Chronik

Die PH Luzern blickt bereits auf eine über 15-jährige Geschichte zurück. Der eigentliche Startschuss fiel aber bereits im Jahr 1993.

 2018

Die Pädagogischen Hochschulen Luzern und Heidelberg starten ein gemeinsames schweizerisch-deutsches Promotionskolleg zur Förderung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Hochschulen versprechen sich durch das Kolleg eine intensivere Betreuung ihrer Promovierenden sowie einen verbesserten Zugang zu Fortbildungsmassnahmen. Das erste Treffen der Doktorandinnen und Doktoranden sowie ihrer Betreuungspersonen fand in Heidelberg statt.

Mit dem Studienjahr 2018/19 ist die Fachdidaktik Medien und Informatik erstmals als spezifisches Modul in die Curricula der Studiengänge Primarstufe sowie Kindergarten/Unterstufe integriert.

Die PH Luzern bietet – in Zusammenarbeit mit der PH Schwyz, der Universität Zürich und der Hochschule Luzern – den «Master of Arts in Fachdidaktik Medien und Informatik» an. In Kooperation mit der PH Bern und mit der Uni Bern bietet die PH Luzern ebenfalls neu einen Master «Fachdidaktik Natur, Mensch Gesellschaft und Nachhaltige Entwicklung» an. Die neuen Masterstudiengänge schliessen gleich mehrere Lücken: Den Lehrpersonen mit einem Bachelordiplom bieten die neuen Studiengänge die Möglichkeit zur Spezialisierung in einem konsekutiven Masterstudium. Als Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker sind die Absolventinnen und Absolventen gefragte Fachpersonen für die Vermittlung. Und das Studium bereitet vor für eine spätere Anstellung als Dozentin oder als Dozent; insbesondere an Pädagogischen Hochschulen, aber auch an Fachhochschulen und weiteren Bildungsinstitutionen. Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker bringen ihre Kompetenzen ein in der Arbeit bei Lehrmittelverlagen und an ausserschulischen Lernorten wie z.B. in Museen, Lernlabors, Naturparks oder in der Medienarbeit. Bei gutem Abschluss steht zudem der Weg zur Promotion offen.

Mit dem DAS Integrative Förderung führt die PH Luzern eine Weiterbildung für erfahrene IF-Lehrpersonen ab 45 Jahren ein, die noch keine offizielle Unterrichtsqualifikation für die integrative Förderung besitzen.

Mehrere Lehrmittelentwicklungen der PH Luzern werden mit Worlddidac Awards geehrt: Die von der PH Luzern mitentwickelte Lern-App «Fliehen vor dem Holocaust» unterstreicht die Pionierrolle der PH Luzern bei der digitalen Vermittlung von Lerninhalten. Die App unterstützt Lehrerinnen und Lehrer im deutschsprachigen Raum dabei, ihren Klassen an das schwierige Thema Holocaust heranzuführen. Das Lehrmittel «Lesebox» unterstützt die Kinder im Aufbau ihrer Lesekompetenz.

Die neue ebenfalls prämierte Buchreihe «Wirksamer Fachunterricht» mit elf Bänden zu unterschiedlichen Schulfächern, von ehemaligen oder aktuellen Professorinnen und Professoren der PH Luzern herausgegeben, thematisiert die Qualität und die Wirksamkeit des Fachunterrichts an unseren Schulen. Die Buchreihe schöpft aus der Expertise der jeweiligen Fachdidaktiken und der Fachpraxis. Im Nationalmuseum in Zürich findet die Vernissage des 3. Bandes des Schulgeschichtsbuchs «Zeitreise», an dessen Umsetzung die PH Luzern massgeblich beteiligt war, statt. Damit ist die neue Lehrmittelreihe, die den Lehrplan 21 schulpraktisch umsetzt, vollständig. In weiten Teilen der Deutschschweiz ist die Zeitreise bereits erfolgreich im Einsatz.

Mit ihrem Kinderschutzkonzept belegt die Kita Campus den zweiten Platz beim Kinder- und Jugendaward des Kantons Luzern. Das Konzept unterstützt die Integrität, das Wohlbefinden und den Schutz von Kindern.

