Freundschaften fördern in heterogenen Lerngruppen – Ein Programm für das Klassenzimmer

Das Ziel des vom EGBG finanzierten Projekts ist die Untersuchung der Freundschaften in Schulklassen, sowie die Entwicklung [Teil A] und Evaluation der Wirksamkeit [Teil B] eines Programms zur Förderung der sozialen Teilhabe von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Schule und Heterogenität
  • Behinderung, Beeinträchtigung
  • Schule und Heterogenität
  • Behinderung, Beeinträchtigung
Status
laufend
laufend
Zeitraum
01.01.2019 - 31.07.2020
01.01.2019 - 31.07.2020

Beschreibung

Projektbeschreibung

Teil A:

Basierend auf aktuellen empirischen Befunden zur Entwicklung von Vorurteilen und der Förderung von Freundschaften zwischen Kindern mit und ohne besonderem Bildungsbedarf werden anhand einer zweimaligen Erhebung à 20 Minuten die sozialen Beziehungen in Schulklassen erfasst. Die Daten sollen einen Beitrag dazu leisten, inkonsistentes Wissen bezüglich der Entstehung und Stabilität von Freundschaften, insbesondere Freundschaften zwischen Kindern mit und ohne besonderen Bildungsbedarf in Schulklassen zu klären, indem die Daten breit erhoben werden. Dazu werden die Sichtweise von Kindern, Studierenden im Praktikum und Praxislehrpersonen erhoben. Diese Erkenntnisse sind hilfreich, um Unterstützungsmassnahmen zur Förderung der Freundschaften zu konzipieren und so das Programm (siehe unten) weiterzuentwickeln.

Teil B:

Da die soziale Teilhabe von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf eine Herausforderung darstellen kann, wurde ein spezifisches Programm entwickelt, das Berührungsängste abbauen und die Bildung von Freundschaften zwischen Kindern mit und ohne besonderen Bildungsbedarf anregen soll. Dieses Programm wird von Studierenden im Rahmen ihres Praktikums durchgeführt. Das bedeutet, dass die Studierenden im Rahmen der Ausbildung spezifisch vorbereitet und während des Mentorats explizit in der Durchführung des Programms geschult werden, inklusive der Einübung von Gesprächsmoderation. Die Durchführung wird wissenschaftlich begleitet. Es gibt eine zweimalige Datenerhebung à 20 Minuten zu Beginn und Ende des Praktikums, in der die Sichtweise von Kindern, Studierende im Praktikum und Praxislehrpersonen erhoben wird. Damit kann die Wirksamkeit des Programms analysiert werden. Auf der Grundlage des Teils A sowie den Erkenntnissen aus Teil B wird das Programm weiter entwickelt.

Information zum Programm

Die zentrale Komponente dieses Programms besteht aus einem eigens dafür geschriebenen Kinderbuch der renommierten Kinderbuchautorin Katja Alves, illustriert von Daniel Müller

Die Geschichte wird in vier thematisch aufeinander aufbauenden Blöcken während acht Lektionen (bzw. je einer Doppelstunde während vier Wochen) mit der Klasse gelesen und diskutiert. Der Inhalt wird mit abwechslungsreichen Übungen vertieft. Dazu wurden konkrete Materialien erarbeitet. Die vier Blöcke thematisieren folgende Themen: a) Wie wähle ich meine Freunde? (Diversität und Toleranz), b) Was sind gute Freunde? (Freundschaftsqualität), c) Mit Konflikten umgehen (soziale Kompetenzen) und d) Für Freunde einstehen (Prävention und Intervention bei sozialem Ausschluss).

Die Einwicklung dieses wissenschaftlich fundierten Programms erfolgte partizipativ und basiert auf den Vorstellungen der Kinder zum Thema Freundschaft. Insbesondere die Freundschaftsgeschichte wurde durch die Diskussionen zu den Themen Beliebtheit und Freundschaft in Fokusgruppen mit Kindern inspiriert.

Da die Lehrperson mit ihren Einstellungen und ihrem Verhalten im Klassenzimmer die Gestaltung sozialer Beziehungen und die soziale Teilhabe von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf wesentlich beeinflusst, setzt dieses Programm nicht nur bei den Kindern an, sondern auch bei zukünftigen Lehrpersonen. Die angehenden Lehrpersonen werden während der Ausbildung in einer eigens entwickelten Veranstaltung intensiv im Thema soziale Beziehungen in der Klasse und soziale Teilhabe von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf geschult.

Vorschau zum Kinderbuch

Folgt Anfang November

Zeitplan

Der Zeitplan des Projekts ist als PDF-Datei zuunterst auf dieser Webseite abgelegt.

Verortung des Programms im Lehrplan 21, Zyklus 2

Informationen zur Verortung des Programms im Lehrplan 21 und den behandelten Kompetenzen sind als PDF-Datei zuunterst auf dieser Webseite abgelegt.


Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Schule und Heterogenität
Institut für Schule und Heterogenität
Finanzierungstyp
Andere Bundesstellen
Andere öffentliche Institutionen
Andere Bundesstellen
Andere öffentliche Institutionen
Externe Projektfinanzierer Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EGBG)
Externe Projektpartner insieme Schweiz

Beteiligte Personen

intern

extern


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