Schulinterne Weiterbildungsangebote – Originelles und herausforderndes Verhalten (reiner Holkurs)

Lehrpersonen Zyklus 3 Z3Lehrpersonen Zyklus 1 Z1Lehrpersonen Zyklus 2 Z2Lehrpersonen für Integrative Förderung IFSchulische Heilpädagog/-innen SHP

Übersicht

Subventionierte Kosten Die subventionierten Kosten gelten für alle Lehrpersonen der Volksschule sowie für alle Gymnasiallehrpersonen des Kantons Luzern.
Fr. 750.00
Fr. 750.00
Vollkosten Die Vollkosten gelten für alle auswärtigen Lehrpersonen wie auch gesamtschweizerisch für alle Berufsfachschullehrpersonen.
Fr. 3'420.00
Fr. 3'420.00
Kursdauer (Stunden)
9
9
Hinweis
Es handelt sich um einen reinen Holkurs
Es handelt sich um einen reinen Holkurs

Vorgehen & Standortbestimmung

  1. Bitte füllen Sie zuerst die Standortbestimmung aus.
  2. Daraus resultierende Weiterbildungsschwerpunkte, sowie Kursdaten und Kurszeiten werden anschliessend von der Schulleitung mit der themenverantwortlichen Person der PH Luzern, Astrid von Büren Jarchow (astrid.vonbueren@phlu.ch) definiert.
  3. Melden Sie sich nun online für den Holkurs an.

Beschreibung

Der Themenschwerpunkt «Originelles und herausforderndes Verhalten» vermittelt ein vertieftes Verständnis über Ursachen, Diagnosen und Therapien rund um das Thema Verhalten. Die Schulen erhalten einerseits die Möglichkeit, theoretisches Wissen anzueignen. Andererseits wird individuell die praktische Umsetzung für den eigenen Unterricht bearbeitet, welche immer direkt auf der Theorie basiert.
Der Kurs ist modular aufgebaut: mit einem Grundlagen- und Abschlussmodul (beide obligatorisch) sowie mit einem der vier Wahlmodulen. Die Theorieblöcke bestehen aus Referaten und Diskussionen im Plenum sowie Austausch über die eigene Arbeit in kleineren Teams.

Bemerkungen

Nur als Holkurs buchbar. Für die Kursabsprache bitten wir Sie, Frau Astrid von Büren Jarchow (astrid.vonbueren@phlu.ch) zu kontaktieren.

Kursziele

  • Die Lehrpersonen erweitern ihr Wissen und bauen ihr Handlungsspektrum im eigenen Unterricht bearbeitet in schwierigen Situationen auf.
  • Die Schulen wissen um die Bedeutsamkeit von klaren Strukturen, Abläufen und Prozessen.

Module

Folgende Module werden angeboten: 

Einstieg: Grundlagenmodul

  • Das Frontalhirn und sein Verhalten
  • Das Frontalhirn und sein Verhalten

Wahlmodule

  • Faszination Kinderhirne ... und was das für uns als Schule heisst
  • Systeme in der Interaktion: von Personen, Räumen, Material und Schulen
  • Banking Time: Kinder mit schwierigem Verhalten über die Beziehung fördern
  • Schwieriges Verhalten durch achtsame Beziehungsgestaltung minimieren
  • Faszination Kinderhirne ... und was das für uns als Schule heisst
  • Systeme in der Interaktion: von Personen, Räumen, Material und Schulen
  • Banking Time: Kinder mit schwierigem Verhalten über die Beziehung fördern
  • Schwieriges Verhalten durch achtsame Beziehungsgestaltung minimieren

Abschlussmodul

  • Das Langzeitgedächtnis von Schulen: Rück- und Vorschau auf das Thema Verhalten
  • Das Langzeitgedächtnis von Schulen: Rück- und Vorschau auf das Thema Verhalten

Modulinhalten

Was steuert eigentlich unser Verhalten? Warum sind gewisse Kinder auffällig? Diese und andere Fragen führen uns direkt zum Frontalhirn. Die Aufgaben des Frontalhirns sind eng verlinkt mit unserem Verhalten und der Aufmerksamkeit. Diese Verknüpfung zu verstehen ist bedeutsam. Das Modul geht der Neuropsychologie auf die Spur und sucht pädagogische Verbindungen zum Schulalltag und Unterricht und der eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema «originelles und herausforderndes Verhalten».