Vom Wettbewerb Projekt9 zum Verein Projekt9. Am 28. Juni 2018 findet zum zehnten Mal der Final des nationalen Wettbewerbs Projekt9 in Luzern statt. Der traditionelle grosse Final wird in dieser Form 2018 zum letzten Mal durchgeführt. Als «Superprojekt» wird dem ehemaligen Projekt9 neues Leben eingehaucht, wozu im September in Olten der neue Verein Projekt9 gegründet wurde.

Am 31. August 2018 geht Prof. Dr. Michael Zutavern, stellvertretender Rektor, ehemaliger Prorektor Ausbildung und einer der «Gründungsväter» der PH Luzern, in Pension. Seine enormen Verdienste um die PH Luzern werden mit einer Verabschiedungsfeier und einer Buchpublikation gewürdigt.


2017

Durch das 2015 in Kraft getretene Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz sind auch Pädagogische Hochschulen berechtigt, im Rahmen «Projektgebundener Beiträge» (PgB) von Bundesmitteln zu profitieren. Die PH Luzern hat sich im Rahmen mehrerer Projekte erfolgreich um PgB-Mittel beworben. Sie ist federführend in den Teilprojekten zum Aufbau der wissenschaftlichen Kompetenzen in den Fachdidaktiken «Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung» sowie «Natur, Mensch, Gesellschaft und Nachhaltige Entwicklung». Zudem engagiert sich die PH Luzern mit eigenen Teilprojekten im PgB-Projekt «Chancengleichheit und Hochschulentwicklung». Als Partnerin anderer Hochschulen beteiligt sich die PH Luzern an Projekten im Bereich der kooperativen Promotionsförderung, im «swissuniversities Development and Cooperation Network», beim Aufbau eines nationalen Netzwerks zur Förderung der MINT-Bildung, bei der Stärkung des doppelten Kompetenzprofils beim FH- und PH-Nachwuchs sowie in weiteren Fachdidaktik-Projekten.

Im Verlauf des Jahres 2017 sind Forschende der PH Luzern in neun SNF-Projekten involviert. Zwei dieser Projekte starten 2017 neu: «TUFA – Teachers‘ Use of Formative Assessment» und «Education and social participation in Nepal».

Im Juli informiert der Regierungsrat die Öffentlichkeit über die «Immobilienstrategie Tertiäre Bildung». Diese sieht für die Pädagogische Hochschule Luzern und die Hochschule Luzern – Technik & Architektur in Horw einen gemeinsamen Campus vor.

Im Herbstsemester starten die ersten Studierenden das Studium «Master of Arts Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung». Die PH Luzern bietet diesen Fachdidaktik-Master gemeinsam mit den Universitäten Freiburg, Luzern und Basel, der Haute École Pédagogique Vaud sowie der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Pädagogischen Hochschule St. Gallen an. Derweil laufen die Vorbereitungen für den «Masterstudiengang Fachdidaktik Natur, Mensch, Gesellschaft und Nachhaltige Entwicklung» (zusammen mit der PH Bern) und den «Master of Arts in Fachdidaktik Medien und Informatik» (Leading house: PH Schwyz) weiter, die ab dem Studienjahr 2018 angeboten werden.

Im Herbstsemester 2017 wird das Fächerangebot im Studiengang Sekundarstufe II (gymnasial) um die Fächer Philosophie und Pädagogik/Psychologie erweitert.

Erna Müller-Kleeb, die erste Vizepräsidentin des PH-Rates, tritt auf Ende der Amtsperiode 2013–2017 zurück. Der Regierungsrat wählt die ehemalige Kantonsrätin Katharina Meile neu in den PH-Rat und ernennt Jürg Stadelmann zum neuen Vizepräsidenten.

Am 15. Dezember 2017 beschliesst der Schweizerische Akkreditierungsrat die institutionelle Akkreditierung der Pädagogischen Hochschule Luzern. Die Pädagogische Hochschule Luzern erlangt somit als erste Zentralschweizer Hochschule und als schweizweit erst fünfte Bildungsstätte die institutionelle Akkreditierung gemäss dem neuen Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz.


