28. Oktober 2020

Hitzkircher Schulklassen entdecken mit Roberta® die Stadt der Zukunft

Verblüffende Erfahrung: 23 Schüler-/innen aus zwei 8. Klassen der Schulen Hitzkirch programmierten Roboter – und das nur wenige Minuten nach einer kurzen Einführung. Möglich macht dies die Lernumgebung «Mit Roberta® die Stadt der Zukunft entdecken». 

Der berührenden Szene zum Schluss des Hitzkircher Schulbesuchs bei der Roberta®-Lernwerkstatt gebührt der Anfang dieser kurzen Rückschau: Ein Schüler aus den Klassen der Lehrer Joel Mayo und Ivan Bründler dankt der PH Luzern und der Hochschule Luzern dafür, dass sie trotz Corona jungen Menschen derart spannende Erfahrungen und Erlebnisse ermöglichen. Das sei nicht selbstverständlich und verdiene Applaus. Dieser folgt von den 23 Schüler/-innen und ihren Lehrern sofort, laut und lange anhaltend.

Die halbtägige Robotik-Lernwerkstatt der PH Luzern in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern (Departemente Informatik sowie Technik & Architektur) lockt in diesem Herbst über 50 Innerschweizer Klassen (5. bis 9. Schuljahr) mit rund 1000 Schüler/-innen ins Uni/PH-Gebäude nach Luzern. Auf 12 Pulten mit je einem Laptop und einem kleinen fahrfähigen Roboter können die Schüler/-innen innert weniger Minuten erleben, wie sie dieses Vehikel so programmieren, dass es genau so lange und weit fährt, wie sie wollen.

Danach gibt es für die Zweiergruppen unterschiedliche Aufgaben. Der Roboter soll pausieren, die Richtung ändern, eine schwarze Linie nicht überfahren und, und, und. Es wird programmiert am Laptop, getestet auf Teppichen mit Strassen-Bemalung, optimiert, wieder getestet und erkannt: «Diese Erfahrung ist wirklich cool. Das hatte ich in diesem Mass nicht so erwartet», sagt etwa Hannah Notter (13). Auch Silas Bachmann (13) schätzt diesen grossen Bezug zur praktischen Anwendung: «Ich hatte gedacht, es gebe eine lange Theorie und dann vielleicht zwei Roboter für alle. Aber wir hatten eine kurze Theorie und dann einen Roboter pro Zweiergruppe!» Die Kursleiterin Janine Küng ergänzt: «Das selbständige Arbeiten mit einem Robotermodell ermöglicht unmittelbare Erfolgserlebnisse.»

Der halbtägige Praxisteil startet und endet mit einer Gruppenphase. Zuerst müssen in einem Video-Clip Roboter gesucht und beschrieben werden, am Ende wird sehr intensiv darüber diskutiert, welche Arten von Robotern die Schüler/-innen in ihrer «Stadt der Zukunft» möchten – und welche nicht. Die Diskussionsbeiträge sind teils pragmatisch (für Haushaltarbeiten gut, für gefährliche Arbeiten erwünscht, für Strassen noch zu wenig ausgereift, für Pflegebereich ungeeignet).

Damit ist für Projektleiterin Dorothee Brovelli ein wesentliches Ziel dieser Lernwerkstatt erreicht: «Junge Menschen sollen eintauchen können in ihre Vorstellungen einer Stadt der Zukunft und erkennen: Was sind und können Roboter überhaupt? Was lässt sich leicht umsetzen? Was ist schwierig, was anstrengend?» Und die Projektkoordinatorin Andrea Maria Schmid ergänzt: «Schulklassen werden so an die MINT-Thematik herangeführt, aber auch mit ethischen Aspekten konfrontiert und Fragen wie: Wollen wir überhaupt Roboter? Führt das nicht zu einer Mehrklassengesellschaft, bestehend aus jenen, die sich Roboter-Entwicklungen leisten können, und jenen, denen die Voraussetzungen fehlen dafür?»

Von grosser Wichtigkeit ist darum die Nachbearbeitung des Lernwerkstatt-Besuchs. ««Auch hierfür bieten wir Ansatzpunkte und Materialien an», sagt Susanne Wildhirt, die Co-Leiterin der Lernwerkstatt und Dozentin für Allgemeine Didaktik SEK I sowie SEK II an der PH Luzern.

Ziemlich grosse Einigkeit herrscht übrigens in Bezug auf die Frage, welche Art Roboter am besten gefällt: Der Wachhund. Und absolute Einigkeit gibt es in der Antwort auf die im Plenum gestellte Frage, ob Roboter Lehrpersonen ersetzen können oder gar sollen: Neiiiiin!

Von grosser Wichtigkeit ist darum die Nachbearbeitung des Lernwerkstatt-Besuchs. ««Auch hierfür bieten wir Ansatzpunkte und Materialien an», sagt Susanne Wildhirt, die Co-Leiterin der Lernwerkstatt und Dozentin für Allgemeine Didaktik SEK I sowie SEK II an der PH Luzern.

Ziemlich grosse Einigkeit herrscht übrigens in Bezug auf die Frage, welche Art Roboter am besten gefällt: Der Wachhund. Und absolute Einigkeit gibt es in der Antwort auf die im Plenum gestellte Frage, ob Roboter Lehrpersonen ersetzen können oder gar sollen: Neiiiiin!


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