Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung

Der Spezialisierte Master of Arts Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung wird in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen angeboten. Er qualifiziert zur Vermittlung von Geschichte in einem breiteren öffentlichen Kontext und bereitet die Absolventinnen und Absolventen auf eine akademische Laufbahn in Geschichtsdidaktik vor.

Übersicht

Die PH Luzern und die Universität Freiburg bieten in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen den Spezialisierten Master of Arts Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung an.

Das Berufsfeld

Das Studium qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen einerseits zur Vermittlung von Geschichte und Erinnerung. Andererseits befähigt es sie zu Tätigkeiten, die die Aufbereitung und Vermittlung geschichtswissenschaftlicher und erinnerungskultureller Erkenntnisse in einem breiten öffentlichen Kontext erfordern. Dazu zählen unter anderem die Arbeit in Verlagen, in Museen, an Gedenkstätten, in Verbänden, in Stiftungen und in Unternehmen.

Die akademische Laufbahn

Die Erlangung des Masterdiploms ist ein wichtiger Laufbahnschritt hin zu einer akademischen Tätigkeit in Hochschulen oder zu einer interessanten Aufgabe in der öffentlichen Geschichtsvermittlung. Bei gutem Masterabschluss wird ein Doktoratsstudium möglich, welches für eine künftige Tätigkeit in der Vermittlung von Geschichte und Erinnerung an Hochschulen oder für eine verantwortungsvolle Position in Politik, Wirtschaft und Kultur qualifiziert.


Steckbrief

Beginn
Der Einstieg ist zweimal jährlich möglich: 1. September und 1. März
Der Einstieg ist zweimal jährlich möglich: 1. September und 1. März
Anmeldung
Abschluss
Masterdiplom mit 90 ETCS-Punkten gemäss Bologna-Richtlinien
Masterdiplom mit 90 ETCS-Punkten gemäss Bologna-Richtlinien
Dauer
4 Semester, berufs- oder familienbegleitend 8 Semester
4 Semester, berufs- oder familienbegleitend 8 Semester
Zulassung

Bachelor oder Master of Arts einer Universität in Geschichte oder verwandten Studienrichtungen oder in Erziehungswissenschaften mit geschichtswissenschaftlichen und geschichtsdidaktischen Studienleistungen im Umfang von 36 ETCS-Punkten

EDK-anerkanntes Lehrdiplom mit geschichtswissenschaftlichen und geschichtsdidaktischen Studienleistungen im Umfang von 36 ETCS-Punkten

Bachelor oder Master of Arts einer Universität in Geschichte oder verwandten Studienrichtungen oder in Erziehungswissenschaften mit geschichtswissenschaftlichen und geschichtsdidaktischen Studienleistungen im Umfang von 36 ETCS-Punkten

EDK-anerkanntes Lehrdiplom mit geschichtswissenschaftlichen und geschichtsdidaktischen Studienleistungen im Umfang von 36 ETCS-Punkten

Studiengebiete

Geschichtsdidaktik, Geschichts- und Erinnerungskulturen

Geschichtsdidaktische Vermittlungs- und Forschungspraxis

Geschichtswissenschaften und Public History

Geschichtsdidaktik, Geschichts- und Erinnerungskulturen

Geschichtsdidaktische Vermittlungs- und Forschungspraxis

Geschichtswissenschaften und Public History

Kosten
CHF 695.– je Semester, zuzüglich Anmelde- und Prüfungsgebühr von je CHF 200.–
CHF 695.– je Semester, zuzüglich Anmelde- und Prüfungsgebühr von je CHF 200.–

Partner

Der Master-Studiengang Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung wird in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg, der Universität Luzern, der Universität Basel, der Haute École Pédagogique Vaud, der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwest und der Pädagogischen Hochschule St. Gallen angeboten.


Das Studium im Detail

Der in Modulen organisierte Studiengang umfasst 90 ECTS-Punkte und baut auf drei Studiengebieten auf:

  • Geschichtsdidaktik, Geschichts- und Erinnerungskulturen
  • Geschichtsdidaktische Vermittlungs- und Forschungspraxis
  • Geschichtswissenschaften und Public History

Er vermittelt Kenntnisse für eine adressatengerechte, medien- und öffentlichkeitsadäquate Aufarbeitung und Inszenierung historischer Themen und Fragestellungen.

Geschichtsdidaktik, Geschichts- und Erinnerungskulturen

Die Geschichtsdidaktik bildet den Kern des Studiengangs. Auf der Suche nach Orientierung, Bildung und Unterhaltung wenden sich Menschen und Gesellschaften gerade in Zeiten beschleunigten Wandels und intensivierter Kulturbegegnungen der Geschichte zu und bedienen sich ihrer in vielfältiger und eigenwilliger Weise. 

Die Studierenden theoretisieren, erforschen und inszenieren den Umgang von Menschen und Gesellschaften mit Geschichte und Erinnerung. Sie beschäftigen sich mit Geschichtsbewusstsein, Geschichts- und Erinnerungskultur sowie mit Geschichtsunterricht, sie behandeln Fragen der Geschichtsvermittlung und des Geschichtslernens in verschiedenen Lernsettings und an unterschiedlichen Lernorten, und sie beforschen kognitive, motivationale und emotionale Aspekte historischer Lernprozesse und Lernprodukte.

Durch den Einbezug von Lehrbeauftragten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien erhalten Studierende Zugang zur Arbeitswelt und Kontaktmöglichkeiten für den späteren Berufseinstieg.

