Fachkräftemangel Heilpädagogik in der Zentralschweiz – Ursachen, Analyse und Strategieentwicklung

Schweizweit herrscht eine Fachkräftemangel in Bezug auf die Heilpädagogik - dies gilt auch für die Zentralschweiz. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen. Im Rahmen dieses Projekts wird dieses Phänomen genauer untersucht.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Schule und Heterogenität
  • Behinderung, Beeinträchtigung
  • Schule und Heterogenität
  • Behinderung, Beeinträchtigung
Status
laufend
laufend
Zeitraum
18.01.2021 - 31.08.2021
18.01.2021 - 31.08.2021

Beschreibung

  • Ausgangslage: Trotz stetig steigenden Studierendenzahlen im Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik der PH Luzern herrscht auch in der Zentralschweiz ein Mangel an heilpädagogisch ausgebildeten Fachkräften. Allerdings differiert diese Ausbildungsquote zwischen den Zentralschweizer Kantonen erheblich. 
  • Zentrale Fragestellungen:
    • Warum zeigen sich grosse Unterschiede in der Quote an ausgebildeten SHP in der Zentralschweiz? Worauf können diese Unterschiede zurückgeführt werden?

    • Wie kann diese Quote auf den verschiedenen Ebenen des Bildungssystems verändert werden?

  • Ziele:
    • Im Rahmen des Projekts soll ein Modell (Systemstrukturdiagramm) entwickelt werden, welches diese Unterschiede möglichst gut erklären kann.

    • Zudem sollen aus dem Modell mögliche Massnahmen abgeleitet werden, um in Kantonen mit tiefer Ausbildungsquote die Quote an ausgebildeten SHP steigern zu können.

  • Vorgehen:
    1. In einem ersten Schritt werden statistische Daten zur Ausbildungsquote in den Zentralschweizer Kantonen gesammelt. Hierbei interessieren vor allem der Bedarf an ausgebildeten SHP sowie die Zahl der ausgebildeten und in Ausbildung stehenden SHP. Aber auch Daten zur Altersstruktur des sonderpädagogischen Personals, zu Studienabbrüchen und zur Verweildauer im Beruf werden in die erste statistische Analyse einbezogen. Bereits hier steht der Vergleich der einzelnen Kantone im Zentrum.
    2. In einem zweiten Schritt werden qualitative Interviews mit drei Personengruppen gemacht:
      • Vorsteher*innen der Volksschulämter
      • Schulleiter*innen von Schulen mit hohem und tiefem Anteil an ausgebildetem sonderpädagogischem Personal
      • Im heilpädagogischen Berufsfeld stehende Personen mit und ohne Ausbildung
    3. Aus diesen Interviews sollen mittels qualitativer Inhaltsanalyse Faktoren abgeleitet werden, welche die Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung wesentlich beeinflussen.
    4. Aus diesen Analysen wird ein Modell (Systemstrukturdiagramm) erstellt, welches die Unterschiede zwischen den Kantonen möglichst gut erklären soll.
    5. Die gefundenen Einflussfaktoren werden in einem weiteren Schritt gewichtet. Dies geschieht anhand des Vergleichs der Einflussfaktoren zwischen den einzelnen Kantonen (sofern möglich) und anhand eines Fragebogens bei einer grösseren Stichprobe an Personen, welche im heilpädagogischen Berufsfeld tätig sind. Aufgrund der Ergebnisse wird das Systemstrukturdiagramm angepasst und finalisiert.
    6. Schliesslich wird aus diesem Modell eine Strategie abgeleitet, wie die verschiedenen Akteure im heilpädagogischen Feld (z.B. Pädagogische Hochschule, Schulleitungen, Kantonale Volksschulämter) die Ausbildungsquote insbesondere in Kantonen mit ungünstiger Ausgangslage positiv beeinflussen können.
  • Zeitplan: Die Untersuchung wird von Januar bis August 2021 durchgeführt. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im September 2021 publiziert.

Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Ansprechpersonen HP
Institut für Schule und Heterogenität
Ansprechpersonen HP
Institut für Schule und Heterogenität
Finanzierungstyp
andere interne Finanzierung
andere interne Finanzierung

Beteiligte Personen

Intern

Extern


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