2016

Der PH-Rat beschliesst für die Strategieperiode 2016–2025 die folgenden neun Strategieziele der PH Luzern:

  • Ausbau der gemeinsamen Lehr- und Forschungsräume von Hochschule und Schule
  • Weiterentwicklung der Fachdidaktiken (insbesondere Fachdidaktiken Geschichte sowie Natur, Mensch, Gesellschaft)
  • Förderung des konstruktiven Umgangs mit Heterogenität in Schule und Bildung
  • Auf- und Ausbau von Lehre und Forschung in der Berufs- und Erwachsenenbildung
  • Bezug eines eigenen Gebäudes
  • Förderung der Mitarbeitenden, insbesondere Nachwuchsförderung
  • Pflege von Kooperationen und Partnerschaften
  • Entfaltung von Wirksamkeit in der Öffentlichkeit
  • Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements

Das Angebot im Studiengang Sekundarstufe I wird dadurch erweitert, dass neu auch mit drei Fächern und einem Schwerpunkt in heilpädagogischer Ausbildung studiert werden kann.

Das Angebot im Studiengang Sekundarstufe II erfährt dadurch eine Erweiterung, dass neben den Fächern Sport und Geschichte neu auch die Fächer Deutsch, Geografie, Englisch, Französisch und Mathematik studiert werden können.

Der Bereich Forschung und Entwicklung bearbeitet insgesamt über 50 Forschungs- und Entwicklungsprojekte, wovon mehrere durch den Schweizerischen Nationalfonds unterstützt werden.

Mit über 2000 Studierenden erreicht die PH Luzern einen neuen Rekord hinsichtlich der Studierendenzahl.


2015

In den zehn Jahren seit der ersten Diplomfeier im Jahr 2006 hat die PH Luzern inklusive des Studienjahrgangs 2015 über 2500 Bachelor- und Masterdiplome ausgestellt; hinzu kommen Hunderte von Diplomen im Bereich der Weiterbildung und der Berufsbildung (CAS-, DAS- und MAS-Abschlüsse).

Als erste Pädagogische Hochschule der Schweiz bietet die PH Luzern eine mehrstufige Schulleiterinnen- und Schulleiterausbildung an, die nach dem Erwerb eines CAS oder eines DAS mit einem MAS abgeschlossen werden kann.

Die folgenden im Prorektorat der Weiterbildung angesiedelten Studiengänge werden vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) reakkreditiert bzw. neu akkreditiert:

  • Berufsfachschullehrperson Berufskunde im Hauptberuf
  • Dozent/Dozentin an höheren Fachschulen im Hauptberuf
  • Berufsfachschullehrperson für Fächer in der Berufsmaturität sowie der Zusatzausbildung Berufspädagogik für Gymnasiallehrpersonen
  • Berufsbildungsverantwortliche im Nebenberuf an höheren Fachschulen
  • Berufsbildungsverantwortliche an Berufsfachschulen
  • Berufsbildungsverantwortliche in überbetrieblichen Kursen und Lehrwerkstätten.

2014

Die PH Luzern erneuert die Anerkennung «Recognised for Excellence» der European Foundation for Quality Management (EFQM) aus dem Jahr 2010 mit deutlich verbessertem Ergebnis.

Vier Teams unter der Leitung der vier Prorektorate bearbeiten die folgenden vier strategischen Entwicklungsschwerpunkte:

  • Kompetenzorientierter Unterricht
  • Fachdidaktische Lehre und Forschung im Lernbereich Natur, Mensch, Gesellschaft
  • Heterogenität und Integration in der Schule
  • Erwachsenenbildung und Berufsfeld

Die ersten Studierenden der Sekundarstufe II erhalten ihr EDK-anerkanntes Lehrdiplom für Maturitätsschulen, bei einigen ergänzt um das Diplom für Berufsmaturitätsschulen.


2013

Seit dem 1. August 2013 wird die PHZ Luzern unter dem neuen Namen PH Luzern weitergeführt, da die Hochschul-Trägerschaft auf diesen Zeitpunkt hin vom PHZ-Konkordat auf den Kanton Luzern überging. Als strategisches Organ der PH Luzern setzt der Regierungsrat den PH-Rat unter der Leitung des Bildungs- und Kulturdirektors ein.

Die Regierungen der Kantone Luzern und Zug beschliessen einen Kooperationsvertrag zwischen der PH Luzern und der PH Zug.

