Freundschaften fördern in heterogenen Lerngruppen – Ein Programm für das Klassenzimmer

Das Ziel des vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) finanzierten Projekts ist die Entwicklung und Evaluation der Wirksamkeit eines Programms zur Förderung der sozialen Teilhabe von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Schule und Heterogenität
  • Behinderung, Beeinträchtigung
  • Schule und Heterogenität
  • Behinderung, Beeinträchtigung
Status
abgeschlossen
abgeschlossen
Zeitraum
01.01.2019 - 31.07.2020
01.01.2019 - 31.07.2020

Beschreibung

Ziele:

1)    Die Untersuchung der Bedingungen, welche sich förderlich auf die Entstehung von Freundschaften in heterogenen Schulklassen auswirken.

2)    Die Entwicklung und Evaluation der Wirksamkeit eines Programms zur gezielten Förderung der sozialen Teilhabe von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf.

Aktivitäten:

Basierend auf aktuellen empirischen entwicklungspsychologischen und bildungswissenschaftlichen Befunden wurde ein umfassendes Programm entwickelt, welches Berührungsängste zwischen Kindern abbauen soll. Das Programm setzt auf mehreren Ebenen an, indem das Augenmerk sowohl auf die Ausbildung angehender Lehrpersonen als auch auf den Unterricht mit Primarschüler/-innen der 3. bis 6. Klasse gelegt wird.

Die Entwicklung des Programms für die Schüler/-innen erfolgte partizipativ und basiert unter anderem auf den Vorstellungen der Kinder zum Thema Freundschaft, welche im Rahmen von Fokusgruppen ermittelt wurden.

Bausteine:

1)     Für das Projekt wurde der Kinderkrimi «Gefahr für Herrn Tännli» entwickelt (Autorin: Katja Alves, Illustration: Daniel Müller, Skript und Idee: Jeanine Grütter). Die Geschichte dreht sich um den Jungen Leon, der von einer Sonderschule in eine Regelklasse wechselt. Die Buschbanditen sind sehr beliebte Kinder, die sich für Gerechtigkeit einsetzen und ein besonderes Händchen für das Lösen von Krimis haben. Gemeinsam mit Leon nehmen die Buschbanditen an einem Schulwettbewerb teil und nehmen sich dabei des rätselhaften Falls von «Herrn Tännli», an, eines spurlos verschwundenen Papageien.

Die Geschichte bietet ein Modell für Freundschaften zwischen sehr unterschiedlichen Kindern und greift zentrale Themen auf, wie Umgang mit Anders-Sein, die Wahl von Freund/-innen, Freundschaftsqualität, Umgang mit Konflikten und Zivilcourage. Wird es Leon gelingen, zu den Buschbanditen dazuzugehören?

2)     Rund um diese vierteilige Geschichte wurden Unterrichtseinheiten à vier Doppellektionen entwickelt, welche die angehenden Lehrpersonen mit ihren Praktikumsklassen durchführen. Im Rahmen von Gruppendiskussionen und spielerischen Übungen werden die Inhalte der Geschichte vertieft und gemeinsam mit den Schüler/-innen reflektiert. Begleitend wird das Programm auf seine Wirksamkeit evaluiert.

Als Vorbereitung auf die Intervention wurde ein Ausbildungsmodul an der PH Luzern entwickelt, das alle zentralen empirischen Befunde und theoretischen Modelle, auf welchen das Programm zur Freundschaftsförderung aufbaut, behandelt. Diese Inhalte wurde dafür in einem Reader (der ähnlich funktioniert wie ein Lehrbuch) zusammengestellt.

Vorschau zum Kinderbuch

Die Vorschau zum Kinderkrimi «Gefahr für Herrn Tännli» finden Sie ganz unten auf dieser Projektwebseite.


Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Schule und Heterogenität
Institut für Schule und Heterogenität
Finanzierungstyp
Andere Bundesstellen
andere öffentliche Institutionen
Forschungsförderung PH Luzern
Andere Bundesstellen
andere öffentliche Institutionen
Forschungsförderung PH Luzern
Externe Projektfinanzierer Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EGBG)
Externe Projektpartner insieme Schweiz

Beteiligte Personen

intern

extern


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