Geschichtsdidaktische Vermittlungs- und Forschungspraxis

in der geschichtsdidaktischen Vermittlungs- und Forschungspraxis setzen sich Studierenden mit Perspektiven, Fragen, Methoden und Ergebnissen von Forschung auseinander. Sie werden in den Diskurs zu Anlagen, Methoden und Ergebnissen von fachdidaktischer Forschung und Entwicklung im Rahmen von Kolloquien und Tagungen eingeführt. Exemplarisch wird an Forschungsfragen und Daten gearbeitet, um die Methoden geschichtsdidaktischer Forschung kennenzulernen und anzuwenden.

Im Kern dieses Studiengebiets erarbeiten die Studierenden eine eigene Fragestellung und ein eigenes Forschungsdesign für ihre Masterarbeit. Dies erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten in den qualitativen und quantitativen Methoden der sozialwissenschaftlichen Forschung sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit wissenschaftstheoretischen Grundlagen. Diesem Pflichtmodul ist auch die Masterprüfung zugeordnet.

Im Wahlpflichtmodul «Geschichtsdidaktische Vermittlungspraxis» beschäftigen sich die Studierenden mit praktischen Fragen der öffentlichen Geschichtsvermittlung. Dies erfolgt an spezialisierten, öffentlichen oder privaten geschichts- und kulturwissenschaftlichen Institutionen (Schulen, Hochschulen, Museen, Lehrmittelverlage, Archive, Medien usw.) sowie auf Studienreisen (Berlin, Jerusalem u.a.m.).

Geschichtswissenschaften und Public History

Der Studiengang geht von geschichtswissenschaftlichen Fragen aus und berücksichtigt öffentliche, gesellschaftliche (auch ästhetische und kommerzielle) sowie kommunikative Dimensionen der Auseinandersetzung mit Geschichte. Die Themen und Probleme betreffen besonders die Zeitgeschichte und nehmen neben der europäischen Geschichte auch die Regionalgeschichte und die Schweizer Geschichte in den Blick.

Im Studiengang stehen neben den schriftlichen Zeugnissen auch mündliche Überlieferungen von Expertinnen und Experten sowie von Zeitzeugen im Mittelpunkt. Der Oral History und der Visual History wird besondere Bedeutung zugemessen – und ganz im Sinne von Public History wird nach dem sozialen Nutzen der Geschichte durch professionelle Praxis gefragt. Wer braucht und nutzt Geschichte wie und wozu? 


Studienvarianten

Das Studium kann sowohl im Herbst als auch im Frühling begonnen und abgeschlossen werden. Es kann vollzeitlich oder berufs- bzw. familienbegleitend absolviert werden. In beiden Varianten sind Inhalt und Umfang identisch. Im Vollzeitstudium kann der Pflichtteil des Masterstudiums in zwei Semestern erworben werden. Diese Studienvariante ermöglicht den Masterabschluss in drei oder vier Semestern, sofern die volle Arbeitszeit für das Studium eingesetzt wird.

Der Masterstudiengang findet in Freiburg, in Luzern und/oder in Basel in deutscher oder englischer Sprache statt. Es wird empfohlen, einzelne Veranstaltungen auch an zusätzlichen Partner-Hochschulen des Studiengangs zu belegen. Die Veranstaltungen an der HEP Vaud in Lausanne finden auf Französisch statt.


Zulassung und Anmeldung

Der Masterstudiengang Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung richtet sich an Studierende verschiedener Grundbildungen, da die Geschichtsdidaktik eine Brückenwissenschaft mit unterschiedlichen Referenzwissenschaften darstellt.

Die Zulassungsberechtigungen und Auflagen garantieren, dass alle Diplomandinnen und Diplomanden zusätzlich zu den 90 ECTS-Punkten im Masterstudiengang noch mindestens 60 ECTS-Punkte in einer historischen Wissenschaft und in Geschichtsdidaktik an einer anerkannten Hochschule absolviert haben oder absolvieren.

Ohne Auflagen aufgenommen werden Personen, die mindestens 60 ECTS-Punkte nachweisen können: Bachelor oder Master of Arts einer Universität in Geschichte, Altertumswissenschaften, Neuere Geschichte, Zeitgeschichte, Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Philosophie, Politikwissenschaften, Religionswissenschaft, Theologie oder verwandte Studienleistungen.

Mit der Auflage, während des Masterstudiums bis zur Diplomierung zusätzlich mindestens 24 ECTS-Punkte in einer historischen Wissenschaft und Geschichtsdidaktik zu studieren, werden Personen aufgenommen mit folgenden Voraussetzungen: Master in Secondary Education einer Universität oder Pädagogischen Hochschule; EDK-anerkannter Bachelor in Pre-Primary, Primary oder Secondary Education sowie Bachelor in Erziehungswissenschaften, die mindestens 36 ECTS-Punkte in einer historischen Wissenschaft und Geschichtsdidaktik an einer anerkannten Hochschule nachweisen können.

Absolventinnen und Absolventen dieser oben genannten Studiengänge, die die als Voraussetzung zur Zulassung geforderten 36 ECTS-Punkte in einer historischen Wissenschaft und Geschichtsdidaktik nicht nachweisen können, können die fehlenden ECTS-Punkte vorgängig zum Masterstudium im Bachelor-Angebot an der Universität Freiburg oder im Masterangebot einer Pädagogischen Hochschule erwerben.


Kontakt


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