Die EDK anerkennt die überarbeiteten Studienpläne der Studiengänge KU, PS und SEK I.


2012

Die Leitung, die Verwaltungsleitung sowie die Ausbildungsleitung und die Kanzlei beziehen das Gebäude Pfistergasse an der Reuss (ehemaliges Uni-Gebäude).

Die PHZ Luzern startet erstmals mit einem selbstständigen Studiengang für Lehrpersonen der Sekundarstufe II in den Fächern Geschichte sowie Bewegung und Sport. Die Kooperationen in der S2-Lehrpersonenbildung mit der Hochschule Luzern in den Fächern Musik und Gestalten sowie mit der Universität Luzern im Fach Religionspädagogik werden weitergeführt.


2011

Im August 2011 beginnen 24 Quereinsteiger/-innen mit ihrem Studium zur Sekundarlehrperson an der PHZ Luzern. Mit diesem Angebot trägt die PHZ Luzern Personen mit einschlägigen Vorqualifikationen Rechnung. Die Studiendauer verkürzt sich gegenüber dem Regelstudiengang. Sie ist abhängig von den erbrachten Vorleistungen. Dieses Angebot ist für Personen zugänglich, die eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Bachelor- oder Masterabschluss einer Universität oder Fachhochschule
  • Alter über 30 Jahre plus gymnasiale Matura und Berufserfahrung

Im September 2011 bezieht die PHZ Luzern neue Räumlichkeiten im neuen UNI/PH-Gebäude: Darin werden wesentliche Teile der Ausbildung sowie der Leistungsbereich Weiterbildung/Zusatzausbildungen untergebracht. Die PHZ Luzern bleibt aber auf zahlreiche Standorte in der Stadt Luzern aufgeteilt.


2010

Der Luzerner Kantonsrat beschliesst am 10. Mai 2010 auf Antrag des Regierungsrates, dass der Kanton Luzern aus dem Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz austritt. Damit wird die PHZ Luzern ab Sommer 2013 in eigener Trägerschaft als eigenständige Hochschule geführt werden. Da eine kohärente Lehrpersonenbildung in der Zentralschweiz und die Zusammenarbeit mit den Zentralschweizer Kantonen weiterhin wichtig sind, strebt der Kanton Luzern anstelle des Konkordats Kooperations- und Leistungsvereinbarungen mit den bisherigen Konkordatspartnern an. Die PHZ Luzern unterstützt nach wie vor die regionale Zusammenarbeit in Fragen der Lehrerbildung.

Im Sommer 2010 werden die ersten Masterabschlüsse in Schulischer Heilpädagogik ausgestellt.

Die PHZ Luzern erhält vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT die eidgenössische Anerkennung für den Bildungsgang für hauptberufliche Lehrpersonen für die berufskundliche Bildung und die Berufsmaturität sowie für den Bildungsgang für hauptberufliche Lehrpersonen an höheren Fachschulen.

Die PHZ Luzern durchläuft in einem mehrstufigen Prozess ein EFQM-Assessment und erlangt als erste Pädagogische Hochschule in der Schweiz die zweite Stufe des Anerkennungsprogramms der European Foundation for Quality Management EFQM. Sie führt zur Auszeichnung «Recognised for Excellence 3 *».


2009

Mit der Diplomfeier Ende Juni 2009 endet die Ära der «Heilpädagogischen Zusatzausbildung in der Zentralschweiz». Sie begann 1986 unter der Bezeichnung Kleinklassen- und Sonderschullehrerbildung (KSLB) in Fortsetzung der seit 1958 angebotenen Hilfs- und Sonderschullehrerkurse. Als Zusatzausbildung Schulische Heilpädagogik am Institut für Schulische Heilpädagogik (ISH) wurde sie ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Lehrpersonenbildung der Zentralschweiz. Die Zusatzausbildung wird durch den Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik abgelöst.


2008

Am 19. Januar 2008 verleiht die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz 60 Studierenden der Sekundarstufe I die Diplome und stellt ihnen gemäss «Bologna-Deklaration» die ersten Masterabschlüsse aus.

Dies sind zugleich die ersten Masterabschlüsse in der gesamten Deutschschweiz für Lehrpersonen der Sekundarstufe I sowie die ersten Masterabschlüsse an einer Fachhochschule bzw. Pädagogischen Hochschule der Zentralschweiz.


