Chronik

Die PH Luzern blickt bereits auf eine bald 20-jährige Geschichte zurück. Die Chronik gibt Einblick über die wesentlichen Ereignisse der jeweiligen Jahre. Das Kapitel 2021 ist weiterhin geprägt von der Corona-Pandemie. 

2021

Das Jahr 2021 ist weiterhin geprägt durch die Corona-Pandemie: Aufgrund der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie wird das Studium im Frühling wiederum im Fernunterricht durchgeführt. Der Grossteil der Mitarbeitenden verbringt aufgrund der Homeoffice-Pflicht das erste Halbjahr 2021 weitestgehend im Homeoffice und auch für die zweite Jahreshälfte gilt eine Homeoffice-Empfehlung. Im Herbstsemester 2021 sind Präsenzveranstaltungen in der Lehre wieder möglich, jedoch mit Maskenpflicht und Zertifikatspflicht (3G: geimpft, genesen oder getestet). Die Praktika können trotz der aussergewöhnlichen Umstände und mit entsprechenden Einschränkungen stattfinden.

Die Luzerner Stimmbevölkerung befürwortet im März 2021 das Finanzierungsmodell für den Bau des Campus Horw und damit die Gründung der Immobilien-AG. Im Juni gewinnt das Architekturbüro Penzel Valier AG mit dem Projekt «gravity» den Architektur-Wettbewerb für die Erneuerung und Erweiterung des Campus Horw. Die PH Luzern präsentiert das Projekt an Veranstaltungen für die Mitarbeitenden und Studierenden und ermöglicht die Partizipation in der Gestaltung des künftigen Campus Horw, u. a. mit der Durchführung von mehreren «Barcamps».

Führungswechsel und Pensionierungen: Der PH-Rat wählt Caroline Lanz als Prorektorin Weiterbildung, sie tritt auf Beginn des Herbstsemesters 2021 die Nachfolge von Jürg Arpagaus an. Mit Michael Fuchs, Leiter Studiengang Primarstufe und Gabriel Sturny, Leiter Studiengang Schulische Heilpädagogik werden zwei Personen pensioniert, welche die Entwicklung der PH Luzern stark geprägt haben. Die Leitung des Studiengangs Primarstufe wird von Christina Huber Keiser übernommen und Isabelle Egger Tresch und Thomas Müller übernehmen in einer Co-Leitung den Studiengang Schulische Heilpädagogik. Im Jahr 2021 werden insgesamt 16 Personen pensioniert und von der Hochschulleitung in feierlichem Rahmen verabschiedet.

Die PH Luzern wirbt erfolgreich projektgebundene Beiträge des Bundes im Umfang von insgesamt rund CHF 2,5 Mio. für die Beitragsperiode 2021–2024 ein. Die beiden Abteilungen Tagungs-, Event- und Projektmanagement (TEP) und das Zentrum für Impulse für Projektunterricht und Projektmanagement (ZIPP) spannen zusammen und bündeln ihre Kompetenzen im Bereich Projektmanagement unter dem Dach des TEP. Das Zentrum Berufsbildung (ZEBE) feiert mit der Reakkreditierung der vier grossen Ausbildungsstudiengänge ohne Auflagen einen schönen Erfolg. 

Im Jahr 2021 werden wiederum zahlreiche Projekte durchgeführt:

  • Das Zentrum für Medienbildung und Informatik (ZEMBI) unterstützt im Rahmen des Projekts «Expertenkids» Lehrpersonen des Zyklus 2 oder 3 bei der Umsetzung von fächerübergreifenden Medien- und Informatikarbeiten.
  • Für die neu konzipierte Ausstellung «Lern- und Erlebniswelt Burgrain» in Alberswil beteiligt sich die PH Luzern bei der Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien für die Besuche von Schulklassen.
  • An der 11. Energietagung der CKW in Rathausen stellen Mitarbeitende der PH Luzern und der HSLU ein gemeinsames Augmented-Realtiy-Projekt für die Elektrizitätslehre im 2. und 3. Zyklus vor.
  • Im Projekt «MINT-Lernangebote aus der Medizin – MINTizin», das gemeinsam mit der Universität Luzern und der Hochschule Luzern entwickelt wurde und bei dem die PH Luzern für die fachdidaktische Entwicklung zuständig ist, soll das Potenzial medizinischer Themen für die MINT-Förderung auf der Volksschulstufe mit einem Fokus auf technischen Elementen und der Digitalisierung genutzt werden.
  • Die PH Luzern beteiligt sich an der Entwicklung einer App zur Vermittlung und Wahrnehmung der UN-Kinderrechte für 6 bis 12-Jährige.
  • In Zusammenarbeit mit dem Departement für Volksschulbildung des Kantons Luzern entwickelt die PH Luzern Lerneinheiten für die neue digitale Plattform leben-vorbereiten.lu.ch für den 2. und 3. Zyklus.
  • Das Projekt Gegenseitig lernen durch Begegnung» (GelBe) mit den Partnerschulen Littau Dorf und St. Karli wird im Sommer abgeschlossen und zukünftig in das Spezialisierungsstudium «Bildung, Sozialraum und Migration» integriert.

Das für den Unterricht im Fach Wirtschaft – Arbeit – Haushalt «WAH» konzipierte und an der PH Luzern mitentwickelte Lehrmittel «WAH-Buch» wird mit dem Worlddidac Award 2020 ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung geht an das Medien- und Informatiklehrmittel «connected 3» für die 1. Sekundarklasse, das auch unter Mitwirkung zweier Fachpersonen der PH Luzern entstand und zum «Schulbuch des Jahres 2021» in der Kategorie MINT gewählt wird.

