Unterrichtsmaterialien zum Film «Hexenkinder». Einen Film Jugendlichen und jungen Erwachsenen näherbringen.

Der neue Film von Edwin Beeler beschäftigt sich mit der Heimplatzierung Jugendlicher im 20. Jh. und zieht Parallelen zu Hexenkindern in der früheren Neuzeit. Das IGE entwickelt dazu Vermittlungsunterlagen für junge Erwachsene.

Übersicht

Forschungsschwerpunkt / Themenfeld
  • Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
  • Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
Status
laufend
laufend
Zeitraum
01.05.2020 - 30.09.2020
01.05.2020 - 30.09.2020

Beschreibung

Das Projekt soll ermöglichen, Unterrichtsmaterialien zu dem im September 2020 in Schweizer Kinos anlaufenden Film «Hexenkinder» von Edwin Beeler herzustellen. Dabei geht es um die Erarbeitung und didaktische Ausgestaltung der im Film vermittelten thematischen Ebenen von «zwangsversorgten Heimkindern» sowie Aspekten der Hexenverfolgung. Die Materialien werden als PDF auf den entsprechenden Websites für die drei Zielgruppen der SEK I, SEK II und der Tertiären Bildung mit je eigenen Schwerpunktsetzungen aufgeschaltet und beworben. Sie liefern Informationen für Lehrpersonen sowie für Schülerinnen und Schüler, beziehungsweise Studierende. Primär werden als Adressaten Schulklassen in der Innerschweiz fokussiert. Darüber hinaus sollen die Angebote aber durch ihre Online-Zugäng­lichkeit auch auf nationaler Ebene Verbreitung finden.

Der Dokumentarfilm von Edwin Beeler ist ein Film von hohem künstlerischem Wert, und er legt Zeugnis zur Thematik der «fürsorgerischen Zwangsmassnahmen» ab, die Tausende im vergangenen Jahrhundert erfahren mussten. «Hexenkinder» erzählt die Geschichte von «zwangsversorgten» Heimkindern, die gequält wurden und sich trotzdem nicht brechen liessen und dank ihrer Widerstandskraft und Phan­ta­sie überlebt haben. Gleichzeitig erinnert der Film an das ähnliche Schicksal von Kindern, die in der Frühen Neuzeit der «Unholderei» bezichtigt, gefoltert und zu ihrem angeb­li­chen Seelenheil oft auch hingerichtet wurden. Dieser dokumentarische Film, der von Edwin Beeler mit «grossem Feingefühl und einer beeindruckenden Empathie» (Charles Martig, Filmjournalist) geschaffen worden ist, birgt grosses Potential für den Unterricht.


Organisation

Beteiligte interne Organisationen
Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen
Finanzierungstyp
Private / Stiftungen
Andere interne Finanzierung
Private / Stiftungen
Andere interne Finanzierung

Beteiligte Personen

intern

extern


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