2007

Im August 2007 werden an der PHZ Luzern erstmals auch Studierende der Sekundarstufe I diplomiert (nach bis anhin geltendem Reglement, ohne Masterabschluss).

Im Herbst startet der Masterstudiengang in Schulischer Heilpädagogik mit 52 immatrikulierten Studierenden.


2006

Die Lehrpersonenweiterbildung des Kantons Luzern sowie das Institut für Schulische Heilpädagogik werden in die PHZ Luzern integriert.

Die Bevölkerung des Kantons Luzern stimmt mit grosser Mehrheit dem Kauf und Umbau des Postbetriebsgebäudes für die Universität und die PHZ Luzern zu.

Die Studiengänge der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz erhalten von der EDK die gesamtschweizerische Anerkennung. Am 8. Juli 2006 verleiht die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz rund 100 Studierenden der Studiengänge Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe sowie Sekundarstufe I (bereits ausgebildete Lehrpersonen, die sich für die Sekundarstufe I zusätzlich qualifiziert haben) die ersten Diplome und stellt ihnen gemäss «Bologna-Deklaration» die ersten Bachelorabschlüsse aus.

Ab dem Wintersemester 2006 wird der Studiengang Sekundarstufe I neu als Masterstudiengang angeboten.


2005

Der Grosse Rat des Kantons Luzern stimmt dem Kauf und dem Umbau des Postbetriebsgebäudes zu, in dem ab dem Jahr 2011/2012 die Universität Luzern sowie ein wesentlicher Teil der PHZ Luzern untergebracht werden sollen.


2004

Wesentliche Teile der bisher im Amt für Volksschulbildung angesiedelten Dienstleistungsbereiche (Pädagogische Medienzentren Luzern, Dagmersellen und Schüpfheim, Theaterpädagogik, Bibliothekspädagogik, Medienberatung) werden an die PHZ Luzern transferiert. Auch die Teilschulen in Schwyz und Zug nehmen ihren Betrieb auf.


2003

Als erste und grösste der drei Teilschulen der PHZ nimmt die PHZ Luzern erfolgreich ihren Betrieb auf. Ausgebildet werden Lehrpersonen für den Kindergarten und die Unterstufe der Primarschule, für die Primarstufe sowie für die Sekundarstufe I. Mit rund 250 Studierenden übertrifft die Nachfrage nach der Ausbildung an der PHZ die Erwartungen deutlich.


2002

Im Kanton Luzern finden die letzten Aufnahmen ins fünf Jahre dauernde Primarlehrpersonenseminar statt.


2001

Der Grosse Rat des Kantons Luzern stimmt der Botschaft des Regierungsrates zu den Entwürfen eines Dekrets über den Beitritt des Kantons Luzern zum Konkordat über die PHZ sowie eines Gesetzes über die Hochschule des Kantons Luzern in der PHZ zu. Auch alle anderen Zentralschweizer Kantone stimmen dem Beitritt zum PHZ-Konkordat zu.

Die Leitungsgremien der Direktion der PHZ sowie der Teilschulen Luzern, Schwyz und Zug der PHZ werden besetzt.


2000

Die Zentralschweizer Regierungen stimmen dem Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ-Konkordat) zu. Es definiert den Auftrag der PHZ wie folgt:

«Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz erfüllt im Rahmen der massgebenden interkantonalen Vereinbarungen folgenden Auftrag: Sie

bildet Lehrerinnen und Lehrer für die Volksschule aus; die Ausbildung ist praxis- und wissenschaftsorientiert zu gestalten;

übernimmt Aufgaben im Bereich der Berufseinführung und bietet Weiter- und Zusatzausbildungen für Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen an;

kann weitere Ausbildungsaufgaben übernehmen für Berufe, welche dem Lehrberuf nahe stehen;

betreibt berufsfeldbezogene angewandte Forschung und Entwicklung;

unterstützt die Konkordatskantonen und die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz sowie weitere interessierte Kantone, Schulträger und Bildungsinstitutionen der Zentralschweiz bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens, in der Bearbeitung pädagogischer Fragen sowie bei der Zusammenarbeit in Bildungsfragen auf regionaler und schweizerischer Ebene;

erbringt Dienstleistungen für die Region, einzelne Kantone, Schulträger, Lehrpersonen und Dritte;

wirkt bei der Qualifizierung und der Weiterbildung der in ihrem Bereich tätigen Dozentinnen und Dozenten und weiterer Bildungsfachleute mit.»