Aufgrund starker Regenfälle tritt im Juli 2021 die Reuss über die Ufer. Auch Standorte der PH Luzern sind vom Hochwasser betroffen: an der Pfistergasse, in der Sentimatt und das Uni/PH-Gebäude an der Frohburgstrasse. Mit vorausschauenden Massnahmen und intensivem Einsatz wendet der Hausdienst grösseren Sachschaden ab.

Im Herbst beginnen 747 Studierende neu ein Studium an der PH Luzern. Damit liegt die Zahl der Neustudierenden über 11 Prozent höher als im Vorjahr.

Im Dezember reicht die PH Luzern die Anträge für Wiederanerkennung der Studiengänge Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II gymnasiale Bildung und Schulische Heilpädagogik bei der EDK fristgerecht ein. Im Grossprojekt Studienplanreform 21 wurden seit 2018 für alle Studiengänge die erforderlichen Grundlagen erarbeitet.

Aufgrund der Corona-Pandemie können auch im Jahr 2021 viele Veranstaltungen nicht stattfinden, u.a. die Aufführung des PH-Chors und die Winteruniversiade. Dennoch kann die PH Luzern mehrere Veranstaltungen durchführen. Davon eine Auswahl:

  • Die Summer School 2021 mit Fachreferaten und Workshops findet unter dem Thema «Digital Teaching» und mit einer Teilnahme von über 100 Lehrpersonen statt.
  • Das Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen der PH Luzern organisiert vom 16. bis 18. September 2021 die digitale Konferenz der Internationalen Gesellschaft für Geschichtsdidaktik (IGGD) zur Frage «Why History Education?», an der Referierende aus allen Kontinenten teilnehmen.
  • Zum Jahrestag des Novemberpogroms von 1938 ist die PH Luzern Mitorganisatorin eines Webinars mit rund 150 Teilnehmenden, das Zeitzeugnissen von Genoziden gewidmet ist.
  • Im PMZ findet eine Medienausstellung zu 50 Jahre Frauenstimmrecht statt.
  • 200 Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz besuchen die von der PH Luzern organisierte «Konferenz für Praxislehrpersonen SEK I» zum Thema «Kooperative Praxisbegleitung».
  • 260 Praxislehrpersonen, Schulmentoratspersonen und PH-Mentoratspersonen treffen sich zu Beginn des Herbstsemesters, um mit neuen Impulsen ins erste Jahr der Studienplanreform 21 zu starten.
  • Zur «Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit Praxisschulen» findet ein Projekttreffen der acht involvierten Praxisschulen der Primarstufe und der PH Luzern statt.
  • Durchgeführt vom Zentrum für Theaterpädagogik der PH Luzern nehmen 19 spielende Schulklassen und 326 spielende Schüler*innen aller Schulstufen aus der ganzen Zentralschweiz an den 33. Luzerner Schultheatertagen unter dem Thema «ACHTUNG!?» teil.

2020

Der Gründungsrektor der PH Luzern, Hans-Rudolf Schärer, wird im Rahmen einer Abschiedsfeier am 20. August 2020 in die Pension verabschiedet. In Anerkennung seiner Verdienste entstand das Buch «Räsonieren und Resonieren» mit Gesprächen über die Pädagogische Hochschule Luzern und ihre Entwicklung. Diese führt Hans-Rudolf Schärer mit Persönlichkeiten, welche seine Ära an der PH Luzern mitgeprägt haben. Am 1. September 2020 übernimmt Kathrin Krammer als neue Rektorin die Führung der PH Luzern. Reinhard Hölzl tritt ihre Nachfolge als Prorektor Ausbildung an.

Im Frühling 2020 schliesst die PH Luzern als erste Hochschule im Kanton Luzern die institutionelle Akkreditierung mit der erfolgreichen Erfüllung der Auflagen ab.

Der Bezug von zusätzlichen Räumen am Standort Sentimatt ermöglicht eine Reduktion auf acht Standorte. Die bisherigen Standorte Zeughaus, Löwengraben und Töpferstrasse werden aufgegeben. Im Hinblick auf den künftigen Campus Horw, der alle Bereiche der PH Luzern an einem Standort zusammenführen soll, können weitere Fortschritte verzeichnet werden. Der Regierungsrat des Kantons Luzern legt dem Kantonsrat die Botschaft über einen Sonderkredit von 53,5 Millionen Franken an die zu gründende «Immobilien Campus Luzern-Horw AG» vor. Diese soll mit dem Auftrag für die Errichtung und die Bewirtschaftung des Campus betraut werden. Für die Realisierung des Campus Horw läuft ein Architekturwettbewerb.

Das gesamte Jahr 2020 ist geprägt von der Corona-Pandemie. Ab Mitte März 2020 darf an allen Hochschulen der Schweiz während des Frühlingssemesters kein Präsenzstudium stattfinden, gilt Homeoffice-Pflicht. Während mehreren Wochen ist auch der Präsenzunterricht in den Schulen verboten. Zu Beginn des Herbstsemesters ist die Präsenz vor Ort unter Einhaltung von Maskenpflicht möglich, ab Ende Oktober wird erneut die Durchführung von Präsenzveranstaltungen verboten und Homeoffice dringend empfohlen. Diese Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der Pandemie haben weitreichende Folgen für die Erbringung der Leistungen der PH Luzern in allen Bereichen, die im Folgenden zusammengefasst werden:

