Begleitevaluation zur Integrativen Förderung in den Volksschulen der Stadt Luzern

Die Luzerner Schulen haben 2011 die Integrative Förderung eingeführt: Lernende der Kleinklassen werden in den Regelklassen integrativ geschult. Die Lehrpersonen werden dabei von IF-Lehrpersonen unterstützt. Das ISH evaluiert die Umsetzung bis 2017.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Schule und Heterogenität
  • Diagnostizieren, Beurteilen und Evaluieren
  • Schule und Heterogenität
  • Diagnostizieren, Beurteilen und Evaluieren
Status
abgeschlossen
abgeschlossen
Zeitraum
01.06.2011 - 30.12.2017
01.06.2011 - 30.12.2017

Beschreibung

Im Auftrag des Rektorats der Volksschule der Stadt Luzern führte das ISH die wissenschaftliche Begleitevaluation zur Einführung und Umsetzung der Integrativen Förderung an den Volksschulen der Stadt Luzern durch. In einem Längsschnitt wurden alle Schulleitungen und Lehrpersonen der Volksschule der Stadt Luzern zu drei Befragungszeitpunkten online befragt (2011–2017, Modul 1: Quasi-Längsschnitt).

Ergänzend wurden im Herbst 2015 in einzelnen Schulen, die gelingende Umsetzungsideen und interessante Ansätze zu Vielfalt und Integration entwickelt haben, Gespräche geführt und Dokumente analysiert (Modul 2: Qualitative Befragung/Fallstudien). Dabei standen insbesondere folgende Fragestellungen des Rektorats im Zentrum der Aufmerksamkeit:

  • Wie vollziehen die Sekundarschulen den Systemwechsel vom getrennten zum integrierten Sekundarschulmodell und welche Auswirkungen hat dies auf die Einführung und Umsetzung der Integrativen Förderung auf dieser Stufe?
  • Was führt zu «guten» Zusammenarbeitssituationen in der Integrativen Förderung (insbesondere zwischen IF-Lehrpersonen/SHPs und Klassenlehrpersonen)?
  • Welche Ansätze haben Schulen zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit herausfordernden Verhaltensweisen vor Ort gefunden (Stufe 1, 2 in Bezug auf das zentrale Angebot der Schulunterstützung)?

Der Schlussbericht wurde im Januar 2017 in der definitiven Version abgegeben, in der Schulleiterkonferenz diskutiert und im April der Bildungskommission vorgestellt. Fazit: IF ist definitiv in der Praxis angekommen. Die damit zuerst gestarteten Bildungsstufen (KG–2. Klassen) haben über die Zeit der Untersuchung laufend leicht höhere Akzeptanzwerte (Grundsätze, Einstellungen, mögliche Wirkungen) und eine grössere Sicherheit in der Umsetzung der schulischen Integration gezeigt (Zusammenarbeit, integrativer Unterricht, individuelle Förderung etc.). Auf der später eingestiegenen Primarstufe kann derselbe Effekt gezeigt werden – zeitlich leicht verschoben. In den Sekundarschulen wurde die Einführung der IF vom Systemwechsel zur Integrierten Sekundarschule überlagert, klare Aussagen lassen sich deshalb nicht machen. Ergänzend zeichnet sich auf der Steuerungsebene seitens der Schulleitung und in der Zusammenarbeit mit dem Rektorat eine Veränderung von «managing change» zu einem gewünschten «leading change» ab. Die Schulen haben die Verantwortung übernommen, ihre Form für die Ausgestaltung der IF in den gegebenen Rahmenbedingungen so gut wie möglich zu finden.

Weitere Mitarbeitende im Modul 2 – Studierende MA SHP:

-       Melanie Amrhyn

-       Monika Bizozzero

-       Nadja Burri

-       Klara Dischl

-       Elmedin Peku

-       Hansmelk Rohrer


Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Schule und Heterogenität
Institut für Schule und Heterogenität
Finanzierungstyp
Kantone / Gemeinden
Kantone / Gemeinden
Externe Projektfinanzierer Volksschulen der Stadt Luzern

Beteiligte Personen

intern


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