7. Dezember 2020

Ausschluss und Teilhabe in integrativen Schulklassen

Aisha Schnellman schreibt für das Blog BOLD. Dieses übersetzt wissenschaftliche Publikationen für Lehrpersonen. Gerade sind drei Artikel zum Projekt «Soziale und moralische Urteile zum Ausschluss auf Basis von Behinderung: Die Rolle von Lehrperson und Gleichaltrigen» unter der Leitung von Luciano Gasser, dem stellvertretenden Leiter des Instituts für Schule und Heterogenität (ISH), und Jeanine Grütter, Projektleiterin am ISH, erschienen.

Warum schliessen Schüler/-innen andere aus? Für Schüler/-innen mit Verhaltensproblemen oder schulischen Schwierigkeiten kann die Schule problematisch sein. Ergebnisse der Studie «Soziale und moralische Urteile zum Ausschluss auf Basis von Behinderung: Die Rolle von Lehrperson und Gleichaltrigen» zeigen auf, dass wettbewerbsorientierte Unterrichtsnormen Ausgrenzung fördern. Schulklassen mit einer integrativen Haltung unterstützen Schüler/-innen mit Verhaltensproblemen oder schulischen Schwierigkeiten und begünstigen damit die positive Entwicklung von schulischen Leistungen nachweislich.

Weiter profitieren auch Lehrpersonen von einem Klima des Vertrauens und der Sympathie. Schüler/-innen helfen sich gegenseitig und profitieren voneinander. Es entstehen weniger Vorurteile gegenüber Schüler/innen mit Beeinträchtigungen. Die Schüler/-innen empfinden eher Besorgtheit gegenüber ihren Peers. «Vorurteile werden mit dem Heranwachsen gebildet und im Erwachsenenalter verfestigt. In der frühen Adoleszenz entwickeln Kinder noch immer ihre Einstellung zu Inklusion und Vielfalt. Diejenigen, die in jüngeren Jahren lernen, Vielfalt zu schätzen, werden sich daher wahrscheinlich zu Erwachsenen entwickeln, die eine integrativere Perspektive gegenüber Menschen haben, die anders sind», erklärt Jeanine Grütter.

Zum Projekt «Soziale und moralische Urteile zum Ausschluss auf Basis von Behinderung: Die Rolle von Lehrperson und Gleichaltrigen»

Die ausführlichen Artikel lesen Sie hier:


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