1999

Die EDK verabschiedet das «Reglement über die Anerkennung von Hochschuldiplomen für Lehrkräfte der Vorschulstufe und der Primarstufe» sowie das «Reglement über die Anerkennung von Hochschuldiplomen für Lehrkräfte der Sekundarstufe I». Diese Reglemente legen fest, dass künftig Lehrpersonen-Studiengänge nur dann gesamtschweizerisch anerkannt sind, wenn sie an einer Hochschule angesiedelt werden.


1998

Die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz beschliesst ein «Koordinationskonzept für die Schaffung der PHZ». Es entspricht in allen Teilen den Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) zur Lehrpersonenbildung und zu den Pädagogischen Hochschulen sowie dem Entwurf der EDK-Anerkennungsreglemente.


1997

Die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz beschliesst aufgrund des Auswertungsergebnisses, das «Rahmenkonzept für die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Zentralschweiz» zur Grundlage der Schaffung einer Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz zu machen.


1996

Der Regierungsrat des Kantons Luzern nimmt positiv Stellung zum «Rahmenkonzept für die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Zentralschweiz», das vorsieht, die Zentralschweizer Lehrpersonenbildung an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz mit drei Teilschulen in Luzern, Schwyz und Zug anzusiedeln.


1995

Im Regierungsprogramm von 1995 bis 1999 erklärt der Regierungsrat des Kantons Luzern seine Absichten zur Lehrerinnen- und Lehrerbildungsreform. Geschaffen werden sollen:

  • eine gemeinsame pädagogische Grundausbildung für alle Volksschullehrpersonen als Voraussetzung für die Stufenausbildungen
  • eine Primarlehrpersonenausbildung, die auf der Grundlage einer Allgemeinbildung mit Maturitätsniveau eine intensive und konzentrierte Berufsvorbereitung ermöglicht
  • eine Lehrpersonenbildung für die Sekundarstufe I, die als typenübergreifende Fachgruppenlehrpersonenbildung konzipiert ist
  • eine Lehrpersonenweiterbildung, welche der Wichtigkeit der lebenslangen Bildung Rechnung trägt und sie besser mit der Lehrpersonengrundausbildung abstimmt
  • eine Zusatzausbildung im Baukastensystem, dank der sich die Berufskarriere von Lehrpersonen künftig flexibel gestalten lässt
  • eine Lehrpersonenbildung, die regional koordiniert ist und deren Ausbildungsabschlüsse national wie international volle Anerkennung finden.

1994

Der Erziehungsrat erweitert den Konzeptauftrag aus dem Jahr 1993, indem er die Reform der Ausbildung der Kindergartenlehrpersonen mit einschliesst. Somit ist im Auftrag des Erziehungsrates eine Gesamtkonzeption der Lehrerinnen- und Lehrerbildung zu erarbeiten.

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz definiert die Entwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung neben der Fachhochschulentwicklung als «Kernbereich der regionalen Zusammenarbeit». Seit diesem Zeitpunkt hat die Planung der Pädagogischen Hochschule eine regionale Ausrichtung. Die Zentralschweizer Bildungsdirektoren-Konferenz erteilt dem Zentralschweizerischen Beratungsdienst für Schulfragen den Auftrag, in Zusammenarbeit mit einer interkantonal zusammengesetzten Projektgruppe ein «Rahmenkonzept für die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Zentralschweiz» zu erarbeiten; dieser Auftrag löst sukzessiv den Luzerner Projektauftrag ab, wodurch Doppelspurigkeiten vermieden werden können.


1993

Der Erziehungsrat des Kantons Luzern erteilt der Gruppe Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Bildungs- und Kulturdepartement den Auftrag, ein Konzept für eine koordinierte nachmaturitäre Ausbildung der Primarlehrpersonen und der Sekundarstufe-I-Lehrpersonen zu erarbeiten. Er erklärt seine Präferenz für die Errichtung einer Pädagogischen Hochschule in Luzern.


Kontakt

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Carla Duss
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