Bewusstsein, dass ihnen die Ausbildung an der PH Luzern sehr gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnet.

Dort sollen sie Schülerinnen und Schüler für Aspekte der Nachhaltigkeit sensibilisieren, wie Rektor Hans-Rudolf Schärer in seiner Begrüssungsansprache mit Verweis auf ein Interview von Greta Thunberg betonte, die als 10-Jährige in der Schule von ihrem damaligen Lehrer auf Themen wie Klimawandel aufmerksam gemacht worden sei.

Für musikalische Intermezzi sorgten Sergio Castelberg, Michael Deuber, Ellena Geiser, Daniel Gieger, Joana Kälin, Aaron Müller und Samuel Spörri als «PH-Band» mit sehr berührenden Arrangements von passend ausgewählten Liedern wie «Stück vom Himmel» oder «Feeling good».

Studentenansprache mit Augenzwinkern

In der so genannten «Studierendenansprache» lud Jonas Marti (Studiengang Sekundarstufe I) die Festgemeinschaft gleich zu einer Unterrichtslektion, in welcher er erst die Bewertungsbuchstaben A, B, C, D, E einführte und hernach mit viel Augenzwinkern A- und B-Lehrpersonen beschrieb.

Studiengangleiter Werner Hürlimann nahm einen der verbalen Spielbälle Martis gekonnt auf, gestand selbstkritisch-schmunzelnd, dass die «Geselligkeitskompetenz» in den Lehrplänen zu kurz komme und erklärte die eigentliche Diplomübergabe spontan zu einer Muster-Lektion von «Ein- und Ausüben von Geselligkeit», nicht ohne darauf hinzuweisen, dass dabei «Nachschenken» auch mal Vorrang geniessen dürfe gegenüber «Nachdenken»…

Theisohn via Gotthelf zur Pädagogik des 21. Jahrhunderts

In der offiziellen Festansprache forderte Philipp Theisohn, Professor für Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Zürich, alle Diplomandinnen und Diplomanden auf, die Lust an ihrem Beruf zu bewahren. Er nannte Pädagogik eine Kunst und die Lehrpersonen Künstlerinnen und Künstler, die an und mit den Menschen reifen, die sich vor sich haben.

«Sie bringen nicht einfach eine Methode mit und pressen die Welt in sie hinein, sondern sie prüfen und formen behutsam», sagte Theisohn, bevor er via Gotthelfs «Leiden und Freuden eines Schulmeisters» auch auf die Digitalisierung zu sprechen kam und darauf, dass viel vom angeeigneten Wissen von Lehrpersonen auf Knopfdruck auch den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehe.

Das sei «ein Spielfeld, das mehr Möglichkeiten bietet, Unterricht zu gestalten als je zuvor», erläuterte Theisohn, um so zu schliessen: «Drehen Sie Perspektive. Seien Sie die Stützen. Geben Sie Halt. Seien Sie dort, wo jemand zu kippen droht. Dort, wo das Netz seine Lücken lässt. Das ist der Ort für Pädagoginnen und Pädagogen des 21. Jahrhunderts. Geniessen Sie ihn!»


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