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Schwerpunkte
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Wir führen eine Videointervention zur Reduzierung von ungünstigen Einstellungen bei Lehrpersonen hinsichtlich Schüler:innen mit Epilepsie im D-A-CH-Raum durch.
Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
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Status
laufend
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laufend |
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Zeitraum
01.10.2025
- 31.12.2026
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01.10.2025 - 31.12.2026 |
Hintergrund: Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, gekennzeichnet durch wiederkehrende epileptische Anfälle. Ca. 1 % der Kinder und Jugendlichen sind von Epilepsie betroffen. In der Allgemeinbevölkerung kam es zu ungünstigen Einstellungen gegenüber Menschen mit Epilepsie. So äusserten 15 % der Befragten in der Schweiz, dass sie etwas dagegen hätten, wenn ihr Kind in der Schule und beim Spielen mit Kindern zusammenkommt, die manchmal epileptische Anfälle bekommen (Nüesch Kurath & Franke, 2019). Einstellungen dieser Art verdeutlichen Berührungsängste, Stigmatisierung und soziale Distanz gegenüber Menschen mit Epilepsie. Solche negativen Einstellungen können die soziale Teilhabe und das Wohlbefinden von Menschen mit Epilepsie beeinträchtigen. Im Kontext Schule kam es ebenfalls zu ungünstigen Einstellungen gegenüber Schüler:innen mit Epilepsie. In einer aktuellen Studie an Schulen in Deutschland haben wir folgende ungünstige Einstellungen bei Lehrpersonen identifiziert (Kulawiak et al., 2025):
Diese ungünstigen Einstellungen der Lehrpersonen können sich negativ auf das schulische Wohlbefinden und die schulische Teilhabe der Schüler:innen mit Epilepsie auswirken.
Forschungsbedarf und Forschungsziel: Für das Schweizer Bildungswesen gibt es bisher keine Studien zu den Einstellungen des Lehrpersonals gegenüber Schüler:innen mit Epilepsie. Auch in Deutschland und Österreich ist das Thema bisher wenig erforscht. In der geplanten Studie sollen Lehrkräfte in der Schweiz nach ihren Einstellungen gegenüber Schüler:innen mit Epilepsie befragt und mittels Video-Intervention zur Thematik Epilepsie fortgebildet werden. In der Studie sollen zwei Videoformate miteinander kombiniert und verglichen werden: Fachlich-informative Videos vermitteln medizinisches Wissen über Epilepsie, während ein Modelllernen-Video nach Bandura (2001) gezielt Selbstwirksamkeit durch Beobachtungslernen und positive Modellierung fördert. Die sozial-kognitive Lerntheorie nach Bandura (2001) gewinnt in der Aufklärungsarbeit über Epilepsie zunehmend an Relevanz, ins-besondere durch Beiträge zur effektiven Wissensvermittlung sowie zur Reduktion von Stigmatisierung und Berührungsängsten (Shafer et al., 2022). Es wird erwartet, dass die Kombination beider Videoformate kognitive, affektive und verhaltensbezogene Einstellungen gegenüber Schüler:innen mit Epilepsie am stärksten verbessert.
Forschungsdesign und Material: Die Video-Intervention soll in einem 2x2 randomisierten Nur-Nachtest-Kontrollgruppendesign (post-test only control group design) erfolgen. Die Studie soll sich auf Lehrpersonen in D-A-CH-Raum fokussieren. Die Erfassung der kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Einstellungen gegenüber Schüler:innen mit Epilepsie soll mit dem Fragebogen von Kulawiak et al. (2025) erfolgen.
Gefördert von Epilepsie-Stiftung Wolf.
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Beteiligte interne Organisationen
Institut für Diversität und inklusive Bildung
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Institut für Diversität und inklusive Bildung |
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Finanzierungstyp
Private / Stiftungen
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Private / Stiftungen
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