Lehre zum Umgang mit Antisemitismen in der Lehrpersonenbildung: Merkmale von Lernarrangements und deren Transferierbarkeit in den Schulunterricht

Diskriminierung, z. B. Antisemitismus, stellt eine gesellschaftliche Herausforderung dar – auch für Lehrpersonen. Es wird untersucht, wie angehende Lehrpersonen auf den Umgang damit vorbereitet werden. Zudem werden evidenzbasierte Lernarrangements für die Hochschule entwickelt.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Professions- und Unterrichtsforschung
  • Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
  • Zentrum für Hochschuldidaktik
  • Professionsforschung
  • Geschichtsdidaktik, Erinnerungskulturen und Public History
  • Professions- und Unterrichtsforschung
  • Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
  • Zentrum für Hochschuldidaktik
  • Professionsforschung
  • Geschichtsdidaktik, Erinnerungskulturen und Public History
Status
laufend
laufend
Zeitraum
01.04.2026 - 31.03.2027
01.04.2026 - 31.03.2027

Beschreibung

Antisemitismus stellt – wie andere Formen von Diskriminierung – eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung dar, auf die angehende Lehrpersonen vorbereitet werden müssen. Aktuelle Befunde zeigen jedoch eine Diskrepanz zwischen diesem Anspruch und curricularer Verankerung: In über 5’000 analysierten Modulbeschreibungen der Pädagogischen Hochschulen in der Deutschschweiz wird Antisemitismus kaum explizit thematisiert (Galle & Gautschi, under review), obwohl entsprechende Inhalte laut Dozierenden durchaus Teil ihrer Lehre sind. Zudem zeigt sich in weiteren Studien, dass die Lehre zum Umgang mit Diskriminierungsformen wie Antisemitismen hochschuldidaktisch herausfordernd ist.

Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab, evidenzbasierte Lernarrangements für die Lehrpersonenbildung zu entwickeln. In einem ersten Schritt wird mittels qualitativer Interviews untersucht, wie Dozierende Lehrveranstaltungen und Praktika zum Umgang mit Antisemitismus gestalten. Analysiert werden dabei die didaktische Struktur der Lernarrangements sowie zentrale Gelingensbedingungen und Herausforderungen in Planung, Durchführung und Reflexion. Darüber hinaus wird untersucht, welche Überzeugungen Dozierende hinsichtlich der Transferierbarkeit dieser hochschuldidaktischen Lernarrangements in schulische Kontexte haben. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die entwickelten Lernarrangements von Studierenden in ihrer späteren Unterrichtspraxis direkt übernommen werden können oder kontextspezifische Anpassungen erforderlich sind. Auf dieser Grundlage sowie unter Einbezug hochschuldidaktischer Literatur werden fünf Lernarrangements entwickelt. Diese werden in einem Workshop mit Fachpersonen diskutiert, iterativ weiterentwickelt und anschliessend als Open Educational Resources publiziert.

Das Projekt liefert (1) eine empirische Validierung der bisherigen Curriculumanalyse, (2) evidenzbasierte Good-Practice-Beispiele für die Lehre, (3) Erkenntnisse zur Transferierbarkeit dieser Good-Practice-Beispiele in den Schulunterricht und (4) zu notwendigen Unterstützungsstrukturen für Dozierende sowie (5) konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung von Curricula, Lehrveranstaltungen und Praktika. Damit trägt es zur Professionalisierung der Lehrpersonenbildung und zur Prävention von Antisemitismus im Bildungsbereich bei.


Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Professions- und Unterrichtsforschung
Institut für Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
Zentrum für Hochschuldidaktik
UNESCO-Lehrstuhl
Institut für Professions- und Unterrichtsforschung
Institut für Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
Zentrum für Hochschuldidaktik
UNESCO-Lehrstuhl
Finanzierungstyp
Private / Stiftungen
andere interne Finanzierung
Private / Stiftungen
andere interne Finanzierung

Beteiligte Personen

Intern


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