Ethik und Religionslehre: Kompetenzentwicklung

Ein Forschungskolloquium, das die  fachdidaktische Herausforderungen einer kompetenzorientierten Gesprächsführung näher betrachtet.

Wann:
Dienstag, 25. Mai 2021, 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr

Aspekte beruflicher Kompetenzentwicklung von Lehrpersonen durch sozial- und religionskundliche Unterrichtsgespräche

Gruppengespräch Aufnahme von oben

Unterrichtsgespräche im Fachunterricht fördern konzeptuelles Verstehen, Motivation, bewusste Sprachanwendung, Begründungsfähigkeit, Metakognition und dialogisches Verhalten bei Lernenden. Dies zeigten Untersuchungen zu kinderphilosophischen Gesprächen. Gefordert ist jedoch das Berufsverständnis der Lehrpersonen.

Im Projekt «Denken lernen. Dialog- und Sachkompetenzen in Ethik, Religionen, Gemeinschaft aufbauen» waren unterschiedliche Entwicklungen der mitwirkenden Lehrpersonen zu beobachten. Die Frage nach den Ursachen dazu führt zu den beruflichen Konzepten, welche Lehrpersonen bei der Gesprächsführung leiten. Der Vortrag stellt Ergebnisse einer qualitativen Analyse von Interviews mit Lehrpersonen und videographierten Gesprächssequenzen vor und verbindet Aspekte der Professionstheorie, Kompetenzorientierung sowie Entwicklungsforschung.

  • Referentin: Dr. Sophia Bietenhard, PH Bern

Fächerkooperierendes Interreligiöses Begegnungslernen – eine Studie zur Anbahnung interreligiöser Kompetenzen bei angehenden Ethik- und Religionslehrpersonen

Das Fächerkooperierende Interreligiöse Begegnungslernen des Instituts für Philosophie und Theologie der PH Heidelberg und das Interreligiöse Lernen in Begegnung der KPH Wien/Krems verfolgen das hochschuldidaktische Konzept, aus authentischen, interreligiösen Begegnungen zu lernen. Die hier vorgestellte Qualifizierungsarbeit intendiert, die Anbahnung prozessbezogener interreligiöser Kompetenzen bei angehenden Ethik- und Religionslehrpersonen in einem mixed-methods Forschungsdesign zu prüfen. Schon jetzt lässt sich andeuten, dass die Studierenden aus Heidelberg, Karlsruhe, Tübingen und Wien vom hochschuldidaktisch angeleiteten Interreligiösen Begegnungslernen profitieren und Fähigkeiten wie z.B. einen reflektierten Perspektivenwechsel oder eine vorurteilsbewusste Haltung erwerben. Die empirisch-explorative Studie beabsichtigt mit der Evaluierung eines praxisnahen Modells zum Forschungsdiskurs der empirischen interreligiösen Kompetenzanbahnung innerhalb der Hochschuldidaktik beizutragen.

  • Referent: Dr. des. Christian Ratzke, PH Freiburg

Kontakt

Assistentin IPU, Kommunikationsverantwortliche F+E, Sachbearbeitung Kommunikation und Marketing
Sandra Betschart
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sandra.betschart@phlu.ch
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