  • Die PH Luzern setzt Ende Februar eine Corona-Taskforce ein, welche die Massnahmen für die PH Luzern trifft und ein Schutzkonzept für die Angehörigen der PH Luzern sowie Rechtsgrundlagen für die Umstellung des Studiums erarbeitet. Eine Corona-Hotline steht für Fragen der Angehörigen der PH Luzern zur Verfügung.
  • Die Umstellung auf das digitale Studium ohne Präsenz gelingt dank dem ausserordentlichen Einsatz aller Beteiligten sowie mit der Unterstützung des Zentrums für Hochschuldidaktik und der Stabsabteilung ICT. Der gesamte Lehrbetrieb in Aus- und Weiterbildung und alle Prüfungen und Beratungen werden online durchgeführt. Die meisten Mobilitätsaufenthalte von Studierenden und Dozierenden müssen abgesagt oder verschoben werden.
  • Beinahe alle Veranstaltungen der PH Luzern können nicht durchgeführt werden, darunter das Jahreskonzert des PH-Chors, die Theatervorstellungen des Theaterclubs, die Diplomfeiern, Forschungskongresse, Tagungen und Informationsveranstaltungen. Je nach Möglichkeit werden die Veranstaltungen online durchgeführt oder verschoben.
  •  Die Nachfrage im Bereich der Weiterbildungen und Dienstleistungen nimmt ab. Die PH Luzern entwickelt neue Formate und Angebote, um die Schulen in der Pandemie zu unterstützen, z.B. Kurse zum Einsatz von digitalen Tools im Unterricht.

Die PH Luzern bietet in der Corona-Pandemie Unterstützung für die Schulen an:

  • Das Zentrum für Medienbildung und Informatik (ZEMBI) bietet Unterstützung für die Umsetzung des digitalen Unterrichts in den Volksschulen an und stellt Tipps, Hilfestellungen und Links für Lehrpersonen und Eltern zur Verfügung.
  • Ab November unterstützt die PH Luzern die Schulen mit einer Plattform zur Anfrage von Studierenden für Notfall-Stellvertretungen, wenn Lehrpersonen aufgrund der Pandemie kurzfristig ausfallen.
  • Die PH Luzern führt im Dezember 2020 Online-Micro-Kurse für (ehemalige) Lehrpersonen ein, die für Corona-bedingte Personalausfälle einspringen und zuvor nochmals ihr Berufswissen auffrischen möchten. 
  • Im Mai 2020 startet eine neue Reihe mit Mittag-Talks auf Zoom, mit Gästen aus dem weiten Feld von Führung von Schulen in der Schweiz.
  • Unter dem Namen «Virus» entsteht in einer Zusammenarbeit zwischen der Fachstelle Theaterpädagogik PH Luzern und der Beratungsstelle Theaterpädagogik FHNW ein performatives Theaterperformance-Tagebuch als Anleitung für Lehrpersonen zur praktischen Verarbeitung der Erfahrungen in der Corona-Zeit mit ihrer Klasse.
  • Dozierende der PH Luzern erarbeiten im Auftrag der DVS Luzern digitale Unterrichtseinheiten, u.a. zur Behandlung der Corona-Pandemie im Unterricht.

Auch für die Forschungs- und Entwicklungsprojekte der PH Luzern hat die Pandemie weitreichende Konsequenzen. Aufgrund des fehlenden Zugangs zu den Schulen müssen Projekte sistiert und neu organisiert werden. Dennoch gelingen die Einwerbung und Umsetzung von bedeutsamen Projekten:

  • Das nationale Projekt «Swiss Sports History» wird vom Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen (IGE) begleitet. Schweizer Sportgeschichte kann spielerisch und übersichtlich am Computer oder Tablet erlebt werden.
  • Fünf weitere Praxisschulen der Primarstufe steigen in das Projekt «Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit Praxisschulen» ein, welches auf den Ausbau der gemeinsamen Lehr- und Forschungsräume von Hochschule und Schule abzielt.
  • Das Projekt «Fachdidaktische Kompetenzen von Lehrpersonen im Umgang mit digitalen Ressourcen» im nationalen Forschungsprogramm NFP77 (Digitale Transformation) des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erhält einen Forschungsbeitrag von über einer halben Million Franken.
  • Der SNF unterstützt eine Studie zur Wirkung von videobasierten Coachings in 70 integrativen Schulklassen, bei der die PH Luzern mitwirkt.
  • Das Gender-Projekt der PH Luzern, um Natur- und Techniklehrpersonen für einen gendergerechten Unterricht zu sensibilisieren, wird vom Bund ausgeweitet. Die erarbeiteten Grundlagen, Instrumente und Lernumgebungen sollen auf andere Pädagogische Hochschulen der Schweiz übertragen werden.
  • Das von einem Autorenteam der PH Luzern mitentwickelte Lehrbuch «NaTech 3│4» wird vom Georg-Eckert-Institut zum Schulbuch des Jahres in der Kategorie Sachunterricht ausgezeichnet.
  • Im Rahmen des Projekts «Dialogue en Route», das vom Fach Ethik und Religionen der PH Luzern fachwissenschaftlich und fachdidaktisch beraten wird, sind für die Förderung der interreligiösen Kommunikation bereits zum zweiten Mal junge Erwachsene in einem Training zu entsprechenden Guides ausgebildet worden, um Schulklassen die religiöse Vielfalt der Schweiz näher zu bringen.
  • Die ersten drei Studentinnen erhalten den Master in Fachdidaktik Natur, Mensch, Gesellschaft und Nachhaltige Entwicklung und eine erste Studentin den Master in Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung.
  • Das Zentrum für Menschenrechtsbildung (ZMRB) wird in den Themenschwerpunkt «Politische Bildung: Demokratie und Menschenrechte» des Instituts Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen (IGE) integriert.
  • Die PH Luzern setzt neu eine Ethikkommission ein, welche die Erfüllung der ethischen Anforderungen an Forschungsprojekte der PH Luzern prüft.
  • Das Pädagogische Medienzentrum (PMZ) feiert 2020 sein 50-jähriges Bestehen. Das PMZ wurde ursprünglich auf Initiative des Lehrervereins der Stadt Luzern als Didaktisches Zentrum (DZ) am 7. September 1970 im Schulhaus Tribschen eröffnet und 2003 in die PHZ Luzern integriert. Es versorgt Luzerner Lehrpersonen und Angehörige der PH Luzern mit einem vielfältigen Angebot an aktuellen, praxisorientierten Unterrichtsmedien und Lehrmitteln, auch während der Corona-Pandemie.

