Erinnerungslandschaft Bürgenberg 1798 - zweierlei Freiheiten

Aufklärung und Französische Revolution führten zu den grössten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. In der Schweiz wurde die Helvetik 1798–1803 zur Inkubation der Freiheitsrechte, verbunden mit politischen Turbulenzen und enormen militärischen Belastungen.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
  • Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
Status
laufend
laufend
Zeitraum
10.07.2019 - 05.09.2020
10.07.2019 - 05.09.2020

Beschreibung

Wissen, woher man gekommen ist

«Auf seine eigene Geschichte zurückblicken ist wie Rudern: Die Fahrtrichtung ist vorwärts, doch der Blick geht zurück. Und der Horizont wird immer weiter.» Diese Einsicht der schwedischen Bäuerin Anna Rinda trifft auch auf die 600-Jahr-Feier von Stansstad zu. Im Zentrum des historischen Projekts steht die Entscheidungssituation von 1798, der sogenannte Franzosenüberfall.

Bleibender Wert im Massstab 1:1

«1798» ist in Nidwalden primär verbunden mit dem Kampf am Allweg und in Stans, aber auch mit dem dramatischen Geschehen am Bürgenberg. Französische Verbände, die über den See angriffen, erkämpften trotz vehementer Gegenwehr der Nidwaldner die Höhe des Bürgenbergs. Diese Geschichte gehört ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, aber auch in die Landschaft, sichtbar, wiedererkennbar – und sie soll hier konkret nachverfolgt und ein Stück weit nachempfunden werden können, durch eine bleibende Einrichtung im Massstab 1:1.

«Erinnerungslandschaft Bürgenberg»

Die «Erinnerungslandschaft» soll eine Einheit bilden, dennoch sind die einzelnen Stationen auch je einzeln als Erlebnisorte zu gestalten. Ihre Attraktivität soll zudem motivieren, weitere Stationen zu besuchen und selbst den Aufstieg von Kehrsiten hinauf zum Bürgenstock unter die Füsse zu nehmen.

1798 – zweierlei Freiheiten

«Der Abwehrkampf der Nidwaldner», so lautet eine Überschrift, wie sie noch recht lange in den Geschichtsbüchern zu lesen war. Aber gegen wen verteidigte man sich? Und was verteidigte man? Was wollten die andern überhaupt, die Franzosen? Etwas zugespitzt lässt sich sagen: Die Franzosen brachten die Freiheit – Liberté, Egalité, Fraternité, aber sie brachten sie mit Krieg, Gewalt und Raub. Und die Nidwaldner verteidigten die Freiheit – ihre Freiheit, denn den Untertanen in den eidgenössischen Vogteien gewährten sie diese Freiheit nicht. Es gab also zweierlei Freiheiten. Ein konsequenter Perspektivenwechsel – Nidwaldner Sicht, französische Sicht – soll die geplante Erinnerungslandschaft charakterisieren und zum Markenzeichen werden.


Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
Finanzierungstyp
Andere Kantone / Gemeinden
Andere Kantone / Gemeinden

Beteiligte Personen

intern


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