Kein Hirn ist wie das andere. Kinderhirne entwickeln sich verschieden schnell und nicht in allen Bereichen gleichmässig. Die Anforderungen, motiviert zu lernen, Erfolg zu haben, Frustration auszuhalten, werden als Junge oder als Mädchen individuell erlebt.

Die Unterstützung dieses Lernprozesses kann von der Lehrperson ressourcenorientiert gecoacht werden. Psychologische Konstrukte wie Motivation, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, höhere kognitive Verarbeitungsprozesse, Gedächtnis und die Intelligenztheorie nach Howard Gardner werden in diesem Modul theoretisch bearbeitet. Der Bezug zum Schulalltag wird in vielen Beispielen aufgezeigt und Möglichkeiten für die Umsetzung im Unterricht werden diskutiert und ausprobiert.

Aufbauend auf der Bindungstheorie wird in diesem Modul die dyadische Kurzzeitintervention «Banking Time» vorgestellt. Die Lehrperson verbringt dabei über einige Wochen zweimal wöchentlich 10 bis 15 Minuten mit dem Kind in einem separaten Raum, wobei das Kind wählt, was es in dieser Zeit spielen bzw. tun möchte. Die Lehrperson beobachtet und folgt dem Spiel des Kindes. Studien zeigen, dass sich die Beziehung zwischen Kind und Lehrperson deutlich verbessert und gleichzeitig hilft, Verhaltensauffälligkeiten wirksam zu begegnen. In diesem Modul lernen die Teilnehmenden ganz konkret, wie die Methode praktisch umzusetzen ist und erhalten dafür ein Manual (Schwerpunkt auf Zyklus I und II).

Studien belegen, dass in Klassen mit einer hohen Beziehungsqualität 30 % weniger auffälliges Verhalten auftritt. Wie können wir positive Beziehungen gerade mit den Kindern gestalten, die es uns nicht so leichtmachen? Achtsamkeit fördert so wichtige Fähigkeiten wie situative Präsenz, innere Gelassenheit, Offenheit und Feinfühligkeit und damit wesentliche Voraussetzungen um mit Schüler/innen positive Beziehungen aufzubauen sowie klar und besonnen in schwierigen Situationen zu agieren. Das Modul beinhaltet Achtsamkeitsübungen und Selbstreflexion ebenso wie folgende Themen: Die drei Säulen der Beziehungsgestaltung; Was wir konkret für gute Beziehungen tun können; Wege zu einer achtsamen Schulkultur.

Mit dem Eintritt in die Schule lernen die Kinder ein neues System in unserer Gesellschaft kennen. Die neue Struktur mit ihren Regeln, Ritualen, Abläufen, Prozessen ist im heutigen Schulalltag für einige Kinder eine grosse Herausforderung. Wie können diese Herausforderungen gemeistert werden? In diesem Modul überdenken, diskutieren und optimieren wir den Schulalltag in Hinblick darauf, dass das Lernen auch für Kinder mit herausforderndem Verhalten gelingen kann. Sie lernen Unterrichtssettings kennen, die ihnen erlauben, im Moment adäquat zu reagieren. Sie begleiten das Kind im Sinne der überfachlichen Kompetenzen und können adäquat fördern und fordern. Gleichzeitig sind Coaching-Zeiten für den Austausch mit den Lernenden (Lernprozess und überfachliche Kompetenzen LP21) eine optimale Voraussetzung für eine tragfähige Beziehung.

Die Schule greift die eigene Auseinandersetzung mit dem originellen und herausfordernden Verhalten nochmals auf und diskutiert die praktischen Veränderungen an der Schule. Das Abschlussmodul geht individuell auf die Bedürfnisse der Schule ein. Es werden diejenigen Themen nochmals beleuchtet, welche im Vorfeld mit der Schulleitung besprochen wurden. Die Kursinhalte und die praktischen Veränderungen im Unterricht werden anhand der Theorie nochmals gemeinsam kritisch betrachtet. Dies gilt im Sinne einer Standortbestimmung und kann auch bedeuten, dass auf Wunsch der Schule die Thematik weiter vertieft wird.


Kosten

  • CHF 3420.–
  • CHF 750.– für Volksschulen im Kanton Luzern

Bei Grossgruppen (mehr als 24 Teilnehmende in einer Kursgruppe) wird der Schule pro weitere teilnehmende Lehrperson CHF 140.- bzw. 30.- für Volksschulen im Kanton Luzern in Rechnung gestellt.


Kontakt


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