2019

Der PH-Rat beschloss die Ergänzung der Strategischen Ziele bis 2025 um drei zusätzliche:

  • Strukturelle Stärkung von Forschung/Entwicklung
  • Gestaltung der digitalen Transformation in der Bildung
  • Verbesserung der Finanzsituation

Der PH Rat wählt Prof. Dr. Dorothee Brovelli zur neuen Prorektorin Forschung und Entwicklung. Sie löst damit im September den bisherigen Prorektor Prof. Dr. Werner Wicki ab, der infolge Pensionierung diese Führungsrolle abgibt.

Gemeinsam erhalten die PH Luzern und die PH Schwyz den Zuschlag der Hasler Stiftung zum Ausbau ihres Engagements für die Informatikdidaktik mit der Einrichtung einer Professur für Informatikdidaktik auf der Sekundarstufe I.

Zu Jahresbeginn findet an der PH Luzern die erste Schweizer Konferenz zu Open Educational Resources (OER) openlearningdays.ch statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Hochschule Luzern organisiert mit dem Ziel, den Austausch der interessierten Fachwelt über die frei zugänglichen Lehr- und Lernmaterialien zu fördern.

Gemäss den Ergebnissen der im Januar 2019 durchgeführten Online-Evaluation zur Zusammenarbeit von Dozierenden mit Praxislehrpersonen, bei der 323 Praxislehrpersonen der beiden Studiengänge Primarstufe und Sekundarstufe I teilnahmen, stufen die Praxislehrpersonen die Zusammenarbeit mit den Dozierenden als sehr positiv ein.

Seit Oktober bietet das RobertaRegioZentrum (RRZ) Beratungen und Angebote für Lehrpersonen zum Thema «Lernen mit Robotern» in der Weiterbildung, der Primar- und Sekundarstufe sowie für Kinder und Jugendliche an. Das Zentrum ist ein gemeinsames Angebot der Hochschule Luzern (Departemente Technik & Architektur und Informatik) und der PH Luzern.

Erstmals wird an der PH Luzern eine Blockwoche «Informatische Bildung im Zyklus 2» durchgeführt. Die Studentinnen und Studenten des Studienganges Primarstufe sollten ein vertieftes Verständnis für den Bereich Informatik gemäss dem Modulfach Medien & Informatik des Lehrplans21 erlangen.

Die Mitarbeitenden der PH Luzern sind an einer breiten Palette interessanter Entwicklungen federführend beteiligt: Auf der von der PH Luzern mitentwickelten Lernplattform entdecke.lu.ch finden Lehrpersonen diverse Unterrichtsmaterialien für den 2. und 3. Zyklus im Fachbereich NMG mit digitalen Unterrichtseinheiten. Mit der Online-Plattform «mint-erleben.lu.ch» präsentiert der Kanton Luzern das mit der PH Luzern erarbeitete digitale Lehrmittel mit Unterrichtseinheiten im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Gemeinsam mit der Stadt Luzern wird ein neues Lehrmittel zur politischen Bildung mit dem Titel «Wie verändere ich die Stadt Luzern?» für die Oberstufe herausgegeben. Die PH Luzern produziert gemeinsam mit dem Zürcher Studio Inlusio Interactive das Videogame «The Journey of Europe», das sich dem Thema Flucht widmet und auf historischen Tatsachen basiert. Unterstützt wird das Projekt durch die Gebert Rüf Stiftung und das Bundesamt für Kultur. Das an der PH Luzern mitentwickelte Lehrmittel für das Fach «Wirtschaft – Arbeit – Haushalt» (WAH) wird seit August 2019 in mehreren Kantonen eingesetzt. 

Entsprechend dem neuen strategischen Ziel der strukturellen Stärkung von Forschung und Lehre findet die erste Doktorierendentagung im Rahmen des Projekts «Campus Luzern – Kooperative Promotionsförderung» im Seminar-Hotel Rigi in Weggis statt. Die Tagung steht Doktorierenden der Universität Luzern, der Hochschule Luzern sowie der Pädagogischen Hochschule Luzern mit ihren Betreuerinnen und Betreuern offen. Durch die Teilnahme der betreuenden Professorinnen und Professoren aus Heidelberg im Rahmen des kooperativen Promotionskollegs der PH Luzern und der PH Heidelberg ist zudem ein akademischer Austausch über Luzern hinaus gewährleistet. Darüber hinaus lancierte die PH Luzern neue Forschungsprojekte. Das Nationalfonds-Projekt «PURPUR» der PH Luzern und der PH Zürich analysiert erstmals die Qualität der Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken. Die Ergebnisse in Bezug auf die Förderung der Unterrichtsqualität sowie den Professionalisierungsstand sollen in die Ausbildung künftiger Lehrpersonen einfliessen. Das Eidgenössische Büro für Gleichstellung unterstützt das Projekt «Lehrpersonenbildung für einen gendergerechten Natur- und Technikunterricht» der PH Luzern. Ziel des Projekts ist eine ausgeglichene Vertretung von Männern und Frauen in MINT- sowie Gesundheitsberufen. Der Schweizer Nationalfonds (SNF) unterstützt das Projekt «Wirksamkeit der Psychomotorischen Therapie bei Kindern mit grafomotorischen Beeinträchtigungen mit und ohne UEMF-Diagnose». Die PH Luzern führt die Studie in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Psychomotorik der Stadt Zürich durch.

Die Kita Campus wird mit dem Label «QualiKita» ausgezeichnet, das für die Erfüllung nationaler pädagogischer Standards steht.


 2018

Die Pädagogischen Hochschulen Luzern und Heidelberg starten ein gemeinsames schweizerisch-deutsches Promotionskolleg zur Förderung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Hochschulen versprechen sich durch das Kolleg eine intensivere Betreuung ihrer Promovierenden sowie einen verbesserten Zugang zu Fortbildungsmassnahmen. Das erste Treffen der Doktorandinnen und Doktoranden sowie ihrer Betreuungspersonen fand in Heidelberg statt.

