F+E-Kolloquium: Musikalische Bildung

Das Kolloquium reflektiert die Anforderungen an die Ausbildung von angehenden Musiklehrpersonen für das Fach Musik an Pädagogischen Hochschulen aus Sicht der Lehre und der Praxis.

Wann:
Donnerstag, 22. Oktober 2020, 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr
Wo:
Uni/PH-Gebäude (UP)
Hörsaal 6

Die Bedeutung des Verfassungsartikels 67a «Musikalische Bildung» für die Ausbildung von Primarlehrpersonen im Fach Musik und den Musikunterricht auf Primarstufe 

Schweizerische Stimmvolk verankert 2012 den Verfassungsartikel 67a Musikalische Bildung in der Bundesverfassung. Absatz 2 des Artikels geht auf die musikalische Grundförderung ein und verweist darauf, dass Bund und Kantone in der Zuständigkeit für einen hochwertigen Musikunterricht stehen. Auf der Grundlage dieses föderalistischen Prinzips stellt sich daher die Frage, wie hochwertiger Musikunterricht geleistet werden kann, wenn die aktuelle Situation um den Musikunterricht (fehlende Qualitätssicherungsinstrumente, Musikunterricht durch fachfremde Lehrpersonen, etc.) oftmals ein anderes Bild zeichnet. Herausforderungen, die sich direkt auf das Ausbildungsprogramm von angehenden Lehrpersonen im Fach Musik auswirken und eine Auseinandersetzung mit deren Professionalisierungsprozess verlangen.

Das Fundament hochwertigen Musikunterrichts, so die Hypothese, liegt in der Ausbildung von angehenden Lehrpersonen und erfordert unter den bestehenden bildungspolitischen Rahmenbedingungen den wechselseitigen Blick zwischen Ausbildung und Praxis/ Praxisrealität. Speziell in den Fokus rückt hierbei der Professionalisierungsprozess von der Ausbildung hin zur Berufspraxis. Dieser Professionalisierungsprozess bringt eine Auseinandersetzung mit fachlichen, fachdidaktischen, musikalisch-künstlerischen und pädagogischen Kompetenzen mit sich, die in der Ausbildung gelehrt und im Musikunterricht in der Praxis gefordert werden. Zum andern eröffnet sich ein Diskurs um Anforderungen und Herausausforderungen rund um den Musikunterricht in der rezenten Praxis und deren Bedeutung im Professionalisierungsprozess.

Aus einem dreiteiligen Forschungsvorhaben, bestehend aus einer Curriculum-Analyse von PH-Ausbildungsprogrammen, einer Interviewstudie mit Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern sowie einer Expertinnen- und Expertendiskussion, gehen im Abgleich mit der theoretischen Rahmung neue Herangehensweisen und Potentiale für eine wirksame Umsetzung von BV Art. 67a / Abs. 2 und einen hochwertigen Musikunterricht auf Primarstufe hervor. 

  • Referentin: Letizia Ineichen, PH Luzern
  • Diskutant: Prof. Pirmin Lang, PH Luzern

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