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Wie lässt sich Informatik verständlich vermitteln und was prägt das Verhalten Jugendlicher in den sozialen Medien? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Masterstudiengang in Fachdidaktik Medien und Informatik der PH Schwyz, der PH Luzern, der Universität Zürich und der Hochschule Luzern. Am 14. Oktober 2026 wurden neun erfolgreiche Absolvent*innen diplomiert.
Im Rahmen der Diplomfeier vom 14. Oktober 2026 an der PH Schwyz in Goldau verglich Studiengangsleiter Prof. Dr. Martin Hermida den Studienweg mit einer Heldenreise und würdigte die Herausforderungen, welche die Diplomierten zwischen Studium, Beruf und Familie gemeistert hatten. Als letzte grosse Etappe beschrieb er die Masterarbeit, deren Nutzen über den persönlichen Abschluss hinausgeht: «Die Aufgabe der Masterarbeit ist es, selbst einen Beitrag zum Wissensbestand der Fachdidaktik Medien und Informatik zu leisten.» Hermida hob die Arbeiten von Julia Anderes und Sonja Imfeld besonders hervor, die sich mit digitalen Verhaltensregeln Jugendlicher sowie Informatikunterricht auf der Primarstufe befassen.
Welche sozialen Regeln gelten unter Jugendlichen auf digitalen Plattformen und wie bewusst sind ihnen diese? Diese Fragen ging Julia Anderes aus Reichenburg (SZ) in ihrer Masterarbeit nach. Dazu führte sie Interviews mit Jugendlichen der Sekundarstufe I an einer ländlich gelegenen Schule. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es für die Befragten ist, sich an den Erwartungen ihrer Gruppe zu orientieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Gleichzeitig sind ihnen die Verhaltensregeln für den digitalen Umgang sehr bewusst: Ihrer Meinung nach gelten die grundlegenden Regeln des persönlichen Zusammenlebens auch online. Die Untersuchung bietet somit wertvolle Einblicke für Eltern, Lehrpersonen und weitere Fachpersonen, die Jugendliche im digitalen Alltag begleiten.
Im Kanton Luzern werden Informatikinhalte auf der Primarstufe in andere Fächer eingebunden. Wie Lehrpersonen der 5. und 6. Klasse dies umsetzen und was ihnen dabei hilft, untersuchte Sonja Imfeld aus Ruswil (LU) anhand von Interviews mit Lehrpersonen. Dabei zeigte sich, dass Lehrpersonen vielfältige Wege finden, Informatik in ihren Unterricht einzubinden. Allerdings bleibt teilweise offen, wie vertieft sie dabei die zugrundeliegenden Ideen und Prinzipien der Informatik behandeln. Als hilfreich beschrieben die Befragten die Zusammenarbeit im Kollegium, die Unterstützung durch pädagogische ICT-Fachpersonen sowie Unterrichtsmaterialien, die Informatik mit anderen Fächern verbinden.
Anderes, Julia (Reichenburg, SZ); Eggenberger, Angela (Suhr, AG); Flügge, Sara (Olten, SO); Harr, Diana (Zürich, ZH); Hofer, Nina (Luzern, LU); Hofer, Lea (Worb, BE); Imfeld, Sonja (Ruswil, LU); Oester, Gerhard (Berikon, ZH); Wegmann, Benjamin (Birmensdorf, ZH)