Mit dem Studienjahr 2018/19 ist die Fachdidaktik Medien und Informatik erstmals als spezifisches Modul in die Curricula der Studiengänge Primarstufe sowie Kindergarten/Unterstufe integriert.

Die PH Luzern bietet – in Zusammenarbeit mit der PH Schwyz, der Universität Zürich und der Hochschule Luzern – den «Master of Arts in Fachdidaktik Medien und Informatik» an. In Kooperation mit der PH Bern und mit der Uni Bern bietet die PH Luzern ebenfalls neu einen Master «Fachdidaktik Natur, Mensch Gesellschaft und Nachhaltige Entwicklung» an. Die neuen Masterstudiengänge schliessen gleich mehrere Lücken: Den Lehrpersonen mit einem Bachelordiplom bieten die neuen Studiengänge die Möglichkeit zur Spezialisierung in einem konsekutiven Masterstudium. Als Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker sind die Absolventinnen und Absolventen gefragte Fachpersonen für die Vermittlung. Und das Studium bereitet vor für eine spätere Anstellung als Dozentin oder als Dozent; insbesondere an Pädagogischen Hochschulen, aber auch an Fachhochschulen und weiteren Bildungsinstitutionen. Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker bringen ihre Kompetenzen ein in der Arbeit bei Lehrmittelverlagen und an ausserschulischen Lernorten wie z.B. in Museen, Lernlabors, Naturparks oder in der Medienarbeit. Bei gutem Abschluss steht zudem der Weg zur Promotion offen.

Mit dem DAS Integrative Förderung führt die PH Luzern eine Weiterbildung für erfahrene IF-Lehrpersonen ab 45 Jahren ein, die noch keine offizielle Unterrichtsqualifikation für die integrative Förderung besitzen.

Mehrere Lehrmittelentwicklungen der PH Luzern werden mit Worlddidac Awards geehrt: Die von der PH Luzern mitentwickelte Lern-App «Fliehen vor dem Holocaust» unterstreicht die Pionierrolle der PH Luzern bei der digitalen Vermittlung von Lerninhalten. Die App unterstützt Lehrerinnen und Lehrer im deutschsprachigen Raum dabei, ihren Klassen an das schwierige Thema Holocaust heranzuführen. Das Lehrmittel «Lesebox» unterstützt die Kinder im Aufbau ihrer Lesekompetenz.

Die neue ebenfalls prämierte Buchreihe «Wirksamer Fachunterricht» mit elf Bänden zu unterschiedlichen Schulfächern, von ehemaligen oder aktuellen Professorinnen und Professoren der PH Luzern herausgegeben, thematisiert die Qualität und die Wirksamkeit des Fachunterrichts an unseren Schulen. Die Buchreihe schöpft aus der Expertise der jeweiligen Fachdidaktiken und der Fachpraxis. Im Nationalmuseum in Zürich findet die Vernissage des 3. Bandes des Schulgeschichtsbuchs «Zeitreise» statt, an dessen Umsetzung die PH Luzern massgeblich beteiligt war.

Mit ihrem Kinderschutzkonzept belegt die Kita Campus den zweiten Platz beim Kinder- und Jugendaward des Kantons Luzern. Das Konzept unterstützt die Integrität, das Wohlbefinden und den Schutz von Kindern.

Vom Wettbewerb Projekt9 zum Verein Projekt9. Am 28. Juni 2018 findet zum zehnten Mal der Final des nationalen Wettbewerbs Projekt9 in Luzern statt. Der traditionelle grosse Final wird in dieser Form 2018 zum letzten Mal durchgeführt. Als «Superprojekt» wird dem ehemaligen Projekt9 neues Leben eingehaucht. Dazu wurde ein neuer Verein Projekt9 gegründet.

Am 31. August 2018 geht Prof. Dr. Michael Zutavern, stellvertretender Rektor, ehemaliger Prorektor Ausbildung und einer der «Gründungsväter» der PH Luzern, in Pension.


2017

Durch das 2015 in Kraft getretene Hochschulförderungs- und koordinationsgesetz sind auch Pädagogische Hochschulen berechtigt, im Rahmen «Projektgebundener Beiträge» (PgB) von Bundesmitteln zu profitieren. Die PH Luzern hat sich im Rahmen mehrerer Projekte erfolgreich um PgB-Mittel beworben. Sie ist federführend in den Teilprojekten zum Aufbau der wissenschaftlichen Kompetenzen in den Fachdidaktiken «Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung» sowie «Natur-Mensch-Gesellschaft und Nachhaltige Entwicklung». Zudem engagiert sich die PH Luzern mit eigenen Teilprojekten im PgB-Projekt «Chancengleichheit und Hochschulentwicklung». Als Partnerin anderer Hochschulen beteiligt sich die PH Luzern an Projekten im Bereich der kooperativen Promotionsförderung, im «swissuniversities Development and Cooperation Network», beim Aufbau eines nationalen Netzwerks zur Förderung der MINT-Bildung, bei der Stärkung des doppelten Kompetenzprofils beim FH- und PH-Nachwuchs sowie in weiteren Fachdidaktik-Projekten.

Im Herbstsemester starten die ersten Studierenden das Studium «Master of Arts Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung». Die PH Luzern bietet diesen Fachdidaktik-Master gemeinsam mit den Universitäten Freiburg, Luzern und Basel, der Haute École Pédagogique Vaud sowie der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Pädagogischen Hochschule St. Gallen an. 

Im Herbstsemester 2017 wird das Fächerangebot im Studiengang Sekundarstufe II (gymnasial) um die Fächer Philosophie und Pädagogik/Psychologie erweitert.

