Nachhaltigkeit und Normativität – NaNo. Förderung eines partizipativen Unterrichts zur ethischen Dimension von Nachhaltigkeit im Zyklus 1

Das Forschungsprojekt NaNo untersucht den Umgang mit normativen Aspekten von Nachhaltigkeitsthemen im Unterricht und die Partizipationsmöglichkeiten an Aushandlungsprozessen von Schülerinnen und Schülern des Zyklus 1.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
  • Didaktik der Religionskunde, Ethik und Philosophie
  • Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
  • Didaktik der Religionskunde, Ethik und Philosophie
Status
laufend
laufend
Zeitraum
01.01.2026 - 31.07.2031
01.01.2026 - 31.07.2031

Beschreibung

Wie werden Schüler*innen befähigt, moralisch kontroverse Themen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder soziale Ungleichheit bereits in Kindergarten und Unterstufe zu verhandeln? In der Schweiz ist Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) gemäss Lehrplan 21 ein Bildungsziel für sämtliche Schulstufen. Obwohl damit BNE bereits für 4–8-jährige Schüler*innen verankert ist, fehlen bislang evidenzbasierte Wegleitungen dazu, wie Lehrpersonen BNE-Unterricht in Kindergarten und Unterstufe gestalten und wie sie mit der ethischen Dimension (insbesondere der moralischen Kontroversität) von Nachhaltigkeitsthemen umgehen sollen. Zudem existieren kaum Lernmaterialien, welche die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und demokratischen Aushandlungsprozessen angesichts gesellschaftlicher Wertepluralität anregen würden. An solchen Aushandlungsprozessen teilzuhaben und ihr moralisches Urteil zu entwickeln, ist gemäss der UN-Kinderrechtskonvention bereits für junge Schüler*innen bedeutsam (United Nations, 1989). Somit ist es Chance und Pflicht zugleich, bereits in den ersten Bildungsjahren den Grundstein für kritisches Denken und ethisches Urteilen zu legen – vorausgesetzt, Lehrpersonen werden im Umgang mit normativen Fragen unterstützt und ihre Praxis wird wissenschaftlich begleitet. An dieser Schnittstelle zwischen Klima, Demokratie und Wertepluralität setzt das Entwicklungs- und Forschungsprojekt NaNo (Nachhaltigkeit und Normen) an.

Das Entwicklungs- und Forschungsprojekt NaNo (Nachhaltigkeit und Normativität) untersucht, wie Aushandlungsprozesse in Gesprächen über Nachhaltigkeitsthemen im Unterricht mit 4–8-jährigen Schüler*innen ermöglicht und gestaltet werden. Der Fokus liegt dabei darauf, was Lehrpersonen im Zyklus 1 unter BNE verstehen, welche Werte sie diesbezüglich präferieren, wie im Unterricht die normativen Aspekte von Nachhaltigkeitsthemen (z.B. Zielkonflikte, umstrittene Massnahmen, Güterabwägungen) adressiert werden und wie die Lernenden an Aushandlungsprozessen partizipieren können. Konkret wird mit einem qualitativ-rekonstruktiven Forschungsdesign der Unterricht von 15–20 Kindergarten- und Unterstufenlehrpersonen untersucht und im Rahmen von Interviews das Verständnis und die Wertepräferenzen zu BNE erhoben. Als Impuls für die Unterrichtslektionen dienen Illustrationen, die eigens für das Projekt entwickelt werden. Inhaltlich verortet sich das Projekt in den Didaktiken der Nachhaltigkeitswissenschaft, des Sachunterrichts (in der Deutschschweiz: Natur, Mensch, Gesellschaft), der Ethik- und Philosophiedidaktik und der politischen Bildung.


Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
UNESCO-Lehrstuhl
Institut für Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften
UNESCO-Lehrstuhl
Finanzierungstyp
Private / Stiftungen
Private / Stiftungen

Beteiligte Personen

Intern


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