11. Juni 2019

Erfreuliche Anmeldezahlen – finanzielle Herausforderungen

Die Pädagogische Hochschule Luzern kann für das kommende Studienjahr wiederum erfreuliche Anmeldezahlen vermelden. Mit ihrem attraktiven Studienangebot trägt sie massgeblich dazu bei, dass auch künftig genügend und bestens ausgebildete Lehrpersonen für sämtliche Schulstufen zur Verfügung stehen. Trotz den erfreulichen Anmeldezahlen fällt das Finanzergebnis 2018 negativ aus.

 Anmeldezahlen und Finanzen

Für den Studienbeginn im September 2019 haben sich an der PH Luzern insgesamt 578 Studierende neu eingeschrieben – das sind sogar wenige mehr als im Rekordjahr 2018 (576). Die auf sehr hohem Niveau stabilen Anmeldezahlen zeigen, wie beliebt die Studiengänge der PH Luzern sind und wie attraktiv der Lehrberuf ist. Die Ausbildung eröffnet den Absolventinnen und Absolventen denn auch hervorragende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Die grösste Gruppe der neu eintretenden Studierenden bildet wie bereits in den vergangenen Jahren der Studiengang Primarstufe mit 244 Anmeldungen (Vorjahr 272), gefolgt vom Studiengang Sekundarstufe I mit 116 (Vorjahr 122). Für den Studiengang Kindergarten/Unterstufe haben sich 100 Personen angemeldet (Vorjahr 74) – dies sind über 35 Prozent mehr als noch 2018.

Schulische Heilpädagogik: Angebot stark nachgefragt

Nach dem Rekord im Vorjahr konnte auch die Schulische Heilpädagogik nochmals zulegen: 121 Lehrpersonen treten im Herbst 2019 die Ausbildung an; 13 mehr als 2018. Aufgrund des grossen Bedarfs an Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen auf der Sekundarstufe I kann der Studiengang Sekundarstufe I seit 2016 mit Vertiefung in Schulischer Heilpädagogik absolviert werden. 22 Personen haben sich für diese Ausbildung entschieden (Vorjahr 36). Zudem ermöglicht der neue Weiterbildungsstudiengang «DAS Integrative Förderung» erfahrenen Lehrpersonen den Erwerb der Unterrichtsqualifikation als IF-Lehrperson im Kanton Luzern. Mit ihren Angeboten trägt die PH Luzern entscheidend dazu bei, die angespannte Personalsituation im Bereich der integrativen Förderung in der Volksschule zu entschärfen.

Weiterhin sehr grossen Anklang finden auch die Vorbereitungskurse, welche Personen mit einer Berufsausbildung (in der Regel mit Berufsmatura) den Zugang zum Studium ermöglichen. Insgesamt 143 Personen (2018: 130) haben sich dafür eingeschrieben. An der PH Luzern kann auch das Lehrdiplom für Maturitätsschulen für die Fächer Geschichte, Sport, Deutsch, Englisch, Französisch, Geographie, Mathematik, Pädagogik/Psychologie und Philosophie erworben werden. Anmeldungen für die Ausbildung zur Gymnasiallehrperson (Sekundarstufe II) und für die Fachdidaktik-Studiengänge nimmt die PH Luzern noch bis am 30. Juni 2019 entgegen.

Defizit trotz Sparbemühungen

Neben den Studierendenzahlen publiziert die PH Luzern auch ihren Tätigkeitsbericht 2018. Darin ist ersichtlich, dass trotz der Rekordzahl neuer Studierender das Finanzergebnis 2018 mit rund CHF 2,3 Mio. negativ ausfällt. Dies, obwohl die Kosten dank Sparmassnahmen um rund 1 Mio. CHF gesenkt werden konnten. Zudem ist die PH Luzern gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Statistik bereits heute die kostengünstigste aller 16 Pädagogischen Hochschulen. Ursache für das Defizit waren die Kürzungen des kantonalen Trägerbeitrags sowie geringere Beiträge der Herkunftskantone pro Studierenden gemäss Fachhochschulvereinbarung (FHV).

Um die hohe Qualität ihres Angebots zu bewahren und ihre Innovationsfähigkeit weiterzuentwickeln, ist die PH Luzern auf die in Aussicht gestellten höheren Trägerschaftsbeiträge angewiesen. Zudem wurde eine Studienplanreform eingeleitet, welche neben der inhaltlichen Weiterentwicklung weitere Kosteneinsparungen zum Ziel hat.


Tätigkeitsbericht 2018: Zusammenarbeit mit dem Berufsfeld

Gespräch zwischen Hans-Rudolf Schärer, Charles Vincent (DVS), Alex Messerli (LLV) und Bettina Wagner (VSL LU) über die Bedeutung der PH Luzern für das Berufsfeld.

Der Tätigkeitsbericht 2018 der PH Luzern stellt das Thema «Zusammenarbeit mit dem Berufsfeld» ins Zentrum. Dabei wird der grosse Beitrag sämtlicher Leistungsbereiche der PH Luzern für die Berufspraxis deutlich. Wie bereits 2017 besteht der Bericht aus zwei Teilen: Einem gedruckten Faltblatt, in welchem das Grusswort des Bildungsdirektors, das Geleitwort des Rektors sowie ausgewählte Zahlen aus dem Berichtsjahr zu finden sind, sowie einer ergänzenden Webseite, welche folgende Beiträge zum Themenschwerpunkt enthält:

  • Leitartikel: Gespräch zwischen Hans-Rudolf Schärer, Charles Vincent (DVS), Alex Messerli (LLV) und Bettina Wagner (VSL LU) über die Bedeutung der PH Luzern für das Berufsfeld.
  • Praxisnahe Entwicklung der ausgezeichneten Lern-App «Fliehen vor dem Holocaust»
  • Gaststudierende aus dem Ausland: Mehrwert für Schulen und Studierende
  • 30. Schultheatertage zum Thema «Spuren» in Verbindung mit der Lernwerkstatt
  • Projekt «MINT unterwegs» und dessen Nutzen für die Schulen
  • Einführung LP 21 und die Rolle der Weiterbildung

Kontakt

Rektor
Hans-Rudolf Schärer
Prof. Dr. phil.
Pfistergasse 20
6000 Luzern 7
hans-rudolf.schaerer@phlu.ch
Portrait
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