Erna Müller-Kleeb, die erste Vizepräsidentin des PH-Rates, tritt auf Ende der Amtsperiode 2013–2017 zurück. Der Regierungsrat wählt die ehemalige Kantonsrätin Katharina Meile neu in den PH-Rat und ernennt Jürg Stadelmann zum neuen Vizepräsidenten.

Am 15. Dezember 2017 beschliesst der Schweizerische Akkreditierungsrat die Institutionelle Akkreditierung der Pädagogischen Hochschule Luzern. 


2016

Der PH-Rat beschliesst für die Strategieperiode 2016–2025 die folgenden neun Strategieziele der PH Luzern:

  • Ausbau der gemeinsamen Lehr- und Forschungsräume von Hochschule und Schule
  • Weiterentwicklung der Fachdidaktiken (insbesondere Fachdidaktiken Geschichte sowie Natur-Mensch-Gesellschaft)
  • Förderung des konstruktiven Umgangs mit Heterogenität in Schule und Bildung
  • Auf- und Ausbau von Lehre und Forschung in der Berufs- und Erwachsenenbildung
  • Bezug eines eigenen Gebäudes
  • Förderung der Mitarbeitenden, insbesondere Nachwuchsförderung
  • Pflege von Kooperationen und Partnerschaften
  • Entfaltung von Wirksamkeit in der Öffentlichkeit
  • Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements

Das Angebot im Studiengang Sekundarstufe I wird dadurch erweitert, dass neu auch mit drei Fächern und einem Schwerpunkt in heilpädagogischer Ausbildung studiert werden kann.

Das Angebot im Studiengang Sekundarstufe II erfährt dadurch eine Erweiterung, dass neben den Fächern Sport und Geschichte neu auch die Fächer Deutsch, Geografie, Englisch, Französisch und Mathematik studiert werden können.

Der Bereich Forschung und Entwicklung bearbeitet insgesamt über 50 Forschungs- und Entwicklungsprojekte, wovon mehrere durch den Schweizerischen Nationalfonds unterstützt werden.

Mit über 2000 Studierenden erreicht die PH Luzern einen neuen Rekord hinsichtlich der Studierendenzahl.


2015

In den zehn Jahren seit der ersten Diplomfeier im Jahr 2006 hat die PH Luzern inklusive des Studienjahrgangs 2015 über 2500 Bachelor- und Masterdiplome ausgestellt; hinzu kommen Hunderte von Diplomen im Bereich der Weiterbildung und der Berufsbildung (CAS-, DAS- und MAS-Abschlüsse).

Als erste Pädagogische Hochschule der Schweiz bietet die PH Luzern eine mehrstufige Schulleiterinnen- und Schulleiterausbildung an, die nach dem Erwerb eines CAS oder eines DAS mit einem MAS abgeschlossen werden kann.

Die folgenden im Prorektorat der Weiterbildung angesiedelten Studiengänge werden vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) reakkreditiert bzw. neu akkreditiert:

  • Berufsfachschullehrperson Berufskunde im Hauptberuf
  • Dozent/Dozentin an höheren Fachschulen im Hauptberuf
  • Berufsfachschullehrperson für Fächer in der Berufsmaturität sowie der Zusatzausbildung Berufspädagogik für Gymnasiallehrpersonen
  • Berufsbildungsverantwortliche im Nebenberuf an höheren Fachschulen
  • Berufsbildungsverantwortliche an Berufsfachschulen
  • Berufsbildungsverantwortliche in überbetrieblichen Kursen und Lehrwerkstätten.

2014

Die PH Luzern erneuert die Anerkennung «Recognised for Excellence» der European Foundation for Quality Management (EFQM) aus dem Jahr 2010 mit deutlich verbessertem Ergebnis.

Vier Teams unter der Leitung der vier Prorektorate bearbeiten die folgenden vier strategischen Entwicklungsschwerpunkte:

  • Kompetenzorientierter Unterricht
  • Fachdidaktische Lehre und Forschung im Lernbereich Natur, Mensch, Gesellschaft
  • Heterogenität und Integration in der Schule
  • Erwachsenenbildung und Berufsfeld

Die ersten Studierenden der Sekundarstufe II erhalten ihr EDK-anerkanntes Lehrdiplom für Maturitätsschulen, bei einigen ergänzt um das Diplom für Berufsmaturitätsschulen.


2013

Seit dem 1. August 2013 wird die PHZ Luzern unter dem neuen Namen PH Luzern weitergeführt, da die Hochschul-Trägerschaft auf diesen Zeitpunkt hin vom PHZ-Konkordat auf den Kanton Luzern überging. Als strategisches Organ der PH Luzern setzt der Regierungsrat den PH-Rat unter der Leitung des Bildungs- und Kulturdirektors ein.

Die Regierungen der Kantone Luzern und Zug beschliessen einen Kooperationsvertrag zwischen der PH Luzern und der PH Zug.

Die EDK anerkennt die überarbeiteten Studienpläne der Studiengänge KU, PS und SEK I.


2012

Die Leitung, die Verwaltungsleitung sowie die Ausbildungsleitung und die Kanzlei beziehen das Gebäude Pfistergasse 20 an der Reuss.

Die PHZ Luzern startet erstmals mit einem selbstständigen Studiengang für Lehrpersonen der Sekundarstufe II in den Fächern Geschichte sowie Bewegung und Sport. Die Kooperationen in der SEK-II-Lehrpersonenbildung mit der Hochschule Luzern in den Fächern Musik und Gestalten sowie mit der Universität Luzern im Fach Religionspädagogik werden weitergeführt.


2011

Im August 2011 beginnen 24 Quereinsteiger/-innen mit ihrem Studium zur Sekundarlehrperson an der PHZ Luzern. Mit diesem Angebot trägt die PHZ Luzern Personen mit einschlägigen Vorqualifikationen Rechnung. Die Studiendauer verkürzt sich gegenüber dem Regelstudiengang. Sie ist abhängig von den erbrachten Vorleistungen. Dieses Angebot ist für Personen zugänglich, die eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Bachelor- oder Masterabschluss einer Universität oder Fachhochschule
  • Alter über 30 Jahre plus gymnasiale Matura und Berufserfahrung

Im September 2011 bezieht die PHZ Luzern neue Räumlichkeiten im neuen Uni/PH-Gebäude: Darin werden wesentliche Teile der Ausbildung sowie der Leistungsbereich Weiterbildung/Zusatzausbildungen untergebracht. Die PHZ Luzern bleibt aber auf zahlreiche Standorte in der Stadt Luzern aufgeteilt.


2010

Der Luzerner Kantonsrat beschliesst am 10. Mai 2010 auf Antrag des Regierungsrates, dass der Kanton Luzern aus dem Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz austritt. Damit wird die PHZ Luzern ab Sommer 2013 in eigener Trägerschaft als eigenständige Hochschule geführt werden. Da eine kohärente Lehrpersonenbildung in der Zentralschweiz und die Zusammenarbeit mit den Zentralschweizer Kantonen weiterhin wichtig sind, strebt der Kanton Luzern anstelle des Konkordats Kooperations- und Leistungsvereinbarungen mit den bisherigen Konkordatspartnern an. Die PHZ Luzern unterstützt nach wie vor die regionale Zusammenarbeit in Fragen der Lehrerbildung.

Im Sommer 2010 werden die ersten Masterabschlüsse in Schulischer Heilpädagogik ausgestellt.

Die PHZ Luzern erhält vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT die eidgenössische Anerkennung für den Bildungsgang für hauptberufliche Lehrpersonen für die berufskundliche Bildung und die Berufsmaturität sowie für den Bildungsgang für hauptberufliche Lehrpersonen an höheren Fachschulen.

Die PHZ Luzern durchläuft in einem mehrstufigen Prozess ein EFQM-Assessment und erlangt als erste Pädagogische Hochschule in der Schweiz die zweite Stufe des Anerkennungsprogramms der European Foundation for Quality Management EFQM. Sie führt zur Auszeichnung «Recognised for Excellence 3 *».


2009

Mit der Diplomfeier Ende Juni 2009 endet die Ära der «Heilpädagogischen Zusatzausbildung in der Zentralschweiz». Sie begann 1986 unter der Bezeichnung Kleinklassen- und Sonderschullehrerbildung (KSLB) in Fortsetzung der seit 1958 angebotenen Hilfs- und Sonderschullehrerkurse. Als Zusatzausbildung Schulische Heilpädagogik am Institut für Schulische Heilpädagogik (ISH) wurde sie ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Lehrpersonenbildung der Zentralschweiz. Die Zusatzausbildung wird durch den Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik abgelöst.


2008

Am 19. Januar 2008 verleiht die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz 60 Studierenden der Sekundarstufe I die Diplome und stellt ihnen gemäss «Bologna-Deklaration» die ersten Masterabschlüsse aus.

Dies sind zugleich die ersten Masterabschlüsse in der gesamten Deutschschweiz für Lehrpersonen der Sekundarstufe I sowie die ersten Masterabschlüsse an einer Fachhochschule bzw. Pädagogischen Hochschule der Zentralschweiz.


2007

Im August 2007 werden an der PHZ Luzern erstmals auch Studierende der Sekundarstufe I diplomiert (nach bis anhin geltendem Reglement, ohne Masterabschluss).

Im Herbst startet der Masterstudiengang in Schulischer Heilpädagogik mit 52 immatrikulierten Studierenden.


2006

Die Lehrpersonenweiterbildung des Kantons Luzern sowie das Institut für Schulische Heilpädagogik werden in die PHZ Luzern integriert.

Die Bevölkerung des Kantons Luzern stimmt mit grosser Mehrheit dem Kauf und Umbau des Postbetriebsgebäudes für die Universität und die PHZ Luzern zu.

Die Studiengänge der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz erhalten von der EDK die gesamtschweizerische Anerkennung. Am 8. Juli 2006 verleiht die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz rund 100 Studierenden der Studiengänge Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe sowie Sekundarstufe I (bereits ausgebildete Lehrpersonen, die sich für die Sekundarstufe I zusätzlich qualifiziert haben) die ersten Diplome und stellt ihnen gemäss «Bologna-Deklaration» die ersten Bachelorabschlüsse aus.

Ab dem Wintersemester 2006 wird der Studiengang Sekundarstufe I neu als Masterstudiengang angeboten.


2005

Der Grosse Rat des Kantons Luzern stimmt dem Kauf und dem Umbau des Postbetriebsgebäudes zu, in dem ab dem Jahr 2011/2012 die Universität Luzern sowie ein wesentlicher Teil der PHZ Luzern untergebracht werden sollen.


2004

Wesentliche Teile der bisher im Amt für Volksschulbildung angesiedelten Dienstleistungsbereiche (Pädagogische Medienzentren Luzern, Dagmersellen und Schüpfheim, Theaterpädagogik, Bibliothekspädagogik, Medienberatung) werden an die PHZ Luzern transferiert. Auch die Teilschulen in Schwyz und Zug nehmen ihren Betrieb auf.


2003

Als erste und grösste der drei Teilschulen der PHZ nimmt die PHZ Luzern erfolgreich ihren Betrieb auf. Ausgebildet werden Lehrpersonen für den Kindergarten und die Unterstufe der Primarschule, für die Primarstufe sowie für die Sekundarstufe I. Mit rund 250 Studierenden übertrifft die Nachfrage nach der Ausbildung an der PHZ die Erwartungen deutlich.


2002

Im Kanton Luzern finden die letzten Aufnahmen ins fünf Jahre dauernde Primarlehrpersonenseminar statt.


2001

Der Grosse Rat des Kantons Luzern stimmt der Botschaft des Regierungsrates zu den Entwürfen eines Dekrets über den Beitritt des Kantons Luzern zum Konkordat über die PHZ sowie eines Gesetzes über die Hochschule des Kantons Luzern in der PHZ zu. Auch alle anderen Zentralschweizer Kantone stimmen dem Beitritt zum PHZ-Konkordat zu.

Die Leitungsgremien der Direktion der PHZ sowie der Teilschulen Luzern, Schwyz und Zug der PHZ werden besetzt.


2000

Die Zentralschweizer Regierungen stimmen dem Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ-Konkordat) zu. Es definiert den Auftrag der PHZ wie folgt:

«Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz erfüllt im Rahmen der massgebenden interkantonalen Vereinbarungen folgenden Auftrag: 

Sie bildet Lehrerinnen und Lehrer für die Volksschule aus; die Ausbildung ist praxis- und wissenschaftsorientiert zu gestalten;

übernimmt Aufgaben im Bereich der Berufseinführung und bietet Weiter- und Zusatzausbildungen für Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen an;

kann weitere Ausbildungsaufgaben übernehmen für Berufe, welche dem Lehrberuf nahe stehen;

betreibt berufsfeldbezogene angewandte Forschung und Entwicklung;

unterstützt die Konkordatskantone und die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz sowie weitere interessierte Kantone, Schulträger und Bildungsinstitutionen der Zentralschweiz bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens, in der Bearbeitung pädagogischer Fragen sowie bei der Zusammenarbeit in Bildungsfragen auf regionaler und schweizerischer Ebene;

erbringt Dienstleistungen für die Region, einzelne Kantone, Schulträger, Lehrpersonen und Dritte;

wirkt bei der Qualifizierung und der Weiterbildung der in ihrem Bereich tätigen Dozentinnen und Dozenten und weiterer Bildungsfachleute mit.»


1999

Die EDK verabschiedet das «Reglement über die Anerkennung von Hochschuldiplomen für Lehrkräfte der Vorschulstufe und der Primarstufe» sowie das «Reglement über die Anerkennung von Hochschuldiplomen für Lehrkräfte der Sekundarstufe I». Diese Reglemente legen fest, dass künftig Lehrpersonen-Studiengänge nur dann gesamtschweizerisch anerkannt sind, wenn sie an einer Hochschule angesiedelt werden.


1998

Die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz beschliesst ein «Koordinationskonzept für die Schaffung der PHZ». Es entspricht in allen Teilen den Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) zur Lehrpersonenbildung und zu den Pädagogischen Hochschulen sowie dem Entwurf der EDK-Anerkennungsreglemente.


1997

Die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz beschliesst aufgrund des Auswertungsergebnisses, das «Rahmenkonzept für die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Zentralschweiz» zur Grundlage der Schaffung einer Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz zu machen.


1996

Der Regierungsrat des Kantons Luzern nimmt positiv Stellung zum «Rahmenkonzept für die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Zentralschweiz», das vorsieht, die Zentralschweizer Lehrpersonenbildung an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz mit drei Teilschulen in Luzern, Schwyz und Zug anzusiedeln.


1995

Im Regierungsprogramm von 1995 bis 1999 erklärt der Regierungsrat des Kantons Luzern seine Absichten zur Lehrerinnen- und Lehrerbildungsreform. Geschaffen werden sollen:

  • eine gemeinsame pädagogische Grundausbildung für alle Volksschullehrpersonen als Voraussetzung für die Stufenausbildungen
  • eine Primarlehrpersonenausbildung, die auf der Grundlage einer Allgemeinbildung mit Maturitätsniveau eine intensive und konzentrierte Berufsvorbereitung ermöglicht
  • eine Lehrpersonenbildung für die Sekundarstufe I, die als typenübergreifende Fachgruppenlehrpersonenbildung konzipiert ist
  • eine Lehrpersonenweiterbildung, welche der Wichtigkeit der lebenslangen Bildung Rechnung trägt und sie besser mit der Lehrpersonengrundausbildung abstimmt
  • eine Zusatzausbildung im Baukastensystem, dank der sich die Berufskarriere von Lehrpersonen künftig flexibel gestalten lässt
  • eine Lehrpersonenbildung, die regional koordiniert ist und deren Ausbildungsabschlüsse national wie international volle Anerkennung finden.

1994

Der Erziehungsrat erweitert den Konzeptauftrag aus dem Jahr 1993, indem er die Reform der Ausbildung der Kindergartenlehrpersonen mit einschliesst. Somit ist im Auftrag des Erziehungsrates eine Gesamtkonzeption der Lehrerinnen- und Lehrerbildung zu erarbeiten.

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz definiert die Entwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung neben der Fachhochschulentwicklung als «Kernbereich der regionalen Zusammenarbeit». Seit diesem Zeitpunkt hat die Planung der Pädagogischen Hochschule eine regionale Ausrichtung. Die Zentralschweizer Bildungsdirektoren-Konferenz erteilt dem Zentralschweizerischen Beratungsdienst für Schulfragen den Auftrag, in Zusammenarbeit mit einer interkantonal zusammengesetzten Projektgruppe ein «Rahmenkonzept für die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Zentralschweiz» zu erarbeiten; dieser Auftrag löst sukzessiv den Luzerner Projektauftrag ab, wodurch Doppelspurigkeiten vermieden werden können.


1993

Der Erziehungsrat des Kantons Luzern erteilt der Gruppe Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Bildungs- und Kulturdepartement den Auftrag, ein Konzept für eine koordinierte nachmaturitäre Ausbildung der Primarlehrpersonen und der Sekundarstufe-I-Lehrpersonen zu erarbeiten. Er erklärt seine Präferenz für die Errichtung einer Pädagogischen Hochschule in Luzern.